Der Kapitelsvikar des Erzbistums Breslau Gerhard Schaffran und das Erzbischöfliche Amt Görlitz (1963-1972)
Dieser Band liefert liefert einen wichtigen Beitrag zur Geschichte
des früheren deutschen Erzbistums Breslau nach 1945. Denn nach dem
Tod von Adolf Kardinal Bertram wählte das Breslauer Domkapitel
einen Kapitelsvikar als Verwalter der Diözese. Auf Ferdinand
Piontek als ersten Kapitelsvikar folgte 1963 bis 1972 Gerhard
Schaffran als zweiter Kapitelsvikar. Schaffran, seit 1963 bereits
Weihbischof in Görlitz und von 1970 bis 1972 auch schon Bischof von
Meißen, wird hier in erster Linie in seinem Wirken als Kapi
telsvikar des Erzbistums Breslau im Rahmen des Erzbischöflichen
Amtes Görlitz dargestellt. Näherhin beleuchtet wird sein Verhältnis
zu Ordinariat und Domkapitel, sein Engagement in der Seelsorge bei
Wallfahrten und in der Ökumene, sein Umgang mit Priestern und
Laien. Der Blick auf die spezifischen Verhält nisse der Kirche der
ehemaligen DDR zur Zeit des Vaticanum II und unmittelbar danach
macht dieses Buch besonders lesens wert, zumal der Verfasser Konrad
Hartelt zeitweise Sekretär Schaffrans war.