Claudius Claudianus, der letzte große spätantike Dichter des
heidnischen Rom, erzählt in diesem literarischen Meisterwerk die
anrührende Geschichte von der Entführung Proserpinas durch den
Unterweltgott Pluto. In kunstvollen lateinischen Hexametern
entfaltet Claudian die oft komplizierten mythologischen Bezüge,
eingebettet in lyrische Naturbeschreibungen von großer poetischer
Kraft.
Claudius Claudianus ist der letzte große spätantike Dichter des
heidnischen Rom. Zu seinen bedeutendsten Werken gehört das
unvollendete Gedicht Der Raub der Proserpina . Thema dieser
poetischen Dichtung ist die Entführung Proserpinas durch den
Unterweltgott Pluto. Jupiter lässt daraufhin die Göttin Ceres auf
der Suche nach ihrer Tochter über die Erde wandern. Verzweifelt
entzündet sie zwei große Fackeln am Ätna und macht sich auf den
Weg. Die oft geradezu lyrischen Naturbeschreibungen und die
vielfältigen mythologischen Bezüge haben sich im Laufe der langen
Rezeptionsgeschichte stets großer Beliebtheit erfreut in der
bildenden Kunst, in der Dichtung und in der Musik ist das Thema bis
heute immer wieder behandelt worden.