Der Freund, der keiner war - Wetering, Janwillem van de

Janwillem van de Wetering 

Der Freund, der keiner war

Kriminalnovelle

Dtsch. v. Klaus Schomburg
Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Der Freund, der keiner war

Mord verjährt nie

Der Bankierssohn Johan und sein Freund Henri wachsen zusammen im Rotterdam der dreißiger Jahre auf. Als die Nationalsozialisten die Niederlande besetzen, wird Henri zum Kollaborateur. Johan hingegen hält zu den jüdischen Freunden der Familie. Eines Tages kommt es zu einem Unglück mit tödlichem Ausgang, und Johan muss sich fragen, wie groß seine Schuld am Tod Henris ist.

Produktinformation


  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 92 S.
  • Seitenzahl: 92
  • rororo Taschenbücher Nr.24797
  • Deutsch
  • Abmessung: 19 cm
  • Gewicht: 96g
  • ISBN-13: 9783499247972
  • ISBN-10: 3499247976
  • Best.Nr.: 23845197
Geboren am 12.02.1931 in Rotterdam als Sohn eines wohlhabenden Gewürzkaufmanns.

1952-1957 lebte er in Südafrika, wo er Chemikalienhändler und Immobilienmakler und Mitglied einer Motorradgang war. 1958 studierte er kurze Zeit Philosophie im City College of London und schrieb im Fischerdorf St. Ives, Cornwall, einen ersten "langatmigen und unlesbaren Roman" (van de Wetering). Im selben Jahr ging er für 18 Monate in das zen-buddhistische Kloster Daitoku-ji in Kyoto (Japan), wo er sich unter der Leitung des Zen-Meisters Oda Sesso der Zen-Lehre und Meditation widmete. Ab 1960 arbeitete er wieder als Großhändler in Kolumbien und Peru, später mit seiner zweiten Frau Juanita, die er in Kolumbien kennengelernt hatte, in Australien. 1966 kehrte er nach Amsterdam zurück, wo er die Firma seines Vaters übernahm., setzte seine Zen-Studien fort und war eine bekannte Kontaktadresse für Zen-Adepten. In seiner Freizeit arbeitete er sieben Jahre lang abends und an den Wochenenden als Aushilfspolizist, wobei er die Prüfungen zum Seargent und Lieutenant ablegte. In Amerika setzte er bei dem bekannten Zen-Meister Walter Nowick und in Schottland bei dem Tibeter Chögyam Trungpa Rinpoche seine spirituelle Suche fort. 1974 begann er mit seine Krimireihe um die Polizeibeamten Grijpstra, de Gier und den namenlosen Commissaris, die in Amsterdam, teilweise auch in Amerika, Japan und Übersee spielen. Van de Wetering siedelte 1975 mit seiner Frau nach Amerika über, wo er seitdem in Surry an der Küste von Maine, in der Nähe der kanadischen Grenze, als Schriftsteller, Skulpturenkünstler und Übersetzer lebt. Sein Werk erschien bisher in 23 Sprachen. Auszeichnungen: Swedish Royal Mystery Prize (1979); Boekenweekgeschenk (1980); Grand Prix de la Litérature Policière (1984).

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Bewertung von R.E.R. am 10.07.2010 ***** weniger gut
Im Zweifelsfall erst mal eine gebratene Seezunge

Johann Halbertsma, ein reicher alter Bankier, lebt in New York. Als dort am 11. September 2001 die Zwillingstürme fallen, bricht die Erinnerung an eine andere brennende Stadt über ihn herein. Seine Geburtsstadt Rottderdam, die am 10. Mai 1940 ebenfalls in ein flammendes Inferno verwandelt wurde. Seine Erinnerungen werfen eine Frage auf. Ist er Schuld am Tot seines Adoptivbruders Henri? War es ein Unfall, Totschlag, unterlassene Hilfeleistung oder Mord? Johann begibt sich auf seine letzte Reise. Eine Reise zu den Ursprüngen seiner Erinnerung, nach Rotterdam.

