Der Auslandsaufenthalt als identitätsgestaltender Moment
Die Suche nach der eigenen ethnischen Identität ist ein Prozess,
der für keine Kultur frei von Schwierigkeiten und inneren
Auseinandersetzungen erfolgt. Insbesondere für die Deutschen ist
dieses Thema aufgrund der eigenen Historie immer auch geprägt von
ambivalenten Gefühlen der Schamüber die eigene Vergangenheit und
dem gleichzeitigen Wunsch nach einem gesunden Selbstverständnis. Im
Licht der steigenden Globalisation und des internationalen
Zusammenrückens werden von der Autorin Kategorisierungsprozesse
analysiert, die Fragen der In- und Outgroup Forschung beleuchten:
Was passiert mit der eigenen ethnischen Identität, wenn sich eine
Person ins Ausland begibt? Wie verändern sich Stereotypen,
Identifikation und Sympathie, bezüglich der Eigen- und bezüglich
der Fremdgruppe? Wie und warum entstehen gruppale
Abgrenzungsprozesse? Wann begünstigt die Gruppenidentifikation
rassistische und wann positive Tendenzen? Eine Umfangreiche
quantitative Querschnittstudie geht diesen Fragestellungen auf den
Grund und kommt zuüberraschenden Ergebnissen, die bisherige
Erkenntnisse der Intergruppenforschung infrage stellen und
erweitern. Das Buch richtet sich an Psychologen, Ethnologen,
Sozialwissenschaftler, Forscher und interessierte Leser.
Dipl.-Psych.: Studium der Psychologie an der Universität Hamburg und der Universität La Sapienza in Rom. Psychologin an der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Bad Bramstedt. Vorher unter anderem tätig für: Trendbüro Hamburg und redRobin Strategic Public Relations.
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