Der Omega-Punkt - DeLillo, Don

Don DeLillo 

Der Omega-Punkt

Roman

Übersetzung: Heibert, Frank
Broschiertes Buch
 
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
9 ebmiles sammeln
EUR 8,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Der Omega-Punkt

Ein junger Filmemacher sucht einen ehemaligen geheimen Kriegsberater der amerikanischen Regierung in dessen Haus irgendwo in der kalifornischen Wüste auf. Er hofft, ihn für eine Dokumentation gewinnen zu können. Als die Tochter des älteren Mannes auftaucht, geschieht etwas Unfassbares und die Geschichte nimmt einen verhängnisvollen Lauf ...


Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 112 S.
  • Seitenzahl: 157
  • Goldmanns Taschenbücher
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 119mm x 18mm
  • Gewicht: 157g
  • ISBN-13: 9783442474059
  • ISBN-10: 3442474051
  • Best.Nr.: 32567448
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.03.2010

Teilen wir alle dasselbe Geheimnis, ohne es zu wissen?

In seinem großartigen Roman "Der Omega-Punkt" schickt Don DeLillo einen Gelehrten auf Sinnsuche in die Wüste. Dessen paranoider Rückzug ist auch als Kommentar zum intellektuellen Amerika der Bush-Ära zu verstehen.

Der Tod? Ein elektrischer Ton, ein gleichmäßiges, weißes Geräusch, das dich umgibt wie die Sprache, in der du lebst: eine Endlinie, die sich wie ein schwarzer Bewusstseinsfaden durch Don DeLillos Werk zieht und auch den großartigen neuen Roman des Schriftstellers markiert. Die Mitteilungen des "verrückten Memoschreibers", der in "Americana" die Angestellten eines Fernsehsenders daran erinnert, dass der Mensch "auf ewig im Zustand des Todes verharren wird"; J. Edgar Hoover, der in "Unterwelt" eine Reproduktion von Brueghels Gemälde "Der Triumph des Todes" betrachtet und seinen faszinierten Blick kaum mehr abwenden kann. Von Lanzen durchbohrte Leiber, Farben von Fleisch und Blut - "eine Landschaft der visionären Verwüstung und Katastrophe", die DeLillo in "Falling Man" aus den Trümmern des World Trade Center abermals auferstehen lässt und in "Der Omega-Punkt" am Rande des …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Keine Frage, hier schreibt ein echter DeLillo-Fan. Leider liest sich Thomas Davids Besprechung ähnlich erratisch, wie wir uns den "Omega-Punkt" vorstellen müssen, Don DeLillos neuen und dabei mit 110 Seiten recht kurzen Roman, in dem, wie es scheint, die Postmoderne mit der Mystik des Jesuiten Teilhard de Chardin rückgekoppelt werden: "Intensives Nachdenken über die Metaphysik der Zeit." Worum es geht, ist offenbar folgendes: Ein Filmemacher besucht den 73-jährigen Philosophen und Militärstrategen Richard Elster, der sich nach dem Irakkrieg in die Wüste zurückgezogen hat. Dabei spielen auch Hitchcock eine Rolle, die Paranoia, der Tod, die Angst vor ihm und das weiße Rauschen. David hat den Roman natürlich als einen Kommentar auf das intellektuelle Amerika der Bush-Ära gelesen, bewundert die "meisterhafte Konstruktion" des Buchs und preist in seiner an Zitaten reichen Kritik die vielen Aphorismen, die er sich herausschreiben konnte und preist schließlich auch die "sprachliche Haute Couture", in den DeLillo seine Protagonisten kleidet.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 01.03.2010

Die Spur der Steine
Don DeLillos neuer Kurzroman „Der Omega-Punkt” handelt von Erlösungsfantasien in Zeiten der universellen Paranoia
Als Alfred Hitchcocks „Psycho” 1960 in die amerikanischen Kinos kam, reagierten die Zuschauer auch deshalb verstört, weil der einzige Star des Films bereits in der Exposition ermordet wird. Das war ein Ikonoklasmus gegen die Konventionen Hollywoods und umso beunruhigender, als die Figur, die Janet Leigh spielt, unerlöst bleibt auf eine Weise, die alles Folgende ins unbehagliche Helldunkel der moralischen Ambiguität taucht. Denn diese Marion Crane hat Geld unterschlagen. In unterschiedlichen Einstellungen des Films sieht man sie mal in weißer, mal in schwarzer Unterwäsche, und gerade, als sie am Kreuzweg steht und ihre rituelle Reinigung unter der Dusche auf Umkehr hindeutet, nimmt ihr der Mörder die Entscheidung ab. Natürlich ist Norman Bates, der schizophrene Serienkiller, der verlängerte Arm des frevlerischen Regisseurs, der in „Psycho” den uramerikanischen Glauben an die Autonomie des Individuums erschüttert, indem er einer von jenen, die den Heldenmythos verkörpern, stellvertretend die Peripetie verweigert.

Weiter lesen

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Es ist ein Missverständnis, dass Don DeLillo keine dicken Bücher mehr schreibt. Sein essayistischer 128-Seiten-Roman mag leicht in der Hand liegen, doch schon im Prolog wird klar: Er wiegt schwer. Wie das Konzentrat eines Tausend-Seiten-Wälzers entfaltet sich der "Der Omega-Punkt". Der Inhalt der Seiten quillt beim Lesen, und ist der einzelne Gedanke erst mal aus seiner Form gesprungen gibt es kein Zurück mehr. "Zum ersten Mal begriff er, dass Schwarz-Weiß das einzige wahre Medium für den Film als Gedanke, den Film im Geist war." - Solche Sätze sind als Gedankenfutter spröde wie Dauerkeks, auf dem man kaut und kaut und dem Schlucken nicht näher zu kommen scheint. Und DeLillo tut nichts, um es uns zu erleichtern. Im Gegenteil, immer neue Gedanken schiebt er nach. Gute, brillante sogar, aber von einer Ungeordnetheit, hinter der man System vermuten muss. Wie die Figuren - der fast schon besessene Kunstbetrachter in der Klammerhandlung, der unglückliche junge Filmemacher, der alte einsame Intellektuelle in der Wüste, seine verschwindende Tochter - bewegen sich die Ideen in willkürlicher Leere. Es geht nicht wirklich darum, ob ein Film gedreht wird, in dem der ehemalige …

Weiter lesen
Don DeLillo, geb. 1936 in New York, ist der Autor von Romanen und Theaterstücken. Sein umfangreiches Werk wurde mit dem National Book Award, dem PEN/Faulkner Award for Fiction, dem Jerusalem Prize und der William Dean Howells Medal from the American Academy of Arts and Letters ausgezeichnet. DeLillo lebt in New York.

Leseprobe zu "Der Omega-Punkt" von Don DeLillo

PDF anzeigen

5 Marktplatz-Angebote für "Der Omega-Punkt" ab EUR 3,90

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 3,90 1,30 Banküberweisung Frank Eckert 99,7% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 4,05 1,10 Banküberweisung Dienstwagen 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 5,00 1,10 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung kiwihh76 100,0% ansehen
wie neu 5,90 1,10 Banküberweisung Reiki doc 100,0% ansehen
wie neu 8,60 1,50 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchversand Zorneding 97,3% ansehen
Mehr von