Der gestohlene Abend - Fleischhauer, Wolfram

Wolfram Fleischhauer 

Der gestohlene Abend

Roman

Gebundenes Buch
 
2 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
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Produktbeschreibung zu Der gestohlene Abend

Es ist eine Liebe gegen jede Vernunft und Matthias muss sich ent-scheiden zwischen der undurchschaubaren Janine und dem über-mächtigen Wunsch, hinter das Geheimnis von Professor de Vander zu kommen: »Der gestohlene Abend« Wolfram Fleischhauers mitreißender Roman erzählt von Liebe und Verantwortung, Rivalität und Wahrheit.

Der Pool des Colleges lag im hellen Licht des frühen Morgens. Noch waren sie die Einzigen. Matthias stand bis zur Brust im Wasser und umfasste Janines Taille. Ihr Badeanzug streifte seinen Oberschenkel, als er ihr erklärte, wie man eine Rollwende macht. Natürlich durfte er sich keinen Illusionen hingeben, Janine war mit David zusammen. Eigentlich hatte Matthias sich an der renommierten Hillcrest-Universität eingeschrieben, um etwas über Literatur zu erfahren, um die neuen spektakulären Thesen Professor de Vanders kennenzulernen. Während Matthias noch mit seiner Situation hadert, ist es ausgerechnet David, sein großer Rivale, der ihm die Augen öffnet über die erschütternde Wahrheit hinter de Vanders Thesen.

Produktinformation


  • Verlag: Piper
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 363 S.
  • Seitenzahl: 363
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 135mm x 34mm
  • Gewicht: 534g
  • ISBN-13: 9783492048477
  • ISBN-10: 3492048471
  • Best.Nr.: 23799778
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 26.01.2009

Unter Gurus und Gaststudenten

Wolfram Fleischhauers neues Buch ist Campus- und Kriminalroman in einem. Außerdem setzt der Autor seiner akademischen Lehrerin Ruth Klüger ein literarisches Denkmal.

Seit vielen Jahren hat Wolfram Fleischhauer eine große Fangemeinde, die seine historischen Thriller verschlingt. Ob es um Geheimgesellschaften des achtzehnten Jahrhunderts geht, um esoterische Zirkel der Weimarer Republik oder die Schrecken der gerade entdeckten HIV-Epidemie in den achtziger Jahren - stets hat es der 1961 geborene Autor verstanden, einen breiten Leserkreis für seine Romane zu interessieren, die symbolschwere Titel wie "Die Frau mit den Regenhänden" (1999) oder "Schule der Lügen" (2006) tragen. Im Internet haben sich in den vergangenen Jahren mehrere Lesezirkel zusammengefunden, die Fleischhauers Romane kapitelweise lesen und gemeinsam über den Fortgang der Handlung rätseln, freundlich unterstützt durch Kommentare des solcher Aufmerksamkeit zugänglichen Autors.

Ob dieselben Leser nun aber auch Freude an Abhandlungen über die postmoderne Literaturtheorie haben und ob sie spitzfindigen Debatten über Kleists Erzählungen und …

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Sabine Doering spürt den besonderen Reizen des neuen Romans von Wolfram Fleischhauer nach. Nicht ganz sicher, ob das mit gelehrten Verweisen aus der Welt der Literaturwissenschaft gespickte, jedoch reißerisch aufgemachte Buch den theoriefesten Leser auch erreichen wird, folgt sie dem autobiografisch grundierten Text und gibt wertvolle Hinweise auf die geschickte Vermengung von Fiktion und Fakten in diesem Buch. Dass der Rezensentin die erotische Dreiecksgeschichte aus dem Akademikermilieu berechenbar erscheint, macht Sinn. Für Doering steckt der Reiz des Romans eher in den intellektuellen Verwicklungen um die von Fleischhauer nur geringfügig maskierte Figur des umstrittenen Literaturtheoretikers Paul de Mans. Das größte Plus der Story erkennt Doering darin, dass der Autor keine vorschnellen Urteile fällt, sondern "geschmeidig" Spannung erzeugt und ein "raffiniertes intertextuelles Spiel" inszeniert.

