Der Luzifer-Effekt - Zimbardo, Philip G.

Philip G. Zimbardo 

Der Luzifer-Effekt

Die Macht der Umstände und die Psychologie des Bösen

Übersetzer: Petersen, K.
Gebundenes Buch
 
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Der Luzifer-Effekt

Was bringt gute Menschen dazu, Böses zu tun? Wie können normale Menschen dazu verleitet werden, unmoralisch zu handeln? Wo liegt die Grenze zwischen Gut und Böse, und wer läuft Gefahr, sie zu überschreiten?
Der renommierte Sozialpsychologe Philip Zimbardo erläutert in seinem neuen Buch "Der Luzifer-Effekt", wie wir alle für die Verlockungen "der finsteren Seite" anfällig sind und die unzähligen Gründe dafür. Anhand historischer Beispiele sowie seiner eigenen bahnbrechenden Forschungen führt er detailliert aus, wie situative Kräfte und gruppendynamische Prozesse zusammenwirken können, um aus anständigen Männern und Frauen Ungeheuer werden zu lassen.





Produktinformation

  • Verlag: Spektrum Akademischer Verlag
  • 2008
  • N.- A.
  • Ausstattung/Bilder: 2008. XXIII, 504 S. m. 24 Abb.
  • Spektrum Sachbuch
  • Best.Nr. des Verlages: 12151394
  • Deutsch
  • Abmessung: 253mm x 182mm x 40mm
  • Gewicht: 1025g
  • ISBN-13: 9783827419903
  • ISBN-10: 3827419905
  • Best.Nr.: 23331925
"Dieses bedeutende und brisante Buch offenbart verstörende Wahrheiten; über physische und psychische Gewalt, über Misshandlungen und Folter, über Kriegsverbrechen und Massenmorde - und über die Menschen, die sie ausführen, anordnen, ermöglichen oder zulassen. Philip Zimbardos These: Nicht die Veranlagung bringt gute Menschen dazu, Böses zu tun, sondern die Situation, in der sie sich befinden oder in die man sie versetzt. (...) Bei aller Beklemmung, die die Lektüre dieser ungemein detailreichen Studie unweigerlich auslöst, öffnet das Buch aber auch ein Fenster der Hoffnung: So wie man Situationen schaffen kann, die Menschen zum Bösen zu verführen, so können auch Zivilcourage und heldenhaftes Verhalten durch geeignete Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Weichenstellung gefördert werden. www.literatur-report.de - Juli 2008 "Jeder Mensch ist potenziell ein Gewalttäter und in jedem von uns steckt ein Teufel; aber nicht die Veranlagung bringt den Menschen dazu, Böses zu tun, sondern die Situation, in der er sich befindet oder in die er versetzt wird, lautet Zimbardos provozierende These. Anhand historischer und aktueller Beispiele sowie eigener Forschungen zeigt der renommierte amerikanische Sozialpsychologe im Detail, wie gruppendynamische Prozesse, situative Kräfte und das soziale Umfeld zusammenwirken können, um aus anständigen Bürgern Folterknechte und Mörder zu machen. (...) Auch die Mittäterschaft politischer und militärischer Entscheidungsträger arbeitet er deutlich heraus. Eine hochbrisante Studie, die bereits viel Beachtung in den Medien gefunden hat." ekz-Informationsdienst - Januar 2009 "Ein fesselnder, gleichwohl erschreckender Blick auf unsere dunkle Seite ... Für alle, die sich fragen, wie Böses entsteht und bekämpft werden kann." emotion "Er schildert in seinem Buch detailliert, wie in beiden Fällen Machtstrukturen und Befehlsketten zu den Misshandlungen geführt haben - eine Reise in Herz und Gehirn der Finsternis." www.focus.de "In seinem Buch zeigt er (...) den Zusammenhang von Individuum, Gruppe und Kultur in der Erschaffung des Bösen. (...) Aber Zimbardo warnt auch vor Vorurteilen und Abwehrmechanismen, mit denen er, mit denen wir alle, zu tun haben." (dradio.de) "Professor Zimbardo verdient einen tief empfundenen Dank für die Freilegung und Beleuchtung der dunklen, verborgenen Ecken der menschlichen Seele. Sein Buch ist nicht immer eine ermutigende Lektüre. Doch er bestätigt, dass es zu den entscheidenden Herausforderungen der menschlichen Existenz gehört, sich selbst kennenzulernen". (Vaclav Havel) "Eine beeindruckendes Stück Forschung zur Natur des Bösen und den Systemen und Situationen, die es nähren." (Observer) "Alle Politiker und gesellschaftlichen Berichterstatter sollten dieses Buch lesen ... Keine erfreuliche Lektüre für diejenigen, die überzeugt sind, dass wir als Individuen moralisch autonom sind ... Der Luzifer-Effekt ist ein wichtiges Buch." (Sunday Times) "Das letzte Kapitel ist ein Juwel. Nahtlos zeigt Zimbardo hier, wie die gleiche Sozialpsychologie, die unsere übelsten Instinkte ausnutzt, sich so umgestalten lässt, dass sie das Beste in uns hervorbringt ... Dieses wichtige Buch sollte Pflichtlektüre nicht nur  für Sozialwissenschaftler sein, sondern auch für Politiker, Entscheidungsträger und Erzieher." (American Scientist) zahlreiche weitere Rezensionen zum englischen Original: siehe www.lucifereffect.com ein New York Times-Bestseller
Philip G. Zimbardo ist Professor für Psychologie an der Stanford University. Er hat sich vor allem mit Arbeiten aus dem Bereich der Sozialpsychologie und durch seine außergewöhnlich gute Lehre einen Namen gemacht. Zimbardo wurde mit dem Hilgard Award für seinen Beitrag zur Allgemeinen Psychologie geehrt und zum Präsidenten der American Psychological Association gewählt.

