Der Mann, der Shakespeare erfand - Kreiler, Kurt

Kurt Kreiler 

Der Mann, der Shakespeare erfand

Edward de Vere, Earl of Oxford

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Der Mann, der Shakespeare erfand

Shakespeare war nicht der Mann, für den wir ihn lange Zeit hielten. Kurt Kreilers aufsehenerregende Biographie über den Earl of Oxford, der am Hof von Queen Elizabeth I. ein- und ausging, ist die erste, die mit dem langlebigen Mythos »Shakespeare« aufräumt und zeigt, wer der eigentliche Verfasser der weltberühmten Dramen ist.


Produktinformation

  • Verlag: Insel, Frankfurt
  • 2011
  • Neuauflage.
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 595 S. m. Abb.
  • Seitenzahl: 595
  • Insel Taschenbücher Nr.4015
  • Best.Nr. des Verlages: 35715
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 121mm x 43mm
  • Gewicht: 567g
  • ISBN-13: 9783458357155
  • ISBN-10: 3458357157
  • Best.Nr.: 32453884
"Wer schrieb Shakespears Werke? Die Frage geistert seit gut 200 Jahren durch die Welt der Literatur. ... Etwa 50 Zeitgenossen werden verdächtigt, am heftigsten wird darum gestritten, dass Edward de Vere, Earl of Oxford, der Hauptverdächtige ist. Kreiler rollt in seiner gründlichen Biografie des Earls "den Fall" neu auf. Wenn er auch keine unschlagbaren Beweise vorlegt, so hat er doch handfeste Indizien. Sie dürften jedes Schwurgericht überzeugen: Shakespeare ist ein Pseudonym, Edward de Vere ging am Hof Elisabeths I. ein und aus, und die Dramen wurden nicht etwa für das Globe Theatre geschrieben, sondern für die englische Hofbühne." (Sibylle Mulot, Focus)

»Wenn Kreiler auch keine Beweise vorlegt, so überzeugt er doch mit handfesten Indizien.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.01.2010

Wer schrieb die Dramen William Shakespeares?
Neues von der Opposition gegen Stratford: Kurt Kreilers Biographie des elisabethanischen Aristokraten Edward de Vere, Earl of Oxford
Der schlichte Titel, mit dem ein Buch über den hierzulande eher unbekannten „Edward de Vere, Earl of Oxford” angekündigt wird, enthält die für eine breitere Öffentlichkeit noch immer provozierende Feststellung, der als der Größte unter den Großen gerühmte Dichter-Dramatiker William Shakespeare sei eine „Erfindung”, hinter der sich ein anderer Autor verberge: eben jener 17. Graf von Oxford. Erbittert reagiert seit je das inzwischen dreihundertfünzigjährige Lager der Stratfordianer mit seinem millionenschweren Ikonenkult auf diese und andere seit etwa 150 Jahren nicht verstummende Verdächtigungen: Das kann und darf nicht wahr sein.
Unverborgen hingegen ist der Autor dieser bemerkenswerten Biographie: Kurt Kreiler, „promovierter Germanist, Essayist, Herausgeber, Hörspielautor und Übersetzer in Köln”, der sich seit Jahren für die Anerkennung de Veres als Schöpfer der Werke Shakespeares einsetzt und nun die Summe seiner Recherchen über das Leben dieses …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 12.01.2010

Wer bin ich - und wenn ja, wie viele nicht?

Mit Sherlock Holmes auf Shakespeares Spuren: Kurt Kreiler sucht nach der angeblich wahren Identität des großen Dramatikers und vermischt munter Detektivarbeit und Klatschgeschichten, Verschwörungstheorien und Räuberpistölchen.

