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Der heilige Eddy
Roman
- Einband: Buchleinen
- Buch mit Leinen-Einband
Produktinformation
- Verlag: Diogenes
- 2009
- Ausstattung/Bilder: 2009. 245 S.
- Seitenzahl: 245
- Deutsch
- Abmessung: 19 cm
- Gewicht: 282g
- ISBN-13: 9783257066852
- ISBN-10: 3257066856
- Best.Nr.: 23879278
Produktbeschreibung zu "Der heilige Eddy"
Beschreibung
07.06.2009
Literatur IV Die Bücher von Jakob Arjouni lesen sich ja schon seit
einer ganzen Weile so, als ob er einfach keine Lust mehr hätte zum
Schreiben. "Der heilige Eddy" (Diogenes, 18,90 Euro)
setzt diese Entwicklung konsequent fort.
vw
Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
10.03.2009
Der König und die Hütchenspieler
Rasant und tricksicher wie ein Taschendieb: Jakob Arjouni erzählt in „Der heilige Eddy” aus dem Gaunermilieu Berlins zwischen Szenekultur und Raubtierkapitalismus
Eddy ist ein Feinmechaniker unter den Dieben, ein Kunsthandwerker, vielleicht sogar ein Künstler. Das fängt schon bei der Befolgung der Binsenweisheit an, im eigenen Kiez nie was zu drehen. Was passt zu Kreuzberg 61? Eddy Stein gibt sich als leicht spießiger Straßenmusiker, der mit Kollege Arkadi zusammen als Lover’s Rock Touristinnen zur besonderen Berlin-Erfahrung verhilft. Sachen wie mit Deger- oder Dregerlein, mit dem Eddy nach Minuten gut befreundet ist, dem er schmeichelnd dann den teuren Mantel auszieht, um die dick gefüllte Brieftasche zu ersetzen, organisiert er lieber am Berliner Hauptbahnhof, der Neulinge schon durch seine Treppenkunst verwirrt.
Aber nicht nur Eddy ist ein Könner. Wie Jakob Arjouni die ersten, knapp dreißig Seiten seines neuen Romans zelebriert, auf denen sich Schlange Eddy um Deger- oder Dregerlein herum bewegt, bis der Biss erfolgen kann, das hat Klasse. Überzeugend argumentiert Eddy für diesen oder jenen Trick und …
Kundenbewertungen zu "Der heilige Eddy" von "Jakob Arjouni"
Bewertung von Klaus aus Duisburg am 09.12.2009
l
Bewertung von Schröder, Silke, Hallo-buch.de aus Hannover am 23.01.2009
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25.06.2009
Zumindest aus Sicht der Gesellschaftssatire kann Rezensent Ijoma
Mangold die neue Berliner Machtkonzentration begrüßen, auch wenn er
die multipolare Humorordnung der alten Bundesrepublik durchaus zu
schätzen wusste: Doch mit den Aufsteigern und Karrieristen kamen
auch die Blender und Hochstapler nach Berlin, und zusammen liefern
sie einen reichen Quell, aus dem ein Autor wie Jakob Arjouni für
seine menschliche Komödie weidlich schöpfen kann. Im Mittelpunkt
steht, der Titel lässt es ahnen, Eddy, der durchaus einiges auf dem
Kerbholz hat, am Tod des recht unbeliebten Neuköllner Imbissbuden
Millionärs ist er allerdings eher unschuldig. Was Mangold den Roman
zu einer großen Freude machte, waren Arjounis "intelligente
Komik" und sein Talent, "Leichtigkeit, Witz und
soziologische Schärfe zusammenzuführen".
© Perlentaucher Medien GmbH

Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Gesellschaftssatiren sind riskant, weil der Irrsinn in der Realität meist schneller ist, als ein Buch veröffentlicht werden kann. Mit seiner Screwball-Krimikomödie "Der heilige Eddy" wagt sich Jakob Arjouni trotzdem nach Berlin, um die Hauptstadtbefindlichkeiten zu sezieren. Neuer Held des Kayankaya-Autors ist Eddy Stein. Der hat sich im linksalternativen Kreuzberg eine Klischeeidentität aufgebaut, während er in den Bonzenvierteln ausgeklüngelte Trickbetrügereien startet und sich so sein Musikerdasein finanziert. Doch bei einem Handgemenge im Hausflur seiner Altbauwohnung tötet er aus Versehen Berlins meistgehassten Prominenten: den Großkapitalisten Horst König, der als Käufer der Tempelhofer Deo-Werke zunächst als Retter gefeiert wurde, nach der angekündigten Schließung aber als Vernichter von 8000 Arbeitsplätzen in den Schlagzeilen ist. Um seine Tarnung nicht auffliegen zu lassen, muss Eddy die Leiche verschwinden lassen. Als das gelingt, hören die Schwierigkeiten trotzdem nicht auf, denn der vermeintliche Mord an König wird zum Großereignis, und die Boulevardmedien feiern den unbekannten Mörder als Volkshelden. Mit Situationskomik und pointierten Dialogen reiht Arjouni aberwitzige Szenen, und weil Spekulant König eine wunderschöne und querulante Tochter hat, weiß er auch noch eine anrührende Liebesgeschichte zu erzählen. Vor allem aber ist Arjouni dem Hauptstadtirrsinn immer noch um etliche Wochen voraus. (cs)
Autorenporträt zu "Jakob Arjouni"
Jakob Arjouni, geboren 1964 in Frankfurt am Main, studierte und jobbte nach dem Abitur einige Jahre in Südfrankreich und lebte dann in Berlin. Er veröffentlichte Romane, Theaterstücke, Erzählungen und Hörspiele. Für "Ein Mann, ein Mord" erhielt Jakob Arjouni 1992 den Deutschen Krimi-Preis. Derzeit lebt er vorwiegend in Südfrankreich.
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