Leseprobe zu "Der dunkle Sohn" von Robert A. Salvatore
Ein grauer Morgen bricht an
Zehnmal meine Lebensdauer! Dabei ist ihnen ein Leben nach diesem versprochen, während ich bei völliger Dunkelheit in der Erde verfaulen werde, ohne mir dessen auch nur bewusst zu sein.
Wie ist es möglich, dass ich nicht als Touel'alfar geboren wurde? Warum diese hinfällige Abstammung vom Menschen, dieser Fluch, diese Strafe eines kurzen und vergänglichen Lebens, diese Aufforderung zur Nichtigkeit? Welche Ungerechtigkeit mir gegenüber! Und doppelt ungerecht, dass ich bei den Touel'alfar, diesen unsterblichen Wesen, aufgezogen wurde, wo mir jeder Augenblick eines jeden Tages die Nachteile meiner Abstammung so schmerzhaft vor Augen führt!
Lady Dasslerond hat mir die Wahrheit gesagt; sie erklärte mir, wenn nicht ein Feind oder eine Krankheit mich zur Unzeit niederstreckt, kann ich erwarten, sechs Jahrzehnte zu leben, vielleicht auch deren sieben oder acht, und selbst ein Leben von zehn Jahrzehnten ist in meiner Art nicht ohne Beispiel. Mehr aber nicht. Wie man mir berichtete, hat Lady Dasslerond sowohl den Anfang als auch das Ende von sechs Jahrhunderten miterlebt; sollte ich dagegen die Vollendung eines einzigen erleben, gelte ich in meiner Art bereits als ungewöhnlich und geradezu vom Glück verfolgt. Vermutlich wird sie sogar noch Zeugin meines Todes werden.
Schlimmer noch, nach sechs Jahrhunderten wirkt die Herrin von Caer'alfar noch genauso jugendlich und lebensfroh wie viele Touel'alfar, die weitaus jünger sind als sie. Sie kann ohne Mühe körperlich schwer arbeiten, mir dagegen hat man erklärt, dass ich genau mit solchen Mühen rechnen muss - und zwar bereits lange vor meinen alten Tagen. Ich lebe jetzt seit vierzehn Jahren und bin nach menschlichen Maßstäben noch immer kaum erwachsen, auch wenn ich über kräftige Arme und einen scharfen Verstand verfüge. In meinen Jugendjahren und in meinem dritten Lebensjahrzehnt werde ich körperlich aufblühen und gedeihen, dann aber wird der Verfall einsetzen, zunächst langsam während meiner vierten Lebensdekade, schließlich, wenn ich mein fünftes Lebensjahrzehnt durcheile, immer schneller.
Was ist das für ein Fluch?
Wie soll ich die Wunder dieser Welt kennen lernen? Wie soll ich die Erinnerungen an meine Weggefährten bewahren, selbst jene, die in dem langen Leben eines Touel'alfar so unbedeutend sind, einem kurzlebigen Menschen aber so wichtig erscheinen müssen? Wie soll ich die Geheimnisse dieser vernunftgesteuerten Existenz enträtseln, mir irgendeine Perspektive zurechtlegen, wenn mein Ende schon so bald naht?
Es ist ein ungemein grausamer Scherz, als Mensch geboren zu sein. Gehörte ich doch nur zum Volk! Wäre ich doch nur ein Touel'alfar! Könnte ich doch nur die Weisheit der Jahrhunderte erlangen, indem ich die Erfahrungen einer Frau wie Lady Dasslerond machen könnte! Mein Leben ist mir jeden Augenblick eines jeden Tages lieb und teuer, und mir vorzustellen, dass ich einst kalt und tot in der Erde liegen werde, während meine Freunde noch immer jung und voller Leben sind, zerreißt mir das Herz und treibt mir die Zornesröte ins Gesicht. Meine Bewacher sind voll des Lobes über meinen Vater, den großen und erhabenen Nachtvogel. Ich dagegen sage: Verflucht sei meine menschliche Herkunft!
