Der Pathologe - Kellerman, Jonathan

Jonathan Kellerman 

Der Pathologe

Roman

Aus d. Amerikan. v. Jochen Stremmel
Broschiertes Buch
 
5 Kundenbewertungen
***** sehr gut
Vergriffen, keine Neuauflage
Nicht lieferbar
17 Angebote ab € 0,25
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Der Pathologe

Nachdem seine Freundin Jocelyn ermordet wurde, versucht der Psychologe Jeremy Carrier sein Leben wieder in den Griff zu bekommen und beginnt eine Beziehung mit der jungen Angela. Dann erhält er mysteriöse Botschaften, die ihn auf die Spur von Jocelyns Mörder bringen sollen. Als Jeremy das Rätsel gelöst zu haben glaubt, verschwindet Angela spurlos ...

"Kellerman weiß wirklich, wie man den Leser süchtig macht." The New York Times Book Review

"Jonathan Kellerman hat den psychologischen Thriller zur Kunstform erhoben." Los Angeles Times

"Viele Krimis haben entweder einen teuflisch guten Plot oder glaubwürdige Charaktere. Kellerman bildet eine Ausnahme: Bei ihm kommt beides zusammen. Meisterhaft!" USA Today


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2007
  • Sonderausg.
  • Ausstattung/Bilder: Sonderausg. 2007. 377 S.
  • Seitenzahl: 377
  • Goldmann Taschenbücher Bd.46594
  • Deutsch
  • Abmessung: 19 cm
  • Gewicht: 312g
  • ISBN-13: 9783442465941
  • ISBN-10: 344246594X
  • Best.Nr.: 22818268
"Viele Krimis haben entweder einen teuflisch guten Plot oder glaubwürdige Charaktere. Kellerman bildet eine Ausnahme: Bei ihm kommt beides zusammen. Meisterhaft!" USA Today

"Alle Leser, die glauben, dass ein Kellerman-Thriller ohne Alex Deleware weniger spannend ist als die Serie, werden hier schnell eines Besseren belehrt."
Jonathan Kellerman ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Kriminalautoren. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als Kinderpsychologe. Seine Reihe mit dem Psychologen Dr. Alex Delaware ist berühmt für höchst einfühlsam entwickelte Figuren und eine raffinierte Handlung: Hochspannung von der ersten bis zur letzen Seite. Dafür ist er unter anderem mit dem "Edgar-Alan-Poe-Award", Amerikas bedeutendstem Krimipreis, ausgezeichnet worden.

Leseprobe zu "Der Pathologe"

Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in Der Pathologe zu blättern!



Leseprobe zu "Der Pathologe" von Jonathan Kellerman

PDF anzeigen

Leseprobe zu "Der Pathologe" von Jonathan Kellerman

Wilde Emotionen, totes Gewebe.
Als polare Gegensätze hatte Jeremy Carrier sie immer angesehen.
Im Rahmen eines Krankenhauses gab es keine zwei Disziplinen, die weniger miteinander gemein hatten als Psychologie und Pathologie. Als jemand, der die Erstere ausübte, hatte sich Jeremy immer seine Aufgeschlossenheit zugute gehalten; ein guter Psychotherapeut arbeitete hart daran, Vorurteile zu vermeiden.
Aber in all den Jahren seiner Ausbildung und seiner klinischen Arbeit am City Central Hospital hatte Jeremy wenige Pathologen getroffen, die nicht nach demselben Muster geschaffen waren: verschlossene, vor sich hin murmelnde Typen, die sich mit Brocken nekrotischen Fleisches, dem abstrakten Expressionismus von Abstrichen und im Kühlhaus-Ambiente der Leichenhalle im Souterrain wohler fühlten als mit lebenden, atmenden Patienten.
Und seine Kollegen in der psychologischen und psychiatrischen Zunft und alle anderen Soldaten der geistigen Gesundheitsarmee waren überaus zart besaitete Naturen, die der Anblick von Blut abstieß.
Dabei war es nicht so, als hätte Jeremy tatsächlich irgendwelche Pathologen kennen gelernt, obwohl er ein Jahrzehnt lang in den Korridoren an ihnen vorbeigegangen war. Die gesellschaftliche Struktur des Krankenhauses war zu High-School-Empfindsamkeiten regrediert: Wir-Sie als Religion, eine kräftige Vermehrung von Kasten, Cliquen und Intrigen, endlose Rangeleien um Macht und Territorium. Hinzu kam die Verkehrung von Zweck und Mittel, diejede Bürokratie erobert: Das Krankenhaus hatte sich von einem Ort der Heilung, der Gelder benötigte, um Patienten zu behandeln, zu einem städtischen Arbeitgeber in großem Maßstab entwickelt, der Patientenhonorare brauchte, um die Löhne und Gehälter seiner Belegschaft zu bezahlen.
All das schuf einen gewissen asozialen Beigeschmack. Ein Bündnis der Isolierten.
Am City Central gesellte sich Gleich gern zu Gleich, und nur die allerletzten Notwendigkeiten ärztlicher Versorgung führten zu Fremdbestäubung: Internisten, die schließlich ihre Niederlage zugaben und Chirurgen hinzuzogen, Allgemeinmediziner, die tief Luft holten, bevor sie sich in den Sumpf der Therapie stürzten.
Welchen Grund konnte es für einen Pathologen geben, einen Psychologen zu Rate zu ziehen?
Aufgrund all dessen - und weil eine teuflische Wendung des Schicksals Jeremy Carrier in einen gequälten, zerstreuten jungen Mann verwandelt hatte - brachte ihn Arthur Chess' Eröffnung aus dem Gleichgewicht.
Vielleicht bildete Jeremys Zerstreutheit die Grundlage für alles Folgende.

