Der 26jährige Vincent ist ein leidenschaftlicher Kinogänger.
Ständig begleiten ihn Kinozitate. Zuweilen übersteigert seine
Phantasie die Realität - und die Wirklichkeit wird zu schön, um
wahr zu sein. Genau das passiert auch, als er auf die geheimnivolle
Chloe trifft, die ihn völlig in ihren Bann zieht. Chloe fordert
Vincent auf, ihr die Geschichte zu erzählen, die sie gemeinsam
erlebt haben. Vincent aber weicht aus. Als Chloe plötzlich
verschwindet, entschließt sich Vincent, die Geschichte ihrer
Beziehung für sie aufzuschreiben. Nach und nach erfahren wir
Einzelheiten von der zauberhaften Chloe und von Vincent, dessen
Arroganz sich allmählich in grüblerisches Zweifeln verwandelt. Weil
sich Vincents Wirklichkeitswahrnehmung zunehmend mit Kinobildern
vermischt, macht er sich auf die Suche nach Zeugen, die ihm
bestätigen können, daß es Chloe gibt. Die Suche nach ihr erweist
sich als Ursache für ihr Verschwinden. Die Geschichte, die daran
scheitert, eine sein zu wollen, spitzt sich in einen Dialog mit
Chloe zu, worin es einmal heißt: »Wir sind mächtig auf der Leinwand
und machtlos als Zuschauer
Thomas Meier, geboren 1973. Nach einem abgebrochenen Germanistikstudium Reisen in Nord- und Südamerika sowie in der arabischen Welt. Thomas Meier lebt heute in Baden, arbeitet als Teilzeitlehrer und ist nebenher Schriftsteller, Filmkolumnist und Kunstfotograf.
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