Der tote Nachtvogel, kalt und ahnungslos in der Erde. Für die wenigen Touel'alfar, die zu Lebzeiten Nachtvogels starben, für Tuntun, die beim Angriff auf den geflügelten Dämonen auf dem Berg Aida fiel, gibt es nach dem Leben in dieser Welt noch eine andere Existenz. Sie werden an einem Ort voller Schönheit leben, der selbst Andur'Blough Inninness in den Schatten stellt, an einem Ort des Staunens und der puren Freude. Für Menschen aber, so erklärte mir Lady Dasslerond, folgen auf das Leben nur der kalte Tod und das Nichts.
Denn von den Völkern von Korona sind allein die Touel'alfar, die Dämonen und die Engel unsterblich. Nur diese drei sind in der Lage, ihre physische Existenz zu überwinden.
Verflucht seien meine Menscheneltern! Ich wünschte, ich wäre nie geboren, denn besser das, besser niemals davon zu erfahren, als das grausige Schicksal verstehen zu müssen, das mich zweifellos erwartet!
Verflucht seien meine Eltern.
AYDRIAN VON CAER'ALFAR
1. Die zweite Dimension
"Dein Körper ist das Medium", erklärte Lady Dasslerond, nach Kräften bemüht, sich ihre Aufgebrachtheit nicht anmerken zu lassen. Sie ließ sich rücklings gegen eine Birke sinken, zauste ihre nahezu durchsichtigen Elfenflügel und warf achtlos den Kopf in den Nacken, sodass ihre goldenen Locken über ihre zarten Schultern fielen. Da sie bereits seit Jahrhunderten intensiv mit ihren mächtigen Smaragdsteinen arbeitete, war sie die einzige Elfe, die die Kräfte der magischen Steine wirklich verstand. Aus diesem Grund hatte Dasslerond diesen Teil von Aydrians Ausbildung persönlich übernommen; es war das allererste Mal, dass ein Mensch von jemandem aus dem Volk der Touel'alfar an den magischen Steinen ausgebildet wurde.
Der junge Bursche, der Dassleronds Körpergröße von vier Fuß um nahezu anderthalb Fuß überragte, verzog das Gesicht und umklammerte den Stein, einen Blitze erzeugenden Graphit, nur noch fester, so als wollte er alle magische Energie aus ihm herauspressen. Gebaut war er ganz ähnlich wie sein Vater, kräftig und muskulös, mit breiten Schultern und deutlich ausgeprägten Muskeln, in vielen seiner Charaktereigenschaften aber glich er eher seiner Mutter - von der er praktisch nichts wusste.
Zuerst spielte Dasslerond mit dem Gedanken, ihn abermals zu korrigieren, doch als sie Aydrians angespanntes Gesicht sah, beschloss sie, ihm diesen Anblick einer persönlichen Erkenntnis zu gönnen. Die Herrscherin von Caer'alfar vermochte ihr Schmunzeln kaum zu unterdrücken, als sie sah, wie Aydrian sich konzentrierte - ihr Aydrian, der junge Menschensohn, der, wie sie glaubte, zum Retter ihres Volkes werden würde. Obwohl sie diese plumpen, körperlich größeren Menschen nicht besonders mochte, konnte Dasslerond nicht bestreiten, dass dieses Exemplar recht gut aussehend war mit seinen dichten, blonden Locken, seinen durchdringenden blauen Augen und seinen sinnlichen, an die seine Mutter erinnernden Lippen, dem wie gemeißelten Kinn und den Wangenknochen, die Lady Dasslerond, die auch die Ausbildung von Elbryan, dem Nachtvogel, überwacht hatte, noch recht gut in Erinnerung waren. Dieser Junge, so schien es, vereinte in sich tatsächlich die besten Eigenschaften seiner beiden Elternteile; und seine Schönheit kam umso besser zur Geltung, als er in dem Glanz von Andur'Blough Inninness aufwuchs, einem Ort voller Gesundheit und Vitalität. Allein im vergangenen Jahr hatte Aydrians schlaksiger Körper beträchtlich zugelegt. Sein Gewicht war von mageren hundertzwanzig Pfund auf mehr als hundertsechzig angewachsen, und keine Unze davon war Fett. Er war nichts als Sehnen und Muskeln, ein richtiges Kraftpaket, doch im Gegensatz zu anderen Menschen waren die Muskeln des jungen Mannes von einer Geschmeidigkeit und Beweglichkeit, die seine Arbeit beim Bi'nelle dasada umso eleganter aussehen ließ.
