Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, Folge 3 - Sick, Bastian

Bastian Sick 

Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, Folge 3

Noch mehr Neues aus dem Irrgarten der deutschen Sprache. Die Zwiebelfisch-Kolumnen von SPIEGEL-ONLINE

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Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, Folge 3

Wie kommt man richtig nach Aldi? Und wie zu gutem Deutsch? Beachtet man ein paar wenige Dinge und schaut auch mal zweimal hin, so ist es gar nicht so schwierig, richtiges und gutes Deutsch zu sprechen und zu schreiben. Leider hat es uns die Rechtschreibreform nicht leichter gemacht, und wenn ab August 2006 die neuen, reformierten Regeln für alle Schüler und Behörden gelten, wird man ihn noch dringender benötigen: den neuen Sick. Das wesentliche Problem der Reform - und somit erheblicher Nachbesserungsbedarf - zeigte sich auf dem Gebiet der Zusammen- und Getrenntschreibung. Da waren nämlich Wörter auseinander gerissen worden, die in zusammengeschriebener Form nie ernsthafte Probleme bereitet hatten. Der diensthabende Offizier war zum Dienst habenden Offizier degradiert worden. Dem Gesetzgeber tut es längst leid, dass er die Rechtschreibung überhaupt je zur Reformsache gemacht hat. Zwischendurch tat es ihm Leid (mit großem L), und nun doch wieder leid. Die Lehrer und Schüler, die von »leid tun« auf »Leid tun« umdenken mussten und sich nun an »leidtun« gewöhnen sollen, können einem nur leid ... Leid ... also, die kann man nur bedauern. Bastian Sick hat auch in der dritten Folge seiner Sprachführer Unglaubliches und Amüsantes, Seltsames und Ungeheuerliches zusammengetragen. Auf seine unnachahmliche Art zeigt er uns den Weg aus den Wirrnissen, gibt kluge Hinweise und lässt auch mal den Dialekt zu seinem Recht kommen. Nach den ersten beiden Bänden, die sich weit über 2 Millionen Mal verkauft haben, schließt diese Folge die Reise durch den Irrgarten der deutschen Sprache ab. Mit neuem »Zwiebelfisch«-ABC!

Noch nie sorgte ein Buch über den richtigen Umgang mit der deutschen Sprache für ein solches Aufsehen und begeisterte Hunderttausende von Lesern. Bastian Sick ist heute Deutschlands bekanntester Sprachpfleger, und sein drittes Buch wird schon sehnlichst erwartet.
Mit seinem ersten Buch gelang Bastian Sick ein kleines Wunder. Plötzlich lasen viele Menschen über Interpunktion, den korrekten Plural oder guten Stil im Deutschen. Gleichzeitig gewannen sie neues Vertrauen in das eigene Sprachgefühl. Doch längst sind nicht alle Fragen beantwortet und alle Probleme gelöst. Und schaut man genau hin, ist nicht nur der Dativ dem Genitiv sein Tod, sondern es verschwinden noch mehr Fälle - 'an den Ufern des Rhein und auch beim US-Präsident'. Natürlich möchte man die Dinge auch nicht schwarzmalen. Halt, heißt es nicht schwarz malen? Manches lässt einen verzweifeln und manchmal bleibt es ein Zweifelsfall der deutschen Sprache. Bastian Sick geht vielen dieser kleinen und großen Sprachvergehen nach und macht sich so seine Gedanken über das gefühlte Komma, den traurigen Konjunktiv und den geschundenen Imperativ. Und vor allem beantwortet er auch in diesem Band viele Fragen seiner Leser.


Produktinformation

  • Folge.3
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • 2006
  • Ausstattung/Bilder: 2006. 261 S.
  • Seitenzahl: 256
  • KiWi Taschenbücher Nr.958
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 125mm x 16mm
  • Gewicht: 211g
  • ISBN-13: 9783462037425
  • ISBN-10: 3462037420
  • Best.Nr.: 20828908
"Man spürt das Vergnügen, das der Umgang mit gutem Deutsch bereitet ... Sicks Geheimnis ist seine Heiterkeit." (FAZ)<br/><br/>"Wo der Duden nicht weiter weiß, weiß Sick Rat." (Saarbrücker Zeitung)<br/><br/>"Bastian Sick hat Humor." (Stuttgarter Nachrichten)
Bastian Sick, geboren 1965, Studium der Geschichtswissenschaft und Romanistik, Tätigkeit als Lektor und Übersetzer; von 1995-1998 Dokumentationsjournalist beim SPIEGEL-Verlag, ab Januar 1999 Mitarbeiter der Redaktion von SPIEGEL ONLINE. Dort seit Mai 2003 Autor der Kolumne "Zwiebelfisch".

Leseprobe zu "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, Folge 3"

1. Lese nicht irgendein Buch, sondern lies dieses Buch!
2. Setze Kommas, nicht, einfach, irgendwo!
3. Verrate mir nicht, an was du denkst. Sag mir lieber, woran du denkst!
4. Verzichte auf Mithilfe, Hilfe genügt!
5. Lass die Finger von Chip's und Snack's!
6. Mensch, ärgere dich nicht wegen mir, ärgere dich lieber meinetwegen.
7. Sei nicht geschockt. Sei schockiert!
8. Hör auf, Sinn zu machen!
9. Fürchte die kahle Glatze, die tote Leiche und die lautlose Stille!
10. Erbarme dich des Genitivs, bevor dir alle Fälle davonschwimmen!

Kundenbewertungen zu "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, Folge 3"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.7 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Ackermann aus Bad Berka am 14.07.2011 ***** ausgezeichnet
Ganz Deutschland hat den Genitiv vergessen. Ganz Deutschland? Nein, es gibt noch ein paar Unverbesserliche, die an die Zukunft des zweiten Falles glauben. An vorderster Front kämpft Bastian Sick. In seinem Buch erzählt er, was ihm schon alles an unmöglichen Satzkonstruktionen begegnet ist. Viele Leute benutzen zudem Fremdwörter, vermutlich um besonders interessant zu erscheinen, kennen aber deren Bedeutung nicht richtig und liegen deswegen völlig mit ihrem Satz daneben. Leider wird auch schon in machen Schulen auf die Benutzung des Genitivs verzichtet. Manche Lehrer behaupten, der Genitiv ist tot, warum also noch darüber etwas erzählen. Auf diese Weise stirbt er wohl wirklich. Bastian Sick gibt sich darüber auch keinen Illusionen hin. Er kann nur ermuntern, beim Sprechen das Gehirn einzuschalten, auf Dinge wie „lautlose Stille“ oder „kahlköpfige Glatze“ zu verzichten und statt „die Schuhe von Peter“ besser auf „Peters Schuhe“ zurückzugreifen. Nur weil die Mehrheit den Dativ bevorzugt, muss der Rest das nicht auch tun.
Ziemlich komisch geschrieben, vor allem, wenn Bastian Sick von seiner französischen Bekannten erzählt. Beim Lesen ertappt man sich selbst, auch schon mal sprachlich daneben gelegen zu haben. Der Autor gibt Tips, welche Ausdrücke man besser beiseite lassen sollte. Außerdem zieht er gegen die Apostrophitis zu Felde, also die Gewohnheit, aus „Peters Schuhe“ mal eben „Peter´s Schuhe“ zu machen. Alles in allem eine sehr kurzweilige Lektüre.

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Bewertung von Ackermann aus Bad Berka am 11.06.2011 ***** ausgezeichnet
Bastian Sick kämpft für den Genitiv. Er fürchtet den kompletten Tod dieses zweiten Falles, der in manchen Gegenden Deutschlands schon verschwunden ist. In diesem Buch geht es um Grammatik-ganz klar- aber nicht so langweilig wie in der Schule. Natürlich ist der befürchtete Untergang der deutschen Sprache nicht ganz ernst gemeint, denn Sprache wandelt sich immer und es ist aussichtslos, sich gegen die Sprache der Leute zu stellen. Trotzdem kann man Spaß an Sprache haben. Echt witzig bringt Bastian Sick die Tücken unserer Sprache zum Vorschein, vor allem wenn die Leute Fremdwörter benutzen, damit sie irgendwie klüger erscheinen. Ganz besonders Fußballer haben es ihm angetan: „Ich bin körperlich und physisch topfit“. Pech nur, dass es psychisch heißen müsste. Oder „Der Klinsmann und ich sind schon ein tolles Trio.“ Dabei weiß doch jeder, dass ein Trio aus drei Leuten gebildet wird. Zum Genitiv kann man aber wirklich sagen: er wird aussterben. Selbst Lehrer sagen, sie seien Lehrer für lebendige Sprache und nicht für tote Fälle. Und wenn sich ein Schüler doch für den Genitiv entscheidet, gibts auch schon mal eine Zwei.
Es ist ein kurzweiliges und immer humorvolles Buch. Er zeigt die sprachlichen Schwächen seiner Mitmenschen, Freunden und Nachbarn, macht sich aber nicht über sie lustig. Nur mit Politikern oder anderen aufgeblasenen Typen bekommen die ganze Ironie des Autors zu spüren

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 26.11.2006 ***** sehr gut
Gut fortgesetzt

Leser der Zwiebelfisch-Kolumne bei Spiegel-Online kennen den Inhalt des Buchs bereits, weil es im Wesentlichen die gedruckte Fassung der bereits elektronisch veröffentlichten Artikel ist. Das ändert jedoch nichts daran, dass dieses Buch von jedem gelesen werden sollte, der sich um saubere Formulierungen kümmert, kümmern muss oder sich kümmern hätte sollen. Sick beobachtet gut und lenkt die Aufmerksamkeit auf die vielen kleinen Schweinereien, die man sich sprachlich immer wieder leistet - oft, ohne sich dessen bewusst zu sein. Wenn man sich einfach nur etwas häufiger fragt, ob man gerade die richtige Formulierung gewählt hat, war das Buch die Anschaffung wert.

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