Mit William Shakespeare verhält es sich genau konträr zu Sherlock Holmes. Der Meisterdetektiv passt derart gut in seine Welt spätviktorianischer Kultur, leicht dekadent, feinsinnig, genialisch und dennoch dem Empirischen knallharter Fakten zugetan, dass er einfach keine ausgedachte Kunstfigur, Produkt eines bezahlten Schreiberlings, sein darf. Seit Anbeginn seiner Ermittlungsarbeit pilgern daher Leser und Verehrer scharenweise in die Baker Street, um Spuren seiner wahren Existenz zu sichten, und werden nicht enttäuscht: Lupe, Geige, Büchersammlung, Teeservice und weitere vertraute Gegenstände bezeugen dort die Tätigkeit des Meisters genau so, wie wir sie aus den treuen Niederschriften Doktor Watsons kennen. Gewiss werden in zweihundert Jahren allerhand Spürnasen die Fährte aufnehmen und nachweisen, dass ein gewisser Arthur Conan Doyle sich gänzlich unverdient als literarischer …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Tobias Döring lässt keinen Zweifel daran, dass er die in Kurt Kreilers Buch dargelegte, bereits seit 1920 kursierende These, hinter William Shakespeare stecke in Wahrheit der anonym bleiben wollende 17. Earl of Oxford, Edward de Vere, für ausgemachten Humbug hält. Als Anhänger einer "gut organisierten Oxford-Bewegung" gehe es dem deutschen Autor darum, diese These zu untermauern, erklärt der Rezensent, der sich allerdings vor allem mit nicht belegten "Verschwörungstheorien" und obskurem "Geniekult" konfrontiert sieht. Für diesen Leserkreis sei es schlechterdings undenkbar, dass der Sohn eines Handschuhmachers derart tiefen Einblick in die englische Adelsgesellschaft haben sollte, weshalb sie de Vere, von dem offiziell lediglich mittelmäßige dichterische Werke bekannt sind, die berühmten Shakespeare'schen Dramen zuschrieben, erklärt der Rezensent. Wenn es aber darum geht, sich ein Bild von der elisabethanischen Gesellschaft und deren adligen Vertretern zu machen, kann man sich durchaus an den vielen Geschichten und Anekdoten des Autors erfreuen, für schlüssige Beweisführungen allerdings empfiehlt der Rezensent lieber die Sherlock Holmes-Romane von Conan Doyle.

© Perlentaucher Medien GmbH
Kurt Kreiler, geboren 1950 in München, promovierter Germanist, lebt als Essayist, Herausgeber, Hörspielautor und Übersetzer in Köln.

Kundenbewertungen zu "Der Mann, der Shakespeare erfand" von "Kurt Kreiler"

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Bewertung von Diana Brandhorst aus München am 06.01.2010 ***** ausgezeichnet
Wie soll man neue Indizien zu einem rätselhaften Fall finden, der seit über 150 Jahren die Gemüter der Menschen bewegt?
Kreiler hat in seiner Biographie des Earl of Oxford eine einfache aber geniale Idee umgesetzt: Er hat das Werk Shakespeares mit den geschichtlichen Ereignissen der Zeit verglichen. Auch wenn Shakespeares Werk zeitlose Themen behandelt, die heute noch genauso aktuell sind wie zu Ihrer Entstehungseit, gibt es in seinen Stücken viele Stellen, die auf zeitspezifische Gegebenheiten anspielen. Diese Stellen hat Kreiler aufgespürt. Dabei ging es ihm nicht nur um die großen politischen Geschehnisse, die in die Geschichte eingegangen sind, sondern auch um Alltagsereignisse wie ein vorübergehendes Theaterverbot in London oder einen Streit zwischen zwei literarischen Kontrahenten, die sich auf Shakespeare" beziehen. Dadurch und im Hinblick auf literarische Nachahmer konnte er nachweisen, dass die Werke alle einige Jahre früher geschrieben wurden als gemeinhin angenommen (vergleiche Kreiler 578 - 581). Was William Shakspere aus Stratford-upon-Avon als Autor der Werke nicht in Betracht kommen lässt, aber sehr wohl den Earl.

Übrigens ist das Buch spannend geschrieben und wurde im SPIEGEL sehr positiv besprochen (Der Spiegel 47/2009 S. 114 - 117).

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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