Seit fast einem Jahr sah Jeremy Arthur einmal pro Woche, aber die beiden Männer hatten nie ein Wort miteinander gewechselt. Trotzdem blieb Arthur jetzt im Speisesaal der Ärzte Jeremy gegenüber stehen und fragte ihn, ob es ihm recht sei, wenn er sich zu ihm setze.
Es war kurz vor 15 Uhr, die eigentliche Mittagspause war längst vorüber und der Speiseraum beinahe leer.
Jeremy sagte: »Klar«, und merkte dann, dass das eine krasse Übertreibung war.
Arthur nickte und ließ seinen schweren Körper auf einen kleinen Stuhl sinken. Auf seinem Tablett standen zwei Portionen Brathähnchen, ein Berg Kartoffelpüree mit Soße, ein vollkommenes Quadrat Maisbrot, eine kleine Schüssel Succotash - junger Mais mit Bohnen - und eine Dose Coca-Cola, auf der sich Kondenswasser gebildet hatte.
Jeremy starrte auf das Essen und fragte sich: Kommt er aus den Südstaaten? Er versuchte sich zu erinnern, ob Arthurs Stimme einen entsprechenden Akzent hatte, und glaubte, das verneinen zu können. Wenn überhaupt, lag im Bariton des älteren Mannes ein Hauch von Neuengland.
Arthur Chess zeigte kein unmittelbares Interesse an Konversation. Er breitete eine Serviette in seinem Schoß aus und widmete sich dem ersten Hähnchenteil. Er machte rasche und elegante Schnitte mit seinen langen Fingern, deren breite Nägel kurz gestutzt waren. Sein langer weißer Laborkittel war bis auf einen verstörenden rosaroten Spritzer auf dem rechten Ärmel von der Farbe frisch gefallenen Schnees. Unter dem Kittel trug er ein Oxford-Hemd mit blauen Pünktchen und Button-down-Kragen. Arthurs tiefrote Fliege hing auf eine Weise schief, die Absicht vermuten ließ.
Jeremy schätzte den Pathologen auf mindestens fünfundsechzig, vielleicht älter, aber seine rosafarbene Haut strahlte vor Gesundheit. Ein gepflegter weißer Backenbart, der Arthurs langes Gesicht umrahmte, vermittelte einen Eindruck davon, wie der Lincolns ausgesehen hätte, wenn es dem ehrlichen Abe vergönnt gewesen wäre, alt zu werden. Sein kahler Schädel hatte unter der grausamen Krankenhausbeleuchtung etwas geradezu mondähnlich Imposantes.
Jeremy kannte Arthurs Ruf so, wie man sich des Lebenslaufs eines Fremden bewusst ist. Professor Chess, früher Chef der Pathologie, hatte sich vor einigen Jahren seiner administrativen Verpflichtungen entledigt, um sich auf die
Forschung zu konzentrieren. Irgendwas mit bösartigen Bindegewebsgeschwülsten, den Minuzien der Durchlässigkeit von Zellwänden oder was auch immer.
Arthur genoss auch den Ruf eines Weltreisenden und Amateur-Lepidopterologen. Seine Abhandlung über die Aas fressenden Schmetterlinge Australiens hatte in der Krankenhausbuchhandlung neben den üblichen Taschenbüchern mit Unterhaltungsliteratur ausgelegen. Jeremy war der einzelne Stapel schmutzig brauner Bände ins Auge gefallen, weil sie im Vergleich mit den Umschlägen reißerischer Bestseller trist aussahen. Der braune Stapel schien nie kleiner geworden zu sein; warum sollte ein Patient auch etwas über Insekten lesen wollen, die Leichen fraßen?
Arthur vertilgte drei Bissen Hähnchenfleisch und legte die Gabel hin. »Ich hoffe wirklich, Sie halten mich nicht für aufdringlich, Dr. Carrier.«
»Ganz und gar nicht, Dr. Chess. Kann ich Ihnen irgendwie behilflich sein?«
»Behilflich?« Arthur wirkte amüsiert. »Nein, ich suche nur einen Gesprächspartner. Mir ist aufgefallen, dass Sie in aller Regel allein essen.«
»Mein Dienstplan«, log Jeremy. »Absolut unberechenbar.« Seit sein Leben den Bach runtergegangen war, hatte er es vorgezogen, Gespräche nur noch mit seinen Patienten zu führen. Er war an dem Punkt angekommen, wo er den Freundlichen simulieren konnte. Aber manchmal, an den dunkelsten Tagen, war jeder zwischenmenschliche Kontakt schmerzhaft.
Die kleinen Wendungen des Lebens ...
»Natürlich«, sagte Chess. »Angesichts der Art Ihrer Arbeit muss das ja wohl so sein.« »Sir?«, sagte Jeremy.
»Die Unberechenbarkeit menschlicher Gefühle.« »Das stimmt.«
Arthur nickte ernst, als hätten sie beide ein bedeutsames Einverständnis erzielt. Einen Augenblick später sagte er: »Jeremy - darf ich Sie Jeremy nennen? -, Jeremy, ich habe bemerkt, dass Sie diese Woche nicht an unserer kleinen dienstäglichen Zusammenkunft teilgenommen haben.«
»Mir ist etwas dazwischengekommen.« Jeremy kam sich vor wie ein Kind, das man beim Schuleschwänzen ertappt hatte. Er rang sich ein Lächeln ab. »Unberechenbare Gefühle.«
»Etwas, das sich klären ließ, hoffe ich?«
Jeremy nickte. »Irgendwas Neues aus der T. K.?«
»Zwei neue Diagnosen, ein Adenosarkom und eine CML. Die typische Präsentation, die übliche angeregte Diskussion.

Kundenbewertungen zu "Der Pathologe" von "Jonathan Kellerman"

5 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 5 Bewertungen ***** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
(2)
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
 
(2)
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Der Pathologe" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von Icecube81 aus Dresden am 31.01.2011 ***** gut
Nicht ganz so spannend, wie angekündigt aber dennoch gut zu lesen. Das Buch hat mir gefallen und ich kann es weiterempfehlen.

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Abby1972 aus Eschede am 02.01.2011 ***** ausgezeichnet
Wie immer spannend. Sehr gutes Buch.

