Mitte der 60er Jahre reist Charlotte Jordan nach Nigeria, wo ihr
Mann die Niederlassung einer Automobilfirma übernimmt. Bei der
Erkundung von Land und Leuten trifft sie auf die Lehrerin Ineh
Tutamosu, durch die sie Kontakt zu Einheimischen bekommt. Ganz
besonders erhält sie Kenntnis von einem exotischen Afrika, als Ineh
sie mitnimmt in ihr Heimatdorf Okigbo. Charlotte lernt den Clan der
Tutamosu kennen und ist tief beeindruckt von der Großmutter. Die
weise Frau zeigt bei mystischen Riten künftige Wege auf und nutzt
geheimnisvolle Zeichen im Schlangenkreis für Orakelsprüche. Doch
dann verschafft Amos, Inehs Bruder, ein politisch engagierter
Rechtsanwalt, Charlotte Einblicke in die verheerenden Auswirkungen
der sich ständig ausweitenden Bohrungen nach Erdöl und Erdgas im
Gebiet der weitverzweigten Nigermündung. Wo der Bevölkerung das
Land weggenommen wird und wo kaum noch Viehhaltung möglich ist. Er
weist auf verschmutzte Flüsse hin und macht deutlich, wie schlimm
die Menschen unter all dem leiden. Seine Hinweise sind es, die
Charlotte zu der Überzeugung bringen, dass hier dringend geholfen
werden muss. Sie gründet, zusammen mit den Geschwistern Tutamosu
die Hilfsorganisation Ibo-Help. Als der Osten Nigerias sich für
unabhängig erklärt und der Staat Biafra ausgerufen wird, spitzt
sich die politische Situation zu. Bei einer Inspektionsfahrt zur
Krankenhausbaustelle im Dschungel stellt Charlotte fest, dass hier
ein militärischer Stützpunkt errichtet und die Gelder der
Hilfsorganisation für den Aufbau der Armee verwendet wurden. Ineh
macht sich gemeinsam mit ihrem Verlobten auf, das Geld aus dem
Hauptquartier der Biafra-Regierung, zurückzuholen. Sie werden
überfallen und schwer verwundet. Ineh stirbt in Charlottes Armen.
Die Jordans fliehen noch in der selben Nacht in einem Boot über den
Niger, was für Charlotte einige Probleme bedeutet, denn sie ist im
siebten Monat schwanger. Charlotte kehrt zusammen mit ihrem Sohn
nach Deutschland zurück, wo sie eine Arbeit
als Journalistin findet. Da erscheint eines Tages Amos Tutamosu,
der, nachdem der Biafra-Krieg ein unrühmliches Ende gefunden hatte,
untergetaucht war. Er versammelt um sich einen Kreis
Gleichgesinnter und hofft, eines Tages Biafra wieder auferstehen
lassen zu können. Charlotte überlegt, wie sie es fertig bringen
kann, sich und ihren Sohn seinem Einfluss zu entziehen.
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