"Ein kleines dreckiges Meisterwerk." -- Denis Scheck, DRUCKFRISCH<br/><br/>"Ein grandioser Thriller." -- Tobias Gohlis, DIE ZEIT<br/><br/>"160 Seiten mit Vollgas erzählt." -- Stephan Maus, STERN<br/><br/>"Jeder Satz ist ein Schlag in die Magengrube." -- Martin Schöne, 3sat KULTURZEIT<br/><br/>"Vieles an diesem Roman ist schlicht perfekt." -- Sven Boedecker, SONNTAGSZEITUNG
 | Besprechung |
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(c) bunkverlag
Jeder muss sterben. Und dass der Tod oft mit Verfall, Krankheit und großem Elend verbunden ist, wird gerne verdrängt. James Sallis führt uns zu Menschen, die damit auf ganz unterschiedliche Weise konfrontiert werden. Da ist der todkranke Killer Christian, ein Mordopfer, das schwer verletzt überlebt, ein allein lebender Junge, der sich durch Internetgeschäfte finanziert, und da sind die desillusionierten Polizisten Sayles und Grave. Sallis skizziert seine Charaktere nur grob und läßt die verschiedenen Handlungsstränge abrupt beginnen und enden. Nicht alles wird erklärt oder ist nachvollziehbar. ÈDer Killer stirbtÇ ist mehr als nur ein Noir-Thriller. Sallis ergründet hier das Essenzielle des Genres: den Kampf gegen Verlust und Schmerzen. Und zeigt uns die Erkenntnis, dass es trotz Einsamkeit im Körper und der Einsamkeit im Tod eine tiefere Verbundenheit unter den Menschen gibt. Das ist verstörend, aber auch meisterhaft melancholisch erzählt. (nh)
Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension
Ein Krimi? Gewiss. Aber vor allem ein "hochliterarisches" Buch, meint Rezensentin Sylvia Staude. James Sallis erzählt die Geschichte eines todkranken Profikillers aus drei Perspektiven: des Killers, des Cops und eines kleinen Jungen, den gräßliche Alpträume plagen, die eigentlich die des Vietnamkriegsveteranen sind, der jetzt als Auftragsmörder arbeitet. Geradezu filmisch erzählt ist das, meint Staude, pointillistisch und sehr melancholisch.
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 | Besprechung von 12.06.2011 |
Literatur Muss man ihn überhaupt noch empfehlen? Ja, man muss, ganz dringend, denn der Literaturbetrieb ist einfach zu träge, um ihn mal ernsthaft zur Kenntnis zu nehmen. Obwohl der Amerikaner James Sallis, 67, Kriminalromane schreibt, die mit der Spießervorstellung vom "Krimi" nichts zu tun haben. "Der Killer stirbt" (Liebeskind, 256 S., 18,90 Euro) ist auch wieder eines dieser Bücher, die durch ihre Lakonie, ihren Sound, ihre Rückblenden und Reflexionen überzeugen. Ein todkranker Auftragsmörder verpasst seinen letzten Auftrag, ein müder Polizist jagt den Mann, der dem Killer zuvorkam, aber es geht gar nicht so sehr um Action, Plot und Lösung, sondern um Einsamkeit, Vergangenheit und innere Auflösung. Ein Buch, das hart ist, schnell, grausam - und weise.
pek
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James Sallis wurde 1944 in Arkansas geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Er studierte Literaturwissenschaften in New Orleans und arbeitete anschließend als Lektor und Drehbuchautor. Er übersetzte Raymond Queneau und Puschkin ins Englische und veröffentlichte eine Biographie von Chester Himes. Seine Kriminalromane wurden mehrfach für Literaturpreise nominiert. James Sallis lebt in Phoenix, Arizona.
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