Der Schwimmer - Cheever, John

John Cheever 

Der Schwimmer

Stories. Mit e. Nachw. v. T. C. Boyle

Übersetzung: Thomas Gunkel
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Produktbeschreibung zu Der Schwimmer

Es sind die Stories, die John Cheever zu einem der wichtigsten Autoren der amerikanischen Literatur gemacht haben. Von der internationalen Literaturkritik gepriesen, wurde er zum von Autorenkollegen verehrten Vorbild. In diesen Kurzgeschichten entfaltet sich all seine Meisterschaft - lakonisch, präzise, skurril und witzig liefern sie ein Portrait einer Zeit und sind doch auch die ganze Comédie Humaine. Aber lesen Sie, was der Autor selbst dazu schrieb: »Diese Stories sind seit meiner ehrenhaften Entlassung aus der Armee am Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden. Manchmal wirken sie wie Geschichten aus einer längst unter­gegangenen Welt, als New York noch eine vom flirrenden Licht zweier Flüsse durchwirkte Stadt war, als man aus dem Radio das Benny-Goodman-Quartett hörte und als so gut wie jeder einen Hut trug. Hier treten die letzten aus jener Generation von Kettenrauchern auf, die morgens alle Welt mit ihrem Gehuste weckten, die sich auf Cocktailpartys regelmäßig zu­dröhnten, sich voller Wehmut nach Liebe und Glück sehnten und deren Götter so alt waren wie Ihre (wer immer Sie sein mögen) und meine Götter.«

Produktinformation


  • Verlag: Dumont Buchverlag
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 348 S.
  • Seitenzahl: 352
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 147mm x 33mm
  • Gewicht: 505g
  • ISBN-13: 9783832180317
  • ISBN-10: 3832180311
  • Best.Nr.: 26327892
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 21.12.2009

Ab und an ein wenig Wollust
John Cheevers Erzählungen von der amerikanischen Ostküste
Wie schön alles ist, wie leicht und heiter! Die Sonne geht auf über Apartmenthäusern und idyllischen Vorstadtsiedlungen, über Sommerhäusern, die malerisch am Meer liegen. Swimming Pools laden zum Bade, die Cocktailgläser sind stets gut gefüllt, Partys und Bälle vertreiben jeden Anflug von Langeweile. Eifrige Angestellte kümmern sich um Küche und Kinder. Die Männer haben Erfolg in ihren gesellschaftlich angesehenen Berufen, die Frauen sind hübsch und geizen nicht mit der Tiefe ihrer Ausschnitte. Luxus, Ruhe und ab und an ein wenig Wollust – so schildert der 1982 verstorbene John Cheever in seinen Stories, die in den Vierzigern bis Siebzigern entstanden sind, das Leben des gehobenen Mittelstandes an der amerikanischen Ostküste.
Aber das ist nur die eine Seite der Wahrheit. Denn immer wieder passiert hier plötzlich etwas Ungeheuerliches, etwas Unvorhersehbares. Da ist etwa Larry, ein Investmentbanker. Eines Tages öffnet er die Tür zum Büro seines Chefs – und dieser steht ihm nackt gegenüber, neben sich die junge, ebenfalls nackte Witwe eines früheren …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

So sieht eine Lektüreempfehlung aus. Dass wir zwar Carver und Hemingway kennen, aber John Cheever nicht, ahnt Heinrich Detering zwar, aber glauben kann er es nicht. Schließlich findet Detering bei Cheever genau die richtige Mischung aus urbaner Eleganz, Ironie und pointierter Erzählweise, die man bei "klassischen" Short Stories erwarten darf. 27 davon aus den Jahren 1946-1978 versammelt der Band und sogar die Nebenwerke sind lesenswert, beteuert Detering. Wie Short Cuts in Schwarzweiß flimmern Momente einer "suburban" Lebenswelt, der Ostküsten-Mittelklasse, an Deterings Augen vorüber, spartanisch entworfen, handlungsbezogen und klar, dass es beißt. Die sehr männlichen Helden verlieren dabei schon mal nach "mythischem Muster" die Hosen. Wie lässig der Autor hier zwischen Wahn und Wirklichkeit wechselt, verschlägt dem Rezensenten den Atem. Wer Cheever nicht kennt, den scheucht Detering in die nächste Buchhandlung, sich dieses Buch unter den Arm zu klemmen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.02.2010

Wo Hitchcock und Highsmith auf der Lauer liegen

Das muss man lesen: Denn jede einzelne Kurzgeschichte von John Cheever liefert einen eigenen Grund, diesen amerikanischen Meister endlich auch bei uns zu entdecken. Den Auftakt macht jetzt der Band "Der Schwimmer".