Blick ins Buch "Der Luzifer-Effekt"

Inhaltsangabe

- Vorwort

- Danksagungen

1. Die Psychologie des Bösen: Situationsbedingte Persönlichkeitsänderungen

2. Sonntag: Verhaftungen aus heiterem Himmel

3. Sonntag: Die Demütigungsrituale beginnen

4. Montag: Eine Rebellion bricht aus

5. Dienstag: Doppelter Ärger mit Besuchern und Rebellen

6. Mittwoch: Die Lage gerät außer Kontrolle

7. Die Macht der Bewährung

8. Donnerstag: Konfrontationen mit der Realität

9. Freitag: Ein finsteres Finale

10. Bedeutung und Botschaften des Stanford Prison Experiment: Die Alchemie von Persönlichkeitsänderungen

11. Das Stanford Prison Experiment: Ethik und Erweiterungen

12. Erforschung sozialer Dynamik: Macht, Konformität und Gehorsam

13. Erforschung sozialer Dynamik: Deindividuation, Entmenschlichung und das Böse durch Untätigkeit

14. Misshandlungen und Folter in Abu Ghraib: Erklärungen und persönliche Verantwortung

15. Das System wird angeklagt: Mittäterschaft der militärischen Führung

16. Widerstand gegen situative Einflüsse und Würdigung heroischen Verhaltens

- Anmerkungen

- Abbildungsverzeichnis

- Index

Kundenbewertungen zu "Der Luzifer-Effekt" von "Philip G. Zimbardo"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von sabatayn76 am 23.09.2010 ***** sehr gut
Gesunde Äpfel im schlechten Fass

Inhalt:
Philip Zimbardo erzählt sehr detailliert von seinem berühmten Stanford Prison Experiment, von der Vorbereitung, der Durchführung, den Problemen und seiner Interpretation. Seine Forschungsergebnisse setzt er schließlich in Beziehung zu Ereignissen wie dem Genozid in Ruanda und den Folterskandalen in Abu Ghraib.

Mein Eindruck:
Da ich selbst Psychologin bin und somit auf Vorwissen zurückgreifen kann, fällt mir eine Einschätzung darüber, wie viel ein Laie ohne (sozial-) psychologischen Hintergrund von Zimbardos Ausführungen verstehen kann, eher schwer. Meiner Meinung nach kann man Zimbardos Gedankengängen sehr gut folgen, denn er erklärt ausführlich und anhand von anschaulichen Beispielen, was Menschen böse macht und welche Macht die Umstände haben.

Bisweilen habe ich Zimbardos Ausführungen jedoch als zu lang und zu ausschweifend empfunden. Auch teile ich Zimbardos etwas zu vereinfachte und entwürdigende Sicht auf die Ursachen palästinensischer Selbstmordattentate nicht. Laut Zimbardo stecken dahinter böse Fundamentalisten, die fröhliche und rundum glückliche Palästinenser einer Gehirnwäsche unterziehen, damit diese sich grundlos in den Märtyrertod stürzen. Hier stellt sich Philip Zimbardo meines Erachtens selbst ein Bein: im gesamten Buch legt er Wert darauf, dass man 'Systeme berücksichtigen (muss), nicht nur Dispositionen und Situationen, wenn man komplexe Verhaltensmuster verstehen will', doch dann reduziert er ein komplexes System (Nahostkonflikt, Israel mit seiner Geschichte, Palästina mit den großen Verlusten, der Hoffnungslosigkeit, der Ungerechtigkeit) auf eine simple Erklärung. Ich möchte ihm nicht widersprechen, was die Gehirnwäsche angeht, doch finde ich, dass der Autor die politische Situation in Palästina herunterspielt und den Blick für das Elend und die Ungerechtigkeit verloren hat, die es erst ermöglichen, dass eine Gehirnwäsche durch Fundamentalisten möglich und erfolgreich ist.

Mein Resümee:
Wer sich mit der Psychologie von Gewalt, Terror und menschenverachtendem Verhalten detailliert auseinandersetzen will, kommt an Zimbardos Buch nicht vorbei.

Spannend, fundiert, überzeugend argumentiert, jedoch mit einigen Längen.

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Bewertung von Hermanns, K. aus 80995 München am 13.08.2008 ***** sehr gut
EIn interessantes Werk und schockierend zugleich.

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