Der Mensch in der Revolte - Camus, Albert

Albert Camus 

Der Mensch in der Revolte

Essays

Übersetzer: Streller, Justus / Mitwirkender: Schlocker, Georges; Bondy, Francois
Broschiertes Buch
 
1 Kundenbewertung
***** ausgezeichnet
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
10 ebmiles sammeln
EUR 9,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Der Mensch in der Revolte

"Unsere Verbrecher sind nicht mehr jene entwaffneten Kinder, die zur Entschuldigung die Liebe anriefen. Sie sind im Gegenteil erwachsen und haben ein unwiderlegbares Alibi, die Philosophie nämlich, die zu allem dienen kann, sogar dazu, die Mörder in Richter zu verwandeln."


Produktinformation

  • Verlag: Rowohlt TB.
  • 1969
  • 1969.
  • Ausstattung/Bilder: 344 S.
  • Seitenzahl: 352
  • rororo Taschenbücher Nr.22193
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 115mm x 30mm
  • Gewicht: 305g
  • ISBN-13: 9783499221934
  • ISBN-10: 3499221934
  • Best.Nr.: 06923632
Am 7. November 1913 wurde Albert Camus in Mondovi/Algerien als Sohn eines elsässischen Landarbeiters und einer Spanierin geboren. 1932 begann er in Algier Philosophie zu studieren. Er erlitt wiederholt Tuberkuloseanfälle. Nach Theatertourneen mit der Truppe von Radio-Alger und dem Ausschluss vom Staatsexamen - aus gesundheitlichen Gründen - gründete er 1937 das "Théâtre de l'Equipe". Als Jornalist prangerte er die kolonialen Ungerechtigkeiten in Algerien an. 1939 meldete er sich als Freiwilliger für den Kriegsdienst, wurde aber aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt. 1940 wurde er aus Algerien ausgewiesen und ging als Reporter der Zeitung "Paris-Soir" nach Paris. Noch im gleichen Jahr kehrte er nach Algerien zurück, zog aber 1942 wieder nach Frankreich, wo er der Widerstandsgruppe "Combat" beitrat. 1943 wurde er von "Combat" nach Paris geschickt, wo er als Lektor beim Verlag Gallimard arbeitete. Hier wurde er Mitbegründer der illegalen Zeitung "Combat". 1947 verließ er die inzwischen legale Zeitung, da das Blatt den Besitzer und die politische Linie wechselte. 1957 wurde er Direktor im Pariser Verlag Gallimard und erhielt den Nobelpreis für Literatur für seine "bedeutende literarische Schöpfung, die mit klarsichtigem Ernst die Probleme des menschlichen Gewisse

Kundenbewertungen zu "Der Mensch in der Revolte" von "Albert Camus"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(1)
***** sehr gut
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Der Mensch in der Revolte" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von Hartmut Zimmer aus Alzenau am 27.12.2010 ***** ausgezeichnet
Die Philosophie des Augenblicks: Die Revolte für eine wertorientierte Gegenwart und gegen die Knechtschaft durch absolute Ideen

In seinem 1951 erschienenen, (neben „Sisyphos“) zweiten philosophischen Hauptwerk bewegt sich Camus wiederum im Grenzland zwischen Literatur, Geschichte und Philosophie.

Was für Descartes der Gedanke (cogito), ist für Camus die Revolte als die Auflehnung gegen äußere Umstände, insbesondere auch gegen Herrschaftsverhältnisse.

Zunächst untersucht Camus die metaphysische Revolte und den Nihilsmus, um dann im Hauptteil seines Werkes auf die Geschichte der Revolte und der Revolutionen einzugehen und diese voneinander abzugrenzen.

Der Nihilismus, so Camus, glaube an nichts anderes als an die Vernunft und das persönliche Interesse. Sein Ausdruck finde sich wieder in der Heuchelei einer mittelmäßigen und habgierigen Gesellschaft. Europa sei zu einer rein technischen Kultur verkommen (und zwar sowohl im Kapitalismus wie im Sozialismus). In einer Welt des rationalen Terrors komme es nur noch auf das Wachstum der Produktion und der materiellen Macht an.

Camus wendet sich gegen die Vorstellung einer vermeintlich zwingenden, gesetzmäßig verlaufenden Geschichte. Mit absoluten Ideen seien häufig Heilslehren verbunden, die mit dem Versprechen eines in ferner Zukunft liegenden paradiesischen Glücks vom Elend der Gegenwart ablenkten und die sich auf diesem Weg den Gehorsam und das Leid ihrer Sklaven erkauften.

Dialog werde dabei ersetzt durch Propaganda oder Polemik (als Abarten des Monologs). Später, so verkündeten die Herrscher den Beherrschten, werde alles besser werden, ja in einen Idealzustand münden. Patriot sei, wer die Republik oder die Organisation im Ganzen unterstütze; wer sie in Einzelteilen bekämpfe, werde zum Verräter gestempelt. Eine stumme Feindschaft trenne die Unterdrücker von den Unterdrückten.

Diejenigen Ziele, welche ungerechte Mittel brauchten, seien keine gerechten Ziele. Ohne ethische Rechtfertigung des Handelns werde schließlich das Verbrechen zur Pflicht.
Doch gebe es keine absoluten Wahrheiten, nicht einmal eine absolute Moral; es gebe nur den Augenblick und das Schicksal.

Die Revolte dagegen bedeute nicht nur Ablehnung vorgefundener Umstände, sondern sei auch immer Ausdruck für etwas, nämlich für bestimmte Werte. Die Prinzipien der Revolte verneinten die Knechtschaft, die Lüge und den Terror und äußerten sich nicht zuletzt in der Kunst.

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Der Mensch in der Revolte" von Albert Camus ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

3 Marktplatz-Angebote für "Der Mensch in der Revolte" ab EUR 3,00

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 3,00 4,20 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung brainkraft 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 6,86 1,40 Banküberweisung, offene Rechnung KULTur-Antiquar iat 99,2% ansehen
wie neu 9,70 0,00 Banküberweisung mgl-buch 94,4% ansehen
Mehr von