Es gibt Carver. Es gibt Hemingway. Und es gibt John Cheever. Dass dessen Erzählungen in Deutschland noch immer nicht den verdienten Ruhm genießen, ist schwer zu verstehen; dem Versuch des DuMont-Verlags, sie unter die Leser zu bringen, kann man nur Erfolg wünschen.

Nach den beiden "Wapshot"-Romanen liegt nun in der exzellenten Neuübersetzung von Thomas Gunkel endlich der Band vor, der Cheevers eigentliches Hauptwerk umfasst, nämlich dessen eigene und definitive Auswahl seiner Short Stories. Sie "klassisch" zu nennen wäre eine feierliche Banalität, immerhin gehören sie zum Kernbestand dieses amerikanischen Genres in seiner Blütezeit, von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis eben zu Cheevers letzter Auswahl, erschienen vier Jahre vor seinem Tod 1982. Siebenundzwanzig Geschichten enthält dieser stattliche Band; die erste stammt von 1946, die letzte von 1978. Viele davon erschienen …

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"Endlich gut übersetzt: Kurzgeschichten von John Cheever, dem Vorbild vieler Star-Autoren (..) voller zeitlos grandioser Sätze." -- KULTURSPIEGEL

"Die Menschen Cheevers gleichen Schlittschuhläufern, die sorglos über ein Eis gleiten, in dem sich unvermittelt immer mehr, immer tiefere Risse auftun, bis sie im dunklen Wasser versinken, wo gefährliche Strömungen und unheimliche Krakenwesen offenbar schon lange auf sie gewartet haben. Um solches Verhängnis eindrucksvoll in Szene zu setzen, flirtet der Autor in dezenter Weise auch mit Thriller- und Horrorelementen. (...) Der Rückgriff auf Genremuster ist aber die Ausnahme, nicht die Regel. Cheever bedarf ihrer keineswegs, um beim Lesen ein starkes Gefühl der Verunsicherung zu erzielen." -- SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Seine Stories wirken pointierter als die von Updike und humorvoller als die von Carver. Verspielter, leichter kommen sie daher, und machen zugleich schwindelig." -- KÖLNISCHE RUNDSCHAU

"CHEEVERS ´Stories´ sind ´Echos aus der Vergangenheit´, wie Boyle meint. Wer hinhört, der vernimmt amüsante und anrührende Geschichten, die mitten aus dem Leben gefischt worden sind." -- KÖLNER …

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"Endlich gut übersetzt: Kurzgeschichten von John Cheever, dem Vorbild vieler Star-Autoren (..) voller zeitlos grandioser Sätze." KULTURSPIEGEL "Die Menschen Cheevers gleichen Schlittschuhläufern, die sorglos über ein Eis gleiten, in dem sich unvermittelt immer mehr, immer tiefere Risse auftun, bis sie im dunklen Wasser versinken, wo gefährliche Strömungen und unheimliche Krakenwesen offenbar schon lange auf sie gewartet haben. Um solches Verhängnis eindrucksvoll in Szene zu setzen, flirtet der Autor in dezenter Weise auch mit Thriller- und Horrorelementen. (...) Der Rückgriff auf Genremuster ist aber die Ausnahme, nicht die Regel. Cheever bedarf ihrer keineswegs, um beim Lesen ein starkes Gefühl der Verunsicherung zu erzielen." SÜDDEUTSCHE ZEITUNG "Seine Stories wirken pointierter als die von Updike und humorvoller als die von Carver. Verspielter, leichter kommen sie daher, und machen zugleich schwindelig." KÖLNISCHE RUNDSCHAU "CHEEVERS ¿Stories¿ sind ¿Echos aus der Vergangenheit¿, wie Boyle meint. Wer hinhört, der vernimmt amüsante und anrührende Geschichten, die mitten aus dem Leben gefischt worden sind." KÖLNER STADTANZEIGER "Cheevers Sätze schleichen sich in …

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John Cheever (1912 geboren in Quincy, Massachusetts; gestorben 1982) gilt als einer der Innovatoren der amerikanischen Erzählkunst. Im flimmernden Wechsel zwischen Parodie, Satire und scheinbar treuherzig-naivem Bericht vom Tun und Lassen der Ostküstenelite hat er einen Schatz an Romanen und Stories hinterlassen, der in deutscher Sprache nie angemessen erschlossen worden ist. Thomas Gunkels Übersetzung der Wapshot-Chronik füllt eine bislang weiße Stelle auf der Karte der modernen Weltliteratur.

Leseprobe zu "Der Schwimmer" von John Cheever

Es sind die Stories, die John Cheever zu einem der wichtigsten Autoren der amerikanischen Literatur gemacht haben. Von der internationalen Literaturkritik gepriesen, wurde er zum von Autorenkollegen verehrten Vorbild. In diesen Kurzgeschichten entfaltet sich all seine Meisterschaft lakonisch, präzise, skurril und witzig liefern sie ein Portrait einer Zeit und sind doch auch die ganze Comédie Humaine. Aber lesen Sie, was der Autor selbst dazu schrieb: »Diese Stories sind seit meiner ehrenhaften Entlassung aus der Armee am Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden. Manchmal wirken sie wie Geschichten aus einer längst unter gegangenen Welt, als New York noch eine vom flirrenden Licht zweier Flüsse durchwirkte Stadt war, als man aus dem Radio das Benny-Goodman-Quartett hörte und als so gut wie jeder einen Hut trug. Hier treten die letzten aus jener Generation von Kettenrauchern auf, die morgens alle Welt mit ihrem Gehuste weckten, die sich auf Cocktailpartys regelmäßig zu dröhnten, sich

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Der Schwimmer

Der Schwimmer - Cheever, John

Stories. Mit e. Nachw. v. T. C. Boyle

Übersetzung: Thomas Gunkel

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  • Verlag: Dumont Buchverlag
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 348 S.
  • Seitenzahl: 352
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 147mm x 33mm
  • Gewicht: 505g
  • ISBN-13: 9783832180317
  • ISBN-10: 3832180311
  • Best.Nr.: 26327892

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Kurzbeschreibung

Es sind die Stories, die John Cheever zu einem der wichtigsten Autoren der amerikanischen Literatur gemacht haben. Von der internationalen Literaturkritik gepriesen, wurde er zum von Autorenkollegen verehrten Vorbild. In diesen Kurzgeschichten entfaltet sich all seine Meisterschaft - lakonisch, präzise, skurril und witzig liefern sie ein Portrait einer Zeit und sind doch auch die ganze Comédie Humaine. Aber lesen Sie, was der Autor selbst dazu schrieb: »Diese Stories sind seit meiner ehrenhaften Entlassung aus der Armee am Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden. Manchmal wirken sie wie Geschichten aus einer längst unter­gegangenen Welt, als New York noch eine vom flirrenden Licht zweier Flüsse durchwirkte Stadt war, als man aus dem Radio das Benny-Goodman-Quartett hörte und als so gut wie jeder einen Hut trug. Hier treten die letzten aus jener Generation von Kettenrauchern auf, die morgens alle Welt mit ihrem Gehuste weckten, die sich auf Cocktailpartys regelmäßig zu­dröhnten, sich voller Wehmut nach Liebe und Glück sehnten und deren Götter so alt waren wie Ihre (wer immer Sie sein mögen) und meine Götter.«

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Es sind die Stories, die John Cheever zu einem der wichtigsten Autoren der amerikanischen Literatur gemacht haben. Von der internationalen Literaturkritik gepriesen, wurde er zum von Autorenkollegen verehrten Vorbild. In diesen Kurzgeschichten entfaltet sich all seine Meisterschaft lakonisch, präzise, skurril und witzig liefern sie ein Portrait einer Zeit und sind doch auch die ganze Comédie Humaine. Aber lesen Sie, was der Autor selbst dazu schrieb: »Diese Stories sind seit meiner ehrenhaften Entlassung aus der Armee am Ende des Zweiten Weltkriegs entstanden. Manchmal wirken sie wie Geschichten aus einer längst unter gegangenen Welt, als New York noch eine vom flirrenden Licht zweier Flüsse durchwirkte Stadt war, als man aus dem Radio das Benny-Goodman-Quartett hörte und als so gut wie jeder einen Hut trug. Hier treten die letzten aus jener Generation von Kettenrauchern auf, die morgens alle Welt mit ihrem Gehuste weckten, die sich auf Cocktailpartys regelmäßig zu dröhnten, sich

