Das Zeichen des Widders - Vargas, Fred
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Fred Vargas 

Das Zeichen des Widders

Mit Zeichn. v. Baudoin. Aus d. Französ. v. Julia Schoch
Gebundenes Buch
 
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Das Zeichen des Widders

Sommer in Paris. Grégoire und Vincent, zwei halbwüchsige Kleinkriminelle, klauen einem alten Mann die Tasche, deren Inhalt sie erschaudern lässt: vier Haarbüschel, ein Tierschädel, seltsame Bücher über Zauberei, eine Polizeimarke, ein Flakon mit einer dunkelbraunen Flüssigkeit, eine Filmdose mit Zahnsplittern und 30.000 Francs. Am nächsten Morgen wird Vincent erstochen aufgefunden - auf seinem Körper das Mal eines roten Widderkopfes, das Adamsberg auf die Spur eines rituellen Serienmörderssetzt. Auch Grégoire schwebt in Gefahr, doch anstatt sich den Bullen anzuvertrauen, versteckt er die Tasche und schnüffelt ihrem Besitzer auf eigene Faust hinterher. Wann wird der "Widder" wieder zuschlagen? - Ein überaus origineller Kriminalfall in Vargas'scher Manier, mit dem außergewöhnlichen Pinselstrich des Comic-Meisters Baudoin.


Produktinformation

  • Verlag: Aufbau-Verlag
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 222 S. m. zahlr. Illustr.
  • Seitenzahl: 222
  • Jean-Baptiste Adamsberg Bd.3
  • Deutsch
  • Abmessung: 24, 5 cm
  • Gewicht: 557g
  • ISBN-13: 9783351032500
  • ISBN-10: 3351032501
  • Best.Nr.: 23825579
Die neue Vargas: "Ein Kunstwerk, so kraftvoll wie eine Oper, so zart wie eine Jazz-Melodie." Le Monde

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 17.12.2008

Zahnsplitter und Tierhaarbüschel
Zwei halbwüchsige Diebe auf der Spur eines Ritualmörders: Ein Krimi von Fred Vargas und Edmond Baudoin
Mit den Helden einer bekannten Serie ist das so eine Sache. Die Fangemeinde möchte ihre Lieblinge wiedererkennen und zugleich überrascht werden; auf der anderen Seite dürfen die einzelnen Folgen nicht zu viele Insider-Informationen enthalten, damit auch Neulingen der Einstieg möglich ist. Mit „Das Zeichen des Widders”, dem „neuen” Krimi der französischen Erfolgsautorin Fred Vargas um den ungewöhnlichen Kommissar Adamsberg, werden beide Leserschaften es zunächst nicht so ganz leicht haben, handelt es sich doch um einen Comic.
Nein, keine Adaption, sondern eine originale Zusammenarbeit Vargas’ mit dem Zeichner Edmond Baudoin, die in Frankreich bereits vor acht Jahren herauskam und nun wohl in Folge des momentanen Graphic-Novel-Hypes auch hierzulande erscheint. Dass der Verlag auf dem Cover suggeriert, es handele sich um einen illustrierten Roman, macht jedoch nicht nur einen etwas halbherzigen Eindruck, der an Etikettenschwindel grenzt – wahrscheinlich wollte man die eingeschworenen Vargas-Anhänger nicht …

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Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

"Zwiespältig" findet Thomas von Steinaecker das Ergebnis der Zusammenarbeit der französischen Krimiautorin Fred Vargas und des Comiczeichners Edmond Baudoin, die beide für sich genommen mit ihren Werken sehr erfolgreich sind, wie der Rezensent weiß. Dass der Verlag den Lesern das Buch als "illustrierten Roman" unterjubeln will, erscheint dem Rezensenten nicht ganz ehrlich und vor allem der Eigenständigkeit von Baudoins Bildern wird das nicht gerecht, wie er betont. Denn während ihn die Krimigeschichte um den bei der Vargas-Gemeinde geschätzten Kommissar Adamsberg, der seltsame Ritualmorde aufzuklären hat, nicht in gewohnter Weise überzeugt, weil er nicht alle Figuren in befriedigender Komplexität ausgeführt sieht, begeistern ihn die Zeichnungen Baudoins restlos. Er preist ihre surreal-beklemmende Intensität und hebt zudem anerkennend hervor, dass die "skizzenhafte" Zeichenweise dem Betrachter Raum für die eigene Imagination lässt.

© Perlentaucher Medien GmbH
Fred Vargas, Jg. 1958, Mutter eines Sohnes, Archäologin im Hauptberuf, lebt in Paris. Ihre erfolgreichen Krimis schreibt sie fast ausschließlich im Urlaub. 2004 erhielt die sie den Deutschen Krimipreis.

Kundenbewertungen zu "Das Zeichen des Widders" von "Fred Vargas"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 13.04.2012 ***** sehr gut
Die Freunde Grégoire und Vincent bessern sich ihren geringen Lohn mit Taschendiebstählen auf. Diesmal haben sie sich einen alten, gebrechlich erscheinenden alten Mann als Opfer auserkoren. Die überfallen den Alten, klauen seinen Rucksack und handeln sich damit mehr Ärger ein, als sie bewältigen können, denn neben 30.000 Francs befinden sich im Rucksack Haarbüschel, ein Tierschädel, Zauberbücher, eine Polizeimarke, eine Dose mit Zahnsplittern, die auf schwarze Magie deuten. Kurz darauf wird Vincent in seiner Wohnung ermordet und Grégoire ruft anonym die Polizei. Kommissar Adamsberg ist schnell klar, Vincent wurde das Opfer eines Serienmörders, der es nun auch auf Grégoire abgesehen hat. Die beiden Jungen haben unwissentlich einen der berüchtigten Mörder der letzten Monate bestohlen, der nun seine Trophäen zurück haben will und Grégoire weiß wie dieser aussieht.
Das 55 Minuten lange WDR Hörspiel aus dem Jahr 2008 unter der Regie von Frank Erich Hübner, basiert auf dem Comic von Fred Vargas und ist Kommissar Adamsbergs dritter Fall. Die Vorlage bringt somit einige Probleme mit sich. Zum einen ist die Geschichte deutlich einfacher gestrickt, als ein normaler Krimi, da die Vorlage eben ein Comic ist. Die Geschichte ist geradlinig, mit wenig Ermittlung, diese jedoch sauber ausgeführt. Es wird vorausgesetzt, dass man den Kommissar und sein Team bereits kennt, es werden keinerlei Erklärungen gegeben, so dass man als Hörer merkt, dass es sich um einen Teil einer Serie handelt. Der Fall an sich jedoch ist in sich abgeschlossen.
Die Sprecher sind allesamt sehr gut besetzt und spielen ihre Rollen ausgezeichnet. Keiner klingt auswendig gelernt oder abgelesen und es befinden sich einige bekannte Namen darunter. Dennoch ist die Geschichte zu einfach gestrickt, um wirklich zu fesseln oder Spannung zu erzeugen.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD

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Bewertung von hasewue am 13.08.2009 ***** sehr gut
Grégoire und Vincent, zwei junge Kleinkriminelle, stehlen einem älteren Herