Der Islam - Küng, Hans

Hans Küng 

Der Islam

Geschichte, Gegenwart, Zukunft

Buch mit Leinen-Einband
 
Führen wir nicht mehr
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Der Islam

Seit über zwei Jahrzehnten sind die Weltreligionen zentrales Thema von Hans Küng. Mit seinen weltweit einflußreichen Büchern hat er Pionierarbeit für einen Dialog der Kulturen geleistet. In seinem neuen großen Werk bietet der Autor eine profunde Gesamtdarstellung des Islam: Er beschreibt die Paradigmenwechsel im Lauf seiner 1400jährigen Geschichte, zeichnet die unterschiedlichen Strömungen nach und sichtet die Positionen des Islam zu den drängenden Fragen der Gegenwart. Eine umfassende Analyse derpolitischen, kulturellen und religiösen Bedeutung der zahlenmäßig größten Weltreligion neben dem Christentum, wie sie unter den Theologen unserer Zeit nur Hans Küng schreiben kann. Dieses Buch zeigt: Ohne einen Dialog mit dem Islam wird es weder einendauerhaften Weltfrieden noch ein konfliktfreies Miteinander mit den Muslimen in Europa geben. Wer die heutige Welt verstehen will, sollte Grundkenntnisse über den Islam besitzen.


Produktinformation

  • Verlag: PIPER
  • 2004
  • Ausstattung/Bilder: 2004. 891 S.
  • Seitenzahl: 891
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 142mm x 46mm
  • Gewicht: 1008g
  • ISBN-13: 9783492046473
  • ISBN-10: 3492046479
  • Best.Nr.: 12731843

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Tilman Nagel zeigt sich bei seiner Kritik des Buches über den Islam von Hans Küng nicht recht einverstanden mit den Positionen, die der Autor, katholischer Theologe, dort vertritt. Zunächst bemerkt der Rezensent einen ihm nicht besonders angenehmen "erzieherischen" Ton, mit dem Küng dem wohl vornehmlich nichtmuslimischen Leser seine "Auffassungen einschärfen will". Der Autor hat "gewaltige" Mengen an Literatur in seinem Buch verarbeitet und weiß sie auch "souverän" zu organisieren, erkennt der Rezensent an. Was seinen Widerspruch hervorruft ist die Tatsache, dass Küng den "absoluten Wahrheitsanspruch" des Islam nicht in Frage stellt, während er den anderen Weltreligionen die "Relativierung des eigenen Wahrheitsanspruchs" im Dienst eines "Weltethos" durchaus abverlangt. Hier beklagt er einen "blinden Fleck" in der Argumentation des Autors. Zudem kritisiert der Rezensent, dass der Autor sich nicht mit der Frage beschäftigt, warum sich der Islam trotz der propagierten "Kultur der Gewaltlosigkeit" offenbar so einfach für "politische Ziele einspannen" lässt, die Gewalt als probates Mittel akzeptieren. Hier zeigt sich der Rezensent offen enttäuscht, dass der Autor solchen schwierigen Fragestellungen in seinem Buch aus dem Weg geht.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.11.2004

Friedenswasser in die Worte des Propheten
Kein Dialogangebot: Hans Küngs Islam-Buch

Vor zehn Jahren erschien im Piper Verlag, München, ein Buch mit dem Titel "Islam", die Autoren waren die Tübinger Professoren für Ökonomische Theologie, Hans Küng, sowie für Orientalistik, Josef van Ess. Van Ess stellte in dem Buch in vier Kapiteln den Islam vor, Küng gab auf diese islamischen Perspektiven jeweils eine christliche Antwort. Diese Darstellung des Islam durch den Orientalisten van Ess ist heute noch meisterlich zu nennen, die Antworten des Theologen waren etwas befremdlich. Er forderte zum Beispiel, daß die Christen Muhammad als Propheten anerkennen sollten und die Muslime Jesus als die Offenbarung Gottes. Das zweihundert Seiten umfassende Buch hatte keine Anmerkungen, man verstand es als einen Versuch eines islamisch-christlichen Dialogs - wenn auch ohne Muslime.

Heute meint Küng, die Orientalisten nicht mehr zu benötigen, und schreibt selbst eine knapp neunhundertseitige Scharteke (mit fast einhundert Seiten gelehrter Anmerkungen) über die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft des Islam. Küng tut das nicht, um der deutschen …

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»Das Buch besticht durch seine Klarheit und trotz des Umfangs durch seine gute Lesbarkeit.« Der Spiegel
Hans Küng, geboren 1928 in Sursee/Schweiz, studierte an der Päpstlichen Universität in Rom Philosophie und Theologie, nahm als Experte am Zweiten Vatikanischen Konzil teil, ist katholischer Priester und Professor emeritus für Ökumenische Theologie an der Universität Tübingen und Präsident der Stiftung Weltethos. Ihm wurde 1979 - wegen kritischer Äußerungen - vom Papst die kirchliche Lehrbefugnis entzogen. 2012 wurde Hans Küng mit dem italienischen "Nonino-Kulturpreis" ausgezeichnet.

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