Der Fremde - Camus, Albert

Albert Camus 

Der Fremde

Roman

In neuer Übers. v. Uli Aumüller
Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Der Fremde

"Ich begriff, daß ich das Gleichgewicht des Tages, das ungewöhnliche Schweigen eines Strandes zerstört hatte, an dem ich glücklich gewesen war. Dann schoß ich noch viermal auf einen leblosen Körper, in den die Kugeln eindrangen, ohne daß man es sah. Und es waren gleichsam vier kurze Schläge an das Tor des Unheils."
Die Geschichte eines jungen Franzosen in Algerien, den ein lächerlicher Zufall zum Mörder macht, wurde 1942 im besetzten Frankreich zu einer literarischen Sensation und bedeutete den schriftstellerischen Durchbruch für Albert Camus.

Produktinformation


  • Verlag: Rowohlt Tb.
  • 2007
  • 60. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 157 S.
  • Seitenzahl: 144
  • rororo Taschenbücher Nr.22189
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 116mm x 11mm
  • Gewicht: 130g
  • ISBN-13: 9783499221897
  • ISBN-10: 3499221896
  • Best.Nr.: 06923595
Am 7. November 1913 wurde Albert Camus in Mondovi/Algerien als Sohn eines elsässischen Landarbeiters und einer Spanierin geboren. 1932 begann er in Algier Philosophie zu studieren. Er erlitt wiederholt Tuberkuloseanfälle. Nach Theatertourneen mit der Truppe von Radio-Alger und dem Ausschluss vom Staatsexamen - aus gesundheitlichen Gründen - gründete er 1937 das "Théâtre de l'Equipe". Als Jornalist prangerte er die kolonialen Ungerechtigkeiten in Algerien an. 1939 meldete er sich als Freiwilliger für den Kriegsdienst, wurde aber aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt. 1940 wurde er aus Algerien ausgewiesen und ging als Reporter der Zeitung "Paris-Soir" nach Paris. Noch im gleichen Jahr kehrte er nach Algerien zurück, zog aber 1942 wieder nach Frankreich, wo er der Widerstandsgruppe "Combat" beitrat. 1943 wurde er von "Combat" nach Paris geschickt, wo er als Lektor beim Verlag Gallimard arbeitete. Hier wurde er Mitbegründer der illegalen Zeitung "Combat". 1947 verließ er die inzwischen legale Zeitung, da das Blatt den Besitzer und die politische Linie wechselte. 1957 wurde er Direktor im Pariser Verlag Gallimard und erhielt den Nobelpreis für Literatur für seine "bedeutende literarische Schöpfung, die mit klarsichtigem Ernst die Probleme des menschlichen Gewisse

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Kundenbewertungen zu "Der Fremde" von "Albert Camus"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 2 Bewertungen)

Bewertung von Hartmut Zimmer aus Alzenau am 10.10.2010 ***** ausgezeichnet
Der seinerzeitige Camus-Rezensent Sartre hatte den „ Fremden“ und "Sisyphos" wechselseitig stark aufeinander bezogen. Dafür sprach schon alleine der Umstand, dass zwischen den beiden Erstveröffentlichungen Camus‘ nur wenige Monate lagen. Und doch bilden der philosophisch-literarische „Sisyphos“ und der bildhafte „Fremde“ -auch von ihrem Ideenspektrum her- nur zwei sich überschneidende Kreise.
Richtig aber bleibt, dass sich der Ideenhintergrund des „Fremden“ nach einer vorhergehenden Lektüre des „Sisyphos“ leichter und vollständiger erschließt. Die vom Thema der Absurdität geprägte, dunkle Grundstimmung des „Fremden“ könnte ansonsten (zumindest bezüglich seiner ersten Abschnitte) leicht als bloße, teils die Grenzen zum Komödiantischen und Grotesken überschreitende Ironie missverstanden werden.
Den Roman Camus‘ kennzeichnet eine geniale sprachliche Leichtigkeit, die in starkem Gegensatz zu seinem „Sisyphos“ steht. Etliche der später auch in der „Pest“ erscheinenden Motive sind bereits im „L’étranger“ angelegt.

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Bewertung von Aischa aus Wuppertal am 22.12.2009 ***** ausgezeichnet
Ein Roman, so hart wie die Steine in der Wüste Nordafrikas, mit Passagen, so warm wie die Sonne, die die Geschichte durchdringt. Wer ist dieser „Fremde“?
Das Werk, von Sartre hoch gelobt, entzieht sich fast der Deutung. Auch Meursault, die Hauptfigur des Werks, weigert sich, in einen gesellschaftskonformen Rahmen gezwängt zu werden. „Vom Meer“ kommt „ein starker, glühender Hauch“. Er erschießt einen anderen, ihm fremden Menschen, und ihm ist, „als öffnete sich der Himmel in seiner ganzen Weite, um Feuer regnen zu lassen“ und er begreift, dass er „das Gleichgewicht des Tages, das ungewöhnliche Schweigen eines Strandes zerstört hatte, an dem“ er „glücklich gewesen war“.
"Der Fremde" ist ein junges Buch von einem jungen Autor. Es ist geschrieben im Bewusstsein der Absurdität, die zwischen dem Menschen mit seinen großen Fragen und der Welt, die ihm die Antworten schuldig bleibt, klafft.

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  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 116mm x 11mm
  • Gewicht: 130g
  • ISBN-13: 9783499221897
  • ISBN-10: 3499221896
  • Best.Nr.: 06923595

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Beschreibung

"Ich begriff, daß ich das Gleichgewicht des Tages, das ungewöhnliche Schweigen eines Strandes zerstört hatte, an dem ich glücklich gewesen war. Dann schoß ich noch viermal auf einen leblosen Körper, in den die Kugeln eindrangen, ohne daß man es sah. Und es waren gleichsam vier kurze Schläge an das Tor des Unheils."
Die Geschichte eines jungen Franzosen in Algerien, den ein lächerlicher Zufall zum Mörder macht, wurde 1942 im besetzten Frankreich zu einer literarischen Sensation und bedeutete den schriftstellerischen Durchbruch für Albert Camus.

Kundenbewertungen zu "Der Fremde" von "Albert Camus"

Durchschnittliche Kundenbewertung (aus 2 Bewertungen):
5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen *****
ausgezeichnet
Bewertung von Hartmut Zimmer aus Alzenau am 10.10.2010
*****
ausgezeichnet
Der seinerzeitige Camus-Rezensent Sartre hatte den „ Fremden“ und "Sisyphos" wechselseitig stark aufeinander bezogen. Dafür sprach schon alleine der Umstand, dass zwischen den beiden Erstveröffentlichungen Camus‘ nur wenige Monate lagen. Und doch bilden der philosophisch-literarische „Sisyphos“ und der bildhafte „Fremde“ -auch von ihrem Ideenspektrum her- nur zwei sich überschneidende Kreise.
Richtig aber bleibt, dass sich der Ideenhintergrund des „Fremden“ nach einer vorhergehenden Lektüre des „Sisyphos“ leichter und vollständiger erschließt. Die vom Thema der Absurdität geprägte, dunkle Grundstimmung des „Fremden“ könnte ansonsten (zumindest bezüglich seiner ersten Abschnitte) leicht als bloße, teils die Grenzen zum Komödiantischen und Grotesken überschreitende Ironie missverstanden werden.
Den Roman Camus‘ kennzeichnet eine geniale sprachliche Leichtigkeit, die in starkem Gegensatz zu seinem „Sisyphos“ steht. Etliche der später auch in der „Pest“ erscheinenden Motive sind bereits im „L’étranger“ angelegt.
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Bewertung von Aischa aus Wuppertal am 22.12.2009
*****
ausgezeichnet
Ein Roman, so hart wie die Steine in der Wüste Nordafrikas, mit Passagen, so warm wie die Sonne, die die Geschichte durchdringt. Wer ist dieser „Fremde“?
Das Werk, von Sartre hoch gelobt, entzieht sich fast der Deutung. Auch Meursault, die Hauptfigur des Werks, weigert sich, in einen gesellschaftskonformen Rahmen gezwängt zu werden. „Vom Meer“ kommt „ein starker, glühender Hauch“. Er erschießt einen anderen, ihm fremden Menschen, und ihm ist, „als öffnete sich der Himmel in seiner ganzen Weite, um Feuer regnen zu lassen“ und er begreift, dass er „das Gleichgewicht des Tages, das ungewöhnliche Schweigen eines Strandes zerstört hatte, an dem“ er „glücklich gewesen war“.
"Der Fremde" ist ein junges Buch von einem jungen Autor. Es ist geschrieben im Bewusstsein der Absurdität, die zwischen dem Menschen mit seinen großen Fragen und der Welt, die ihm die Antworten schuldig bleibt, klafft.

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Am 7. November 1913 wurde Albert Camus in Mondovi/Algerien als Sohn eines elsässischen Landarbeiters und einer Spanierin geboren. 1932 begann er in Algier Philosophie zu studieren. Er erlitt wiederholt Tuberkuloseanfälle. Nach Theatertourneen mit der Truppe von Radio-Alger und dem Ausschluss vom Staatsexamen - aus gesundheitlichen Gründen - gründete er 1937 das "Théâtre de l'Equipe". Als Jornalist prangerte er die kolonialen Ungerechtigkeiten in Algerien an. 1939 meldete er sich als Freiwilliger für den Kriegsdienst, wurde aber aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt. 1940 wurde er aus Algerien ausgewiesen und ging als Reporter der Zeitung "Paris-Soir" nach Paris. Noch im gleichen Jahr kehrte er nach Algerien zurück, zog aber 1942 wieder nach Frankreich, wo er der Widerstandsgruppe "Combat" beitrat. 1943 wurde er von "Combat" nach Paris geschickt, wo er als Lektor beim Verlag Gallimard arbeitete. Hier wurde er Mitbegründer der illegalen Zeitung "Combat". 1947 verließ er die inzwischen legale Zeitung, da das Blatt den Besitzer und die politische Linie wechselte. 1957 wurde er Direktor im Pariser Verlag Gallimard und erhielt den Nobelpreis für Literatur für seine "bedeutende literarische Schöpfung, die mit klarsichtigem Ernst die Probleme des menschlichen Gewisse

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