Der Mensch ist, was er isst - Standage, Tom

Tom Standage 

Der Mensch ist, was er isst

Wie unser Essen die Welt veränderte

Übersetzung: Schmidt, Michael
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Der Mensch ist, was er isst

6-Gänge-Menü durch die Geschichte: Nahrungsmittel haben einen großen Einfluss auf uns - mehr, als wir uns bisher vorstellen konnten. Mais, Kartoffeln oder Gewürze stillten über Jahrhunderte nicht nur den Hunger, sondern waren Wegbereiter für gesellschaftliche Umwälzungen und wirtschaftlichen Fortschritt. Tom Standage belegt mit seiner Reise durch die Geschichte, dass deren Verlauf maßgeblich von unserem Essen bestimmt wurde.


Produktinformation

  • Verlag: Artemis & Winkler
  • 2010
  • Neuauflage.
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 280 S. m. Abb. u. Ktn.
  • Seitenzahl: 288
  • Best.Nr. des Verlages: 51740
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 143mm x 15mm
  • Gewicht: 492g
  • ISBN-13: 9783538072909
  • ISBN-10: 3538072906
  • Best.Nr.: 27983774

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Nur teilweise zufrieden ist Rezensent Thomas Weber mit Tom Standages Buch über die Bedeutung der Ernährung für die politische und soziale Entwicklung der Gesellschaften. Zwar lobt er den Autor dafür, dieses von der Geschichtsschreibung vernachlässigte Thema anzugehen. So attestiert er dem Autor auch, den politischen und sozialen Einfluss der Nahrungsmittelproduktion auf die Geschichte der Menschheit zu verdeutlichen. Aber der erste Eindruck eines durchaus erhellenden und der Komplexität des Themas gerecht werdenden Buchs täuscht nach Ansicht Webers. Er hält dem Autor insbesondere vor, wichtige Aspekte einer Weltgeschichte des Essens zu ignorieren. Ihm fehlt beispielsweise ein Kapitel über die Rolle von Kolonialismus und Imperialismus. Er moniert zudem die Konzentration auf den Westen und er vermisst nicht zuletzt eine globale Perspektive auf das Thema. Zudem scheint ihm Standages Sicht von Essen und seiner Produktion als Motor des Fortschritts zu einseitig.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 04.09.2010

Für eine Weltgeschichte des Essens fehlen ein paar Menügänge

In zwölf Tischsitzungen berichtet Tom Standage, wie Nahrungsmittel im Verlauf der Zivilisation Motoren politischer und sozialer Veränderungen waren und sind.

Die historische Anthropologie mit ihrer Vorstellung vom Menschen als einem bedingenden und bedingten Wesen vermeidet die Illusion einer ausschließlich von sozialen, politischen oder kulturellen Einflüssen gesteuerten Geschichte. So bestimmten bis noch vor wenigen Jahrhunderten vor allem demographische Prozesse - die wiederum vom Nahrungsangebot und von Erkrankungen beeinflusst wurden - die wirtschaftliche Dynamik und die Handlungsoptionen von Gemeinschaften. Die Wechselwirkungen des Menschen mit der Umwelt, die materiellen Grundlagen des Lebens oder Krankheiten sind in Anerkennung dieser Gegebenheiten zu konstitutiven Elementen der Geschichtsschreibung der "longue durée" geworden.

Die Geschichte der Landwirtschaft, der Nahrungsmittelproduktion oder von Pflanzen- und Tierzüchtung ist jedoch nie in das Zentrum dieser Form der Historiographie gerückt und wird häufig als reine Bedingung politischen und kulturellen Handelns …

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Tom Standage studierte Maschinenbau und Computerwissenschaften u.a. in Oxford. Seither hat er für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften gearbeitet. Heute ist er Wissenschaftskorrespondent des Economist und Technologie- und Medienexperte der BBC.

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