© Perlentaucher Medien GmbH

kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Es sollte ein unvergessliches Jahr werden. 1987 verbringt der deutsche Literaturstudent Matthias sein Auslandsjahr an der US-Uni Hillcrest. Seine Freude über die neue Umgebung wird getrübt, als ihm trotz erstklassiger Referenzen die Türen des elitären Instituts INAT verwehrt bleiben. Ein anderes Problem nagt noch tiefer: die Affäre mit der schönen, leider vergebenen Janine. Deren Freund David, Vorzeigestudent des INAT, rebelliert unerwartet gegen seine Professoren. Als Matthias von David zu einem gemeinsamen Ausflug überredet wird, gerät die Beziehung zwischen Janine und Matthias ins Wanken. Aus dem Uniroman entwickelt sich ein spannender Kulturkrimi über fragwürdige Hochschulpolitik und eine ungewöhnliche Dreiecksbeziehung. Autor Wolfram Fleischhauer, Spezialist für historische Krimis, verknüpft die Handlung mit detaillierten literaturwissenschaftlichen Verweisen und typisch akademischem Jargon. Das passt zwar zum renommierten Hillcrest, strapaziert den Leser aber oft unnötig. (swm)

»Ein spannender, vielschichtiger Campusroman voller literarischer Bezüge, der neben der Krimihandlung auch mit philosophischen Denkfiguren jongliert.« Stuttgarter Nachrichten »Wolfram Fleischhauer gelingt in jedem Buch der Spagat zwischen Spannung und ambitioniertem Wissenschaftsroman.« Bücher »Endlich eine Universitätsgeschichte, die gänzlich ohne das Klischee des schrulligen Professors auskommt.« Stuttgarter Nachrichten »Fleischhauer schreibt elegant, er liebt seine Protagonisten, und er versteht es hervorragend, eine dichte Atmosphäre zu erzeugen.« Landeszeitung Das Magazin

»Ein spannender, vielschichtiger Campusroman voller literarischer Bezüge, der neben der Krimihandlung auch mit philosophischen Denkfiguren jongliert ... Endlich eine Universitätsgeschichte, die gänzlich ohne das Klischee des schrulligen Professors auskommt.« Stuttgarter Nachrichten . »Wolfram Fleischhauer gelingt in jedem Buch der Spagat zwischen Spannung und ambitioniertem Wissenschaftsroman.« Bücher . »Fleischhauer schreibt elegant, er liebt seine Protagonisten, und er versteht es hervorragend, eine dichte Atmosphäre zu erzeugen.« Landeszeitung - Das Magazin
Wolfram Fleischhauer, geboren 1961 in Karlsruhe, studierte Literatur in Deutschland, Frankreich, den USA und Spanien. Für seine Tätigkeit als Konferenzdolmetscher pendelt er zwischen Brüssel und Berlin, wo er mit seiner Frau und seinem Sohn lebt. Wolfram Fleischhauer gehört zu den wenigen deutschen Autoren, die auch international erfolgreich sind.

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Kundenbewertungen zu "Der gestohlene Abend" von "Wolfram Fleischhauer"

Durchschnittliche Kundenbewertung 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet
(aus 2 Bewertungen)

Bewertung von Mia am 11.11.2009 ***** sehr gut
Der Titel und vor allem auch das Cover haben mich nicht besonders angesprochen, aber da ich von W. Fleischhauer bis jetzt nie enttäuscht wurden bin, wollte ich es trotzdem lesen und bin sehr positiv überrascht.
Die anfangs etwas schleppende Handlung steigt dann doch rasch immer mehr an.
Wie gewohnt schafft der Autor es, in seine Handlung geschichtliches mit einzuweben, ohne belehrende Schulbuchstimmung zu erzeugen.
Hinzu kommen in diesem Buch viele literarische Anspielung, bei denen man sich besonders errfeut, an denen man sich in voller Gänze erfreuen kann, wenn man das Werk, auf das sich die Anspielung bezieht, selber gelesen hat!

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiertes Buch

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Bewertung von König am 30.10.2008 ***** ausgezeichnet
Matthias kommt als Stipendiat der Literaturwissenschaft an die renommierte Universität Hilcrest. Dort verliebt er sich in seine Kommilitonin Janine und spannt sie ihrem Freund David aus. Dabei gerät Matthias in eine gefährliche Dreiecksbeziehung, denn er liebt beide: Janine auf erotische Weise und den hochintelligenten David wegen seines Intellekts.
Fleischhauer webt eine düstere Atmosphäre von Denunziation und dunkler Vergangenheit, demontiert die einzelnen Schichten eines Charakters und zeigt die zwiebelhaft-vielschichtigen Facetten einer Identität. Unbedingt lesenswert.

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