Janwillem van der Wetering erzählt in seiner Novelle “Der Freund, der keiner war” die Geschichte zweier Jungen. Johann Halbertsma, der Sohn eines reichen Bankiers wird von Henri, dem mittellosen Spross verarmter Adliger vor ein paar Rowdys gerettet. Zum Dank nehmen die Halbertsmas den gleichaltrigen Jungen in die Familie auf, adoptieren ihn später. Die beiden Brüder adaptieren Nietzsches Idee sich über Gut und Böse zu erheben. Und halten sich fortan für zwei Supermänner, die alles tun können, womit sie davonkommen. Wobei Henri immer die Rolle des Führenden übernimmt und Johann folgt. Bis zu dem unheilvollen Abend am Ende des zweiten Weltkrieges am Rotterdamer Hafen.

Gut und Böse, Schuld und Unschuld. Recht und Unrecht. Supermänner und Unterprivilegierte. Große Begriffe die der Autor meiner Meinung nach zu leichtfertig behandelt. Der alte Johann ist sich nicht einmal sicher, ob er sich Schuld aufgeladen hat, als er den Bruder ertrinken ließ. Überhaupt sind die Gedanken des alten Mannes höchst fragwürdig. Wenn er sich an seine Kindheit erinnert, wird nicht deutlich für welche Seite er unterstützt. Die Nazis oder die Widerstandskämpfer des eigenen Landes. Sein Bruder Henri sieht alles ganz klar. Für ihn gibt es nur das eigene Recht. Hauptsache mir geht es gut, alle anderen sind mir egal. Johann übernimmt diese Einstellung. Richtet seine Handlungsweisen danach. Nachdem er direkter Augenzeuge der Anschläge des 11. Septembers wurde, sorgt er sich in erster Linie darum, wo man ihm nun eine erstklassige Seezunge serviert.

Fast ist man als Leser ein wenig abgestoßen von diesem selbstzufriedenen alten Mann. Am Ende ist die Frage ob er seinen Bruder getötet hat oder nicht gar nicht so wichtig. Schockierender ist das völlig belanglose Leben, das dieser alte Mann zurücklässt. Belanglos weil unreflektiert. Sinnentleert weil es keinen Sinn macht nur sich selber schadlos zu halten. Leblos weil es ihm nach dem Tod seines Bruder nicht mehr gelungen ist, in ein gelebtes Leben zurückzufinden. So leblos wie die Hauptfigur fühlt man sich nach der Lektüre dieses Buches.

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Mord verjährt nie

Der Bankierssohn Johan und sein Freund Henri wachsen zusammen im Rotterdam der dreißiger Jahre auf. Als die Nationalsozialisten die Niederlande besetzen, wird Henri zum Kollaborateur. Johan hingegen hält zu den jüdischen Freunden der Familie. Eines Tages kommt es zu einem Unglück mit tödlichem Ausgang, und Johan muss sich fragen, wie groß seine Schuld am Tod Henris ist.

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Bewertung von R.E.R. am 10.07.2010
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Johann Halbertsma, ein reicher alter Bankier, lebt in New York. Als dort am 11. September 2001 die Zwillingstürme fallen, bricht die Erinnerung an eine andere brennende Stadt über ihn herein. Seine Geburtsstadt Rottderdam, die am 10. Mai 1940 ebenfalls in ein flammendes Inferno verwandelt wurde. Seine Erinnerungen werfen eine Frage auf. Ist er Schuld am Tot seines Adoptivbruders Henri? War es ein Unfall, Totschlag, unterlassene Hilfeleistung oder Mord? Johann begibt sich auf seine letzte Reise. Eine Reise zu den Ursprüngen seiner Erinnerung, nach Rotterdam.