Aydrians Wachstum war längst noch nicht abgeschlossen, wie Dasslerond wusste. Sein Vater war mehr als sechs Fuß groß gewesen, und das Gleiche würde, und zwar mühelos, auch Aydrian gelingen. Im Übrigen vermutete die Herrscherin, dass er einmal mehr als zweihundert Pfund wiegen würde. Körperlich würde er gewiss ein Prachtexemplar werden, nach dem sich die Menschen umdrehten - er war es ja bereits jetzt. Seine eigentliche Stärke aber, hoffte Dasslerond, würde weniger offensichtlich sein und in der ungemein klaren Schärfe seines geschulten Verstandes liegen. Er würde im Stande sein, jeden Mann und jede Elfe, jeden Goblin und selbst die mächtigen Riesen im Kampf zu besiegen, aber sehr viel übler würde es seinen Feinden ergehen, wenn Aydrian diese Anlage mit seiner zweiten Gabe kombinierte, seiner Ausbildung an den magischen Steinen. Seine Mutter, so hieß es, sei eine der mächtigsten Benutzerinnen der Steine gewesen; daher erwartete Dasslerond auch von Aydrian nicht weniger.
Stöhnend verzog er das Gesicht, als er den Stein zusammenpresste, ihn beschimpfte und verlangte, er solle seine Energien preisgeben.
"Das ist kein Messen der Willenskraft", wollte Dasslerond soeben sagen, doch bevor sie den Satz aussprechen konnte, hörte man das scharfe Knistern eines blauen Lichtbogens, der peitschenschnell aus Aydrians Hand hervorzuckte und sich flackernd und mit voller Wucht ins Gras zu seinen Füßen bohrte. Der darauf folgende Knall schleuderte sowohl Aydrian als auch die Elfendame in die Luft. Während Dasslerond mit Hilfe ihrer kleinen Flügel das Gleichgewicht wiederfand, landete Aydrian hart auf dem Boden und taumelte nach hinten, bis er sich schließlich in eine Rückwärtsrolle fallen ließ, die seinen Schwung abfing. Den kleinen grauen Stein in seiner Hand ungläubig anstarrend, rappelte er sich wieder auf, bis sein Blick von dem Stein zu der schwarz verkohlten Stelle im sanft abfallenden Gras des kleinen Hügels hinüberwanderte.
Sprachlos schaute Lady Dasslerond von dem Jungen zu der schwarz verbrannten Stelle. Sie wusste, er hatte es falsch, völlig falsch gemacht. Die Magie der Steine entstand durch eine Wechselwirkung zwischen dem Benutzer und dem Stein, und die Kräfte eines verzauberten Steins konnte diesem nicht allein durch rohe Willenskraft entrissen werden. Trotzdem hatte Aydrian genau das getan, er hatte seine Willenskraft mit empfindungsloser Energie gemessen - und gewonnen.