12.02.2010

Wo Hitchcock und Highsmith auf der Lauer liegen

Das muss man lesen: Denn jede einzelne Kurzgeschichte von John Cheever liefert einen eigenen Grund, diesen amerikanischen Meister endlich auch bei uns zu entdecken. Den Auftakt macht jetzt der Band "Der Schwimmer".

Es gibt Carver. Es gibt Hemingway. Und es gibt John Cheever. Dass dessen Erzählungen in Deutschland noch immer nicht den verdienten Ruhm genießen, ist schwer zu verstehen; dem Versuch des DuMont-Verlags, sie unter die Leser zu bringen, kann man nur Erfolg wünschen.

Nach den beiden "Wapshot"-Romanen liegt nun in der exzellenten Neuübersetzung von Thomas Gunkel endlich der Band vor, der Cheevers eigentliches Hauptwerk umfasst, nämlich dessen eigene und definitive Auswahl seiner Short Stories. Sie "klassisch" zu nennen wäre eine feierliche Banalität, immerhin gehören sie zum Kernbestand dieses amerikanischen Genres in seiner Blütezeit, von der unmittelbaren Nachkriegszeit bis eben zu Cheevers letzter Auswahl, erschienen vier Jahre vor seinem Tod 1982. Siebenundzwanzig Geschichten enthält dieser stattliche Band; die erste stammt von 1946, die letzte von 1978. Viele davon erschienen …

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Ab und an ein wenig Wollust
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Wie schön alles ist, wie leicht und heiter! Die Sonne geht auf über Apartmenthäusern und idyllischen Vorstadtsiedlungen, über Sommerhäusern, die malerisch am Meer liegen. Swimming Pools laden zum Bade, die Cocktailgläser sind stets gut gefüllt, Partys und Bälle vertreiben jeden Anflug von Langeweile. Eifrige Angestellte kümmern sich um Küche und Kinder. Die Männer haben Erfolg in ihren gesellschaftlich angesehenen Berufen, die Frauen sind hübsch und geizen nicht mit der Tiefe ihrer Ausschnitte. Luxus, Ruhe und ab und an ein wenig Wollust – so schildert der 1982 verstorbene John Cheever in seinen Stories, die in den Vierzigern bis Siebzigern entstanden sind, das Leben des gehobenen Mittelstandes an der amerikanischen Ostküste.
Aber das ist nur die eine Seite der Wahrheit. Denn immer wieder passiert hier plötzlich etwas Ungeheuerliches, etwas Unvorhersehbares. Da ist etwa Larry, ein Investmentbanker. Eines Tages öffnet er die Tür zum Büro seines Chefs – und dieser steht ihm nackt gegenüber, neben sich die junge, ebenfalls nackte Witwe eines …

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Rezension

"Endlich gut übersetzt: Kurzgeschichten von John Cheever, dem Vorbild vieler Star-Autoren (..) voller zeitlos grandioser Sätze." -- KULTURSPIEGEL

"Die Menschen Cheevers gleichen Schlittschuhläufern, die sorglos über ein Eis gleiten, in dem sich unvermittelt immer mehr, immer tiefere Risse auftun, bis sie im dunklen Wasser versinken, wo gefährliche Strömungen und unheimliche Krakenwesen offenbar schon lange auf sie gewartet haben. Um solches Verhängnis eindrucksvoll in Szene zu setzen, flirtet der Autor in dezenter Weise auch mit Thriller- und Horrorelementen. (...) Der Rückgriff auf Genremuster ist aber die Ausnahme, nicht die Regel. Cheever bedarf ihrer keineswegs, um beim Lesen ein starkes Gefühl der Verunsicherung zu erzielen." -- SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

"Seine Stories wirken pointierter als die von Updike und humorvoller als die von Carver. Verspielter, leichter kommen sie daher, und machen zugleich schwindelig." -- KÖLNISCHE RUNDSCHAU

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