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Schildkröte aus Jüterbog am 12.08.2010 ***** sehr gut
Die ersten 60 Seiten lesen sich etwas "zäh" aber dann kommt die Geschichte richtig in Fahrt und wird immer spannender. Konnte dann das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Man fiebert richtig mit und versucht selbst Zusammenhänge zwischen den einzelnen Morden zu finden. Das Buch ist dann auch bis zum Schluß spannend.
Das Ende ist schon anders als erwartet aber so soll es ja auch sein. Nichts ist schlimmer als wenn mann schon früh eine Ahnung hat, wie es ausgeht. Lasst Euch überraschen. Ich kann das Buch empfehlen.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Büchermaus aus Sulzfeld am 16.06.2010 ***** ausgezeichnet
Kellerman, Jonathan
Der Pathologe, diese Buch ist mein erstes von Kellermann das ich moment lese. Es ist sehr
spannend geschrieben und ich möchte nur schnell zum Ende kommen um zu erfahren wer der Mörder ist, der seine Spiele spielt.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von meldsebjon aus Hattingen am 08.05.2010 ***** gut
Mehrere Morde sind geschehen, ein Zusammenhang scheint zu bestehen. Genaueres ist aber nur der Polizei bekannt und auf deren Liste der Verdächtigen steht der Psychologe ganz oben, dessen Freundin auch zu den Opfern gehört.

Ein wenig aus Notwehr gegen diese Verdächtigungen, ein wenig aus eigener Motivation aber auch bestärkt durch kleine Hinweise, die er von einem geheimnisvollen Unbekannten erhält, macht dieser sich selbst auf die Suche nach dem Täter. Natürlich übt er auch weiterhin seinen Beruf aus und natürlich entwickelt sich auch sein Privatleben weiter, so dass der Leser einen Einblick in die Strukturen des Krankenhausalltages erhält. All dies ist miteinander verbunden. Der Psychologe recherchiert, basierend auf den geheimnisvollen Hinweisen in der Vergangenheit und weltweit und so erhält er weitere Spuren, die zu dem Mörder führen. Oder hat er bei seinen Schlussfolgerungen einen Fehler gemacht? Und bringt er möglicherweise sich selbst und andere in Gefahr?

Sehr spannend geschrieben, so wie das eben typisch für diesen Autoren ist, ist das ein Buch, das man nur ungern aus der Hand legt. Auch der Leser kann mit den Hinweisen seine eigenen Gedankengänge entwickeln und so mit der Hauptfigur fiebern. Allerdings finde ich persönlich die Lösung am Ende doch etwas sehr unwahrscheinlich, weshalb ich das Buch nicht ohne Einschränkungen weiterempfehlen kann.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Der Pathologe" von Jonathan Kellerman ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

17 Marktplatz-Angebote für "Der Pathologe" ab EUR 0,25

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
gebraucht; gut 0,25 2,90 Kreditkarte, Banküberweisung DasWürmtalbuch 99,1% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,00 1,10 Banküberweisung, PayPal BFinnigan 100,0% ansehen
wie neu 1,20 1,10 Banküberweisung, PayPal xaxiraxi  % ansehen
gebraucht; sehr gut 1,33 1,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, offene Rechnung Bücherdackel 99,9% ansehen
gebraucht; sehr gut 1,39 1,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, offene Rechnung Bücherdackel 99,9% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,40 1,10 PayPal, Banküberweisung stolperwolf 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,50 1,10 Banküberweisung Shellan78 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,50 1,20 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung krimikiste 99,6% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,60 1,10 PayPal vobaru 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 1,99 1,30 Banküberweisung cstrixner 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 2,00 1,50 Banküberweisung NoNameFace 100,0% ansehen
wie neu 2,50 1,10 PayPal Rosenresi 100,0% ansehen
wie neu 2,90 1,80 Banküberweisung tinalutz 100,0% ansehen
deutliche Gebrauchsspuren 2,95 0,00 PayPal, Banküberweisung Rhein-Team Lörrach 99,8% ansehen
wie neu 3,00 0,90 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung 2309618 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 3,00 1,10 Banküberweisung xxoxx 100,0% ansehen
wie neu 3,00 1,45 Banküberweisung aliix 97,9% ansehen
Mehr von