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Bewertung von Polar aus Aachen am 31.01.2008 ***** weniger gut
Denis Johnson hat sich durch eine Reihe großer Romane seinen Platz in der amerikanischen Literatur gesichert. Legt man diesen Maßstab an "Der Name der Welt" an, der weniger ein Roman als eine Story ist, macht sich leichte Enttäuschung breit. Die Geschichte von Michael Reed dem Assistenzprofessor für Geschichte, der Frau und Tochter verloren hat und als Stoiker der Gegenwart verhaftet ist, indem er die Dinge einfach auf sich zukommen läßt, wird im Verlauf künstlich zur Trauerarbeit hochstilisiert, durch die ihn eine seltsam blasse Frau begleitet, der er immer wieder begegnet und die auf ihn eine schwer nachvollziehbare Faszination ausübt. Das Symbolhafte, nur mäßig im Alltag versteckt, erschlägt dabei die Handlung. Zwar verfügt Denis Johnson weiter über eine meisterhafte Sprache und Dialogführung, doch bleibt das, was er uns sagen will, allzu sehr an der Oberfläche. Was besonders nervt, wenn es endlich zur Aussprache zwischen jener mysteriösen Kunststudentin, die nebenher noch strippt, und Reed kommt und die etwas wie eine Katharsis hervorrufen soll. Das nehmen wir Johnson nicht ab. Schade.

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