Der große Meaulnes - Alain-Fournier, Henri

Henri Alain-Fournier 

Der große Meaulnes

Roman. Aus d. Französ. v. Christina Viragh. Nachw. v. Hanno Helbling

Übersetzer: Viragh, Christina
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Der große Meaulnes

Der Roman erzählt von der Kameradschaft zwischen Augustin Meaulnes und Francois Seurel und einer romantischen Liebe zwischen Meaulnes und Yvonne de Galais. Augustin Meaulnes verändert Seurels Leben schlagartig. Bewegung wird hineingetragen: es beginnen die im Widerspiel von kindlicher Traumwelt und Alltagswirklichkeit stehenden Abenteuer der suchenden Seele nach dem Glück. Alain­Fournier (1886-1914), Halbpseudonym von Henri­Alban Fournier, verbrachte seine Jugend als Sohn eines Lehrerehepaares in der mittelfranzösischen Provinz. Die Ausbildung an der Schiffahrtsschule in Brest brach er ab, um sich am Gymnasium Lakanal in Paris für die Aufnahmeprüfung der "Ecole Normale Superieure" vorzubereiten, die er aber nicht bestand. Zu jener Zeit, noch in der Schuluniform des Gymnasiasten, begegnete er einem jungen Mädchen, mit dem er kaum ein paar Worte gewechselt hatte und das er danach nur noch einmal sah. Aber diese für ihn unvergeßliche Frauenfigur ging als Yvonne in die Weltliteratur ein; sie steht im Zentrum von "Der große Meaulnes". Nach einem kürzeren Londonaufenthalt, wo er sich für Stevenson, Hardy und die Präraffaeliten begeisterte, arbeitete er als Literaturkritiker für die von seinem Schulfreund und Schwager Jacques Rivie're herausgegebene "Nouvelle Revue Francaise"; er schloß Bekanntschaft mit Gide, Charles Peguy und Paul Claudel. 1913 veröffentlichte er den vorliegenden Roman, ein weiterer blieb Fragment. Postum erschienen einige Gedichte und Erzählungen. Alain­Fournier starb bei Verdun. Er wurde am Abend des 22. September 1914 vermißt. Nach Berichten von Kameraden war er im Wald bei Saint­Remy gefallen.

"Der große Meaulnes" erzählt - zwischen Wirklichkeit und Traum schwebend - von einer Jugendfreundschaft und einer Jugendliebe. Es ist die wehmutsvolle Geschichte eines jungen Mannes auf der Suche nach dem verlorenen Paradies der Kindheit.
François Seurel findet in dem 17-jährigen Augustin Meaulnes den lang ersehnten Freund. Doch bald verschwindet Augustin spurlos und kehrt erst nach Tagen zurück. Seine wundersamen Erlebnisse berichtet er François: Nach einer Irrfahrt mit einer Kutsche findet sich Augustin in einem geheimnisvollen Schloss wieder, wo eine Hochzeit gefeiert werden soll. Doch der junge Schlossherr Frantz de Galais wartet vergebens auf seine Braut Valentine. Bevor das Fest abgebrochen wird, lernt Augustin Yvonne, die Schwester des Bräutigams, kennen und verliebt sich in sie. Nach Hause zurückgekehrt, kann er sich nicht mehr an den Weg zum Schloss erinnern. Vergeblich suchen Augustin und François den mysteriösen Ort, den sie "das verlorene Land" nennen.
Eines Tages begegnen Augustin und François zufällig Frantz, der immer noch seine Braut sucht. Aber er kann Augustin sagen, wo sich Yvonne aufhält. Im Gegenzug muss er versprechen, Frantz bei der Suche nach Valentine zu helfen, wenn dieser es verlangt. Als er Yvonne findet, erkennt er, dass sein Traum Realität war. Obgleich des mythischen Zaubers der ersten Begegnung beraubt, heiratet Augustin Yvonne. In der Hochzeitsnacht muss er jedoch sein Versprechen, das er Frantz gegeben hatte, einlösen...
Alain-Fournier bereitete mit "Der große Meaulnes" den Weg für den modernen, psychologischen Roman. Der fließende Wechsel zwischen Wirklichkeit und Traum, Realität und Irrealität, Erdachtem und Erlebtem, entstanden aus der Sehnsucht nach Liebe, Glück und Geborgenheit, führt den Leser in eine Welt voller Symbole und Bilder, eine Welt des kindlichen Staunens.


Produktinformation

  • Verlag: Manesse
  • 1997
  • 1997.
  • Ausstattung/Bilder: 339 S.
  • Seitenzahl: 342
  • Manesse Bibliothek der Weltliteratur
  • Deutsch
  • Abmessung: 155mm x 90mm x 18mm
  • Gewicht: 180g
  • ISBN-13: 9783717518983
  • ISBN-10: 3717518984
  • Best.Nr.: 06841450
Alain Fournier (1886-1914), Halbpseudonym von Henri Alban Fournier, verbrachte seine Jugend als Sohn eines Lehrerehepaares in der mittelfranzösischen Provinz. Die Ausbildung an der Schiffahrtsschule in Brest brach er ab, um sich am Gymnasium Lakanal in Paris für die Aufnahmeprüfung der 'Ecole Normale Superieure' vorzubereiten, die er aber nicht bestand. Nach einem kürzeren Londonaufenthalt, wo er sich für Stevenson, Hardy und die Präraffaeliten begeisterte, arbeitete er als Literaturkritiker für die von seinem Schulfreund und Schwager Jacques Riviere herausgegebene 'Nouvelle Revue Francaise'; er schlossBekanntschaft mit Gide, Charles Peguy und Paul Claudel.
1913 veröffentlichte er den "Großen Meaulnes", ein weiterer Roman blieb Fragment. Postum erschienen einige Gedichte und Erzählungen. Alain Fournier starb bei Verdun. Er wurde am Abend des 22. September 1914 vermißt. Nach Berichten von Kameraden war er im Wald bei Saint Remy gefallen.

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