Janwillem van der Wetering erzählt in seiner Novelle “Der Freund, der keiner war” die Geschichte zweier Jungen. Johann Halbertsma, der Sohn eines reichen Bankiers wird von Henri, dem mittellosen Spross verarmter Adliger vor ein paar Rowdys gerettet. Zum Dank nehmen die Halbertsmas den gleichaltrigen Jungen in die Familie auf, adoptieren ihn später. Die beiden Brüder adaptieren Nietzsches Idee sich über Gut und Böse zu erheben. Und halten sich fortan für zwei Supermänner, die alles tun können, womit sie davonkommen. Wobei Henri immer die Rolle des Führenden übernimmt und Johann folgt. Bis zu dem unheilvollen Abend am Ende des zweiten Weltkrieges am Rotterdamer Hafen.

Gut und Böse, Schuld und Unschuld. Recht und Unrecht. Supermänner und Unterprivilegierte. Große Begriffe die der Autor meiner Meinung nach zu leichtfertig behandelt. Der alte Johann ist sich nicht einmal sicher, ob er sich Schuld aufgeladen hat, als er den Bruder ertrinken ließ. Überhaupt sind die Gedanken des alten Mannes höchst fragwürdig. Wenn er sich an seine Kindheit erinnert, wird nicht deutlich für welche Seite er unterstützt. Die Nazis oder die Widerstandskämpfer des eigenen Landes. Sein Bruder Henri sieht alles ganz klar. Für ihn gibt es nur das eigene Recht. Hauptsache mir geht es gut, alle anderen sind mir egal. Johann übernimmt diese Einstellung. Richtet seine Handlungsweisen danach. Nachdem er direkter Augenzeuge der Anschläge des 11. Septembers wurde, sorgt er sich in erster Linie darum, wo man ihm nun eine erstklassige Seezunge serviert.

Fast ist man als Leser ein wenig abgestoßen von diesem selbstzufriedenen alten Mann. Am Ende ist die Frage ob er seinen Bruder getötet hat oder nicht gar nicht so wichtig. Schockierender ist das völlig belanglose Leben, das dieser alte Mann zurücklässt. Belanglos weil unreflektiert. Sinnentleert weil es keinen Sinn macht nur sich selber schadlos zu halten. Leblos weil es ihm nach dem Tod seines Bruder nicht mehr gelungen ist, in ein gelebtes Leben zurückzufinden. So leblos wie die Hauptfigur fühlt man sich nach der Lektüre dieses Buches.
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Geboren am 12.02.1931 in Rotterdam als Sohn eines wohlhabenden Gewürzkaufmanns.

1952-1957 lebte er in Südafrika, wo er Chemikalienhändler und Immobilienmakler und Mitglied einer Motorradgang war. 1958 studierte er kurze Zeit Philosophie im City College of London und schrieb im Fischerdorf St. Ives, Cornwall, einen ersten "langatmigen und unlesbaren Roman" (van de Wetering). Im selben Jahr ging er für 18 Monate in das zen-buddhistische Kloster Daitoku-ji in Kyoto (Japan), wo er sich unter der Leitung des Zen-Meisters Oda Sesso der Zen-Lehre und Meditation widmete. Ab 1960 arbeitete er wieder als Großhändler in Kolumbien und Peru, später mit seiner zweiten Frau Juanita, die er in Kolumbien kennengelernt hatte, in Australien. 1966 kehrte er nach Amsterdam zurück, wo er die Firma seines Vaters übernahm., setzte seine Zen-Studien fort und war eine bekannte Kontaktadresse für Zen-Adepten. In seiner Freizeit arbeitete er sieben Jahre lang abends und an den Wochenenden als Aushilfspolizist, wobei er die Prüfungen zum Seargent und Lieutenant ablegte. In Amerika setzte er bei dem bekannten Zen-Meister Walter Nowick und in Schottland bei dem Tibeter Chögyam Trungpa …

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