Der heilige Eddy - Arjouni, Jakob

Jakob Arjouni 

Der heilige Eddy

Roman

Broschiertes Buch
 
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**** ausgezeichnet
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Der heilige Eddy

>Der heilige Eddy< handelt vom mysteriösen Verschwinden eines Berliner Großunternehmers und High-Society-Stars, von Klatschjournalisten, einer Stadt außer Rand und Band, einem Volkshelden wider Willen - und vom wunderbarsten Duft der Welt.


Produktinformation

  • Verlag: Diogenes
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 245 S.
  • Seitenzahl: 245
  • detebe Diogenes Taschenbücher Nr.24017
  • Deutsch
  • Abmessung: 181mm x 114mm x 17mm
  • Gewicht: 218g
  • ISBN-13: 9783257240177
  • ISBN-10: 3257240171
  • Best.Nr.: 27957078
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Gesellschaftssatiren sind riskant, weil der Irrsinn in der Realität meist schneller ist, als ein Buch veröffentlicht werden kann. Mit seiner Screwball-Krimikomödie "Der heilige Eddy" wagt sich Jakob Arjouni trotzdem nach Berlin, um die Hauptstadtbefindlichkeiten zu sezieren. Neuer Held des Kayankaya-Autors ist Eddy Stein. Der hat sich im linksalternativen Kreuzberg eine Klischeeidentität aufgebaut, während er in den Bonzenvierteln ausgeklüngelte Trickbetrügereien startet und sich so sein Musikerdasein finanziert. Doch bei einem Handgemenge im Hausflur seiner Altbauwohnung tötet er aus Versehen Berlins meistgehassten Prominenten: den Großkapitalisten Horst König, der als Käufer der Tempelhofer Deo-Werke zunächst als Retter gefeiert wurde, nach der angekündigten Schließung aber als Vernichter von 8000 Arbeitsplätzen in den Schlagzeilen ist. Um seine Tarnung nicht auffliegen zu lassen, muss Eddy die Leiche verschwinden lassen. Als das gelingt, hören die Schwierigkeiten trotzdem nicht auf, denn der vermeintliche Mord an König wird zum Großereignis, und die Boulevardmedien feiern den unbekannten Mörder als Volkshelden. Mit Situationskomik und pointierten Dialogen reiht Arjouni aberwitzige Szenen, und weil Spekulant König eine wunderschöne und querulante Tochter hat, weiß er auch noch eine anrührende Liebesgeschichte zu erzählen. Vor allem aber ist Arjouni dem Hauptstadtirrsinn immer noch um etliche Wochen voraus. (cs)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.06.2009

Literatur IV Die Bücher von Jakob Arjouni lesen sich ja schon seit einer ganzen Weile so, als ob er einfach keine Lust mehr hätte zum Schreiben. "Der heilige Eddy" (Diogenes, 18,90 Euro) setzt diese Entwicklung konsequent fort.

vw

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 10.03.2009

Der König und die Hütchenspieler
Rasant und tricksicher wie ein Taschendieb: Jakob Arjouni erzählt in „Der heilige Eddy” aus dem Gaunermilieu Berlins zwischen Szenekultur und Raubtierkapitalismus
Eddy ist ein Feinmechaniker unter den Dieben, ein Kunsthandwerker, vielleicht sogar ein Künstler. Das fängt schon bei der Befolgung der Binsenweisheit an, im eigenen Kiez nie was zu drehen. Was passt zu Kreuzberg 61? Eddy Stein gibt sich als leicht spießiger Straßenmusiker, der mit Kollege Arkadi zusammen als Lover’s Rock Touristinnen zur besonderen Berlin-Erfahrung verhilft. Sachen wie mit Deger- oder Dregerlein, mit dem Eddy nach Minuten gut befreundet ist, dem er schmeichelnd dann den teuren Mantel auszieht, um die dick gefüllte Brieftasche zu ersetzen, organisiert er lieber am Berliner Hauptbahnhof, der Neulinge schon durch seine Treppenkunst verwirrt.
Aber nicht nur Eddy ist ein Könner. Wie Jakob Arjouni die ersten, knapp dreißig Seiten seines neuen Romans zelebriert, auf denen sich Schlange Eddy um Deger- oder Dregerlein herum bewegt, bis der Biss erfolgen kann, das hat Klasse. Überzeugend argumentiert Eddy für diesen oder jenen Trick und agiert …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Zumindest aus Sicht der Gesellschaftssatire kann Rezensent Ijoma Mangold die neue Berliner Machtkonzentration begrüßen, auch wenn er die multipolare Humorordnung der alten Bundesrepublik durchaus zu schätzen wusste: Doch mit den Aufsteigern und Karrieristen kamen auch die Blender und Hochstapler nach Berlin, und zusammen liefern sie einen reichen Quell, aus dem ein Autor wie Jakob Arjouni für seine menschliche Komödie weidlich schöpfen kann. Im Mittelpunkt steht, der Titel lässt es ahnen, Eddy, der durchaus einiges auf dem Kerbholz hat, am Tod des recht unbeliebten Neuköllner Imbissbuden Millionärs ist er allerdings eher unschuldig. Was Mangold den Roman zu einer großen Freude machte, waren Arjounis "intelligente Komik" und sein Talent, "Leichtigkeit, Witz und soziologische Schärfe zusammenzuführen".

© Perlentaucher Medien GmbH
Jakob Arjouni, geboren 1964 in Frankfurt am Main, studierte und jobbte nach dem Abitur einige Jahre in Südfrankreich und lebte dann in Berlin. Er veröffentlichte Romane, Theaterstücke, Erzählungen und Hörspiele. Für "Ein Mann, ein Mord" erhielt Jakob Arjouni 1992 den Deutschen Krimi-Preis. Derzeit lebt er vorwiegend in Südfrankreich.

Kundenbewertungen zu "Der heilige Eddy" von "Jakob Arjouni"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(1)
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Bewertung von Klaus aus Duisburg am 09.12.2009 ***** sehr gut
Ein phantastisches Buch, so richtig geschaffen für die Feierabendzeit. Mit Witz, Humor und einer brillianten Ausdrucksweise versteht es der Autor den Leser zu begeistern.
l

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Bewertung von Schröder, Silke, Hallo-buch.de aus Hannover am 23.01.2009 ***** ausgezeichnet
Jakob Arjouni ist eine witzig-mitreißende Story aus dem Herzen Berlins gelungen. Mit viel Hingabe beschreibt der Autor nicht nur seine neue Wahlheimat, sondern auch seine Hautfigur, mit dem ihm eine echte Berliner Originaltype gelungen ist. Mit großer Klappe und viel Herz unter rauer Schale schlittert Eddy von einer skurrilen Situation in die nächste - der tempo- und pointenreiche Roman erinnert schon fast an den Witz der klassischen Screwball-Komödien aus den 1930er und 40er Jahren. Schwungvoll, amüsant und äußerst lesenswert.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Buch mit Leinen-Einband

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