Dasslerond betrachtete das selbstgefällige und zufriedene Lächeln in seinem hübschen Gesicht. Aber da war noch etwas anderes, etwas, das die Herrscherin von Caer'alfar als seltsam beunruhigend empfand. Sie hatte in ihrem Leben die Fortschritte von einem Dutzend Hüter verfolgt, und normalerweise kam es im Laufe der Ausbildung zu einer ganzen Reihe von entscheidenden Durchbrüchen, die diese Personen auch klar erkannten. Oft nahmen sie diese Durchbrüche mit einem erfreuten Lächeln oder einem wild entschlossenen Nicken zur Kenntnis, stets aber waren sie ungemein zufrieden, denn es war nicht einfach, die Prüfungen der Touel'alfar zu bestehen. Und so verhielt es sich jetzt auch bei Aydrian, dessen Miene eher in letztere denn in die erste Kategorie fiel, denn seinem Gesicht war keinerlei Freude anzusehen. Nichts als pure Zufriedenheit und vielleicht noch etwas, das, wie Lady Dasslerond erkannte, ein wenig an den Gesichtsausdruck eines herzlosen Eroberers erinnerte, ein Höchstmaß an Arroganz, die scheinbar mehr Freude an der Niederlage des Gegners fand als an der Erreichung irgendeines anderen Ziels. Lady Dasslerond war sich natürlich darüber im Klaren, dass sie von diesem Jungen nichts Geringeres erwarten durfte - die Elfen hatten ihn von Geburt an in dieser Art von Kraft ausgebildet. Trotzdem, die schiere Anspannung in Aydrians Gesicht, die nötig war, damit dieser Mensch dem Stein seine Kraft auf so feindselige Weise entreißen konnte, verursachte Dasslerond ein unbehagliches Gefühl.
Dieser junge Mann verfügte über eine innere Kraft, die alle ihre Erwartungen überstieg. In Anbetracht der gewaltigen Aufgabe, die sie ihm zugedacht hatte, wusste Dasslerond natürlich, dass dies eigentlich nur von Nutzen sein konnte. Trotzdem ...
Sie wollte schon ein weiteres Mal zu ihrer Litanei über die Ausbildung an den Steinen ansetzen, zu ihrer Ansprache über die Arbeit im Einklang mit den Kräften des Steins statt gegen sie, die sie Aydrian bereits mehrfach gehalten hatte, aber im Augenblick war sie dessen einfach nur überdrüssig. Zumal die Darbietung, deren Zeugin sie soeben geworden war, sie doch ein wenig aus der Fassung gebracht hatte.
"Du wirst wieder mit den Steinen arbeiten, und zwar schon bald", sagte sie schließlich und hielt Aydrian die Hand hin, damit er ihr den Graphit zurückgab.
Die Augen des jungen Mannes blitzten einen Moment lang wütend auf, wie Dasslerond erkannte, was deutlich machte, dass er den Stein eigentlich gern behalten hätte. Die Arbeit mit dem Stein hatte in dem Jungen eindeutig etwas wachgerufen, eine verborgene Regung, das Aufflackern einer Kraft vielleicht, die alles übertraf, was er je für möglich gehalten hatte. Und nach dieser Kraft verlangte es ihn, das stand für sie jenseits allen Zweifels fest. Er wollte sie anwenden, sie meistern und beherrschen. Und das war auch gut so, denn er brauchte diesen Ansporn, er musste die höchste Ebene der Kraft erreichen, wenn das, was sie mit ihm vorhatte, in Erfüllung gehen sollte. Doch wie schon die schiere Willenskraft, die er soeben bewiesen hatte, um dem Stein seine Magie zu entreißen, schien auch dieser übersteigerte, sich deutlich in diesen verblüffenden, eindrucksvollen Augen widerspiegelnde Ehrgeiz Lady Dasslerond vor etwas Unheilvollem zu warnen.
Der Augenblick war rasch vorüber, und Aydrian kam artig herbei und legte ihr den Graphit achselzuckend und mit einem verlegenen Lächeln in die Hand.
Dasslerond erkannte das Lächeln als das, was es tatsächlich war: ein Täuschungsmanöver. Hätte Aydrians Lächeln seine echten Gefühle widergespiegelt, hätte er dabei wenigstens die Zähne blecken müssen.
Unten auf dem Feld stand Brynn Dharielle und zäumte Diredusk auf, den eher kleinen aber kräftigen Hengst, den Belli'mar Juraviel einige Jahre zuvor für ihre Ausbildung nach Andur'Blough Inninness gebracht hatte. Auch sämtliche Touel'alfar waren an diesem Abend dort; die meisten von ihnen hatten sich unter den Zweigen der das lange, schmale Feld säumenden Bäume niedergelassen, viele von ihnen mit Fackeln in der Hand. Juraviel, den die anderen Elfen mittlerweile in neckischer Anspielung auf seinen offenkundigen Wandertrieb Marra-thiel Touk oder Schneegans nannten, sowie eine andere Elfe, To'el Dallia, standen bei Brynn auf dem Feld, plauderten mit ihr und gaben ihr, wie Aydrian vermutete, letzte Instruktionen.
Genau das war es, was die Elfen unentwegt taten, überlegte der junge Mann schmunzelnd. Sie sparten nie mit Anweisungen oder Kritik. Wie oft hatte Aydrian To'el Dallia, nach Lady Dasslerond seine zweite Ausbilderin, oder sogar der großen Herrscherin von Caer'alfar selbst ganz offen ins Gesicht sehen und sie anschreien wollen, sie solle ihn einfach in Frieden lassen. Mehrmals schon, vor allem während des letzten Jahres, war diese Vorstellung nahezu übermächtig gewesen, und allein Aydrians Erinnerung daran, dass er wirklich nicht viel Zeit hatte - vielleicht gerade mal ein paar Jahrzehnte -, verbunden mit dem Wissen, dass er von den Touel'alfar noch viel lernen musste, hatten ihn bewogen, seine Zunge im Zaum zu halten.
Und trotzdem widerstrebte es dem Knaben, der sich längst für einen jungen Mann hielt, sich immer an die Regeln seiner "Ausbilder" zu halten. Auch in dieser mondhellen Nacht - man hatte ihm ausdrücklich eingeschärft, er solle sich von Brynns Prüfung fern halten, hatte ihm erklärt, dieses Ereignis sei allein für ihre Augen und die der Touel'alfar bestimmt.
Und jetzt war er trotzdem hier und lag im Gras eines steilen Hanges oberhalb des Feldes. Er hatte sich schon des Öfteren dazu beglückwünscht, dass er die Lektionen der Elfen in puncto Heimlichkeiten gut gelernt hatte.
Kurz darauf richteten sich seine Gedanken nach außen, als Juraviel und To'el sich von dem gesattelten und aufgezäumten Pferd entfernten und Brynn Dharielle, der einzige andere Mensch, den Aydrian je zu Gesicht bekommen hatte, ebenfalls eine Hüterin in der Ausbildung und ein paar Jahre älter als er, sich in den Sattel hinaufschwang. Sie setzte sich in ihrem Sattel zurecht - etwas hektischer als sonst, ein untrügliches Zeichen ihrer Nervosität, wie Aydrian wusste - und warf ihr langes, schwarzes Haar aus dem Gesicht. Sie glich Aydrian nicht im Mindesten, was ihn ein wenig überraschte, weil die meisten Touel'alfar sich in seinen Augen sehr stark ähnelten und er angenommen hatte, dies sei bei den Menschen nicht anders. Er hatte helle Haut, blondes Haar und leuchtend blaue Augen, Brynn dagegen, von togaischer Abstammung, hatte eine Haut von der bräunlich-goldenen Farbe des Quiola-Hartholzes, Haar in der Farbe eines Rabenflügels und Augen, die so dunkel und glänzend waren wie Aydrians strahlend hell und kristallklar. Selbst ihre Augenform war anders und erinnerte eher an die einer Träne.
Auch körperlich hatten die beiden nicht viel gemein, obwohl das jahrelange, ausgezeichnete Training sowohl Brynns als auch Aydrians Muskeln perfekt gestählt hatte. Davon abgesehen aber war sie schlank und geschmeidig und eigentlich von eher schmächtiger Statur, während sich an Aydrians Armen bereits kräftige Muskeln abzuzeichnen begannen. Die männlichen und weiblichen Elfen unterschieden sich nicht so sehr; sie waren alle schlank, geradezu hager, und obschon die weiblichen Elfen Brüste besaßen, hatten diese kaum etwas mit den vollen Rundungen gemein, die mittlerweile Brynns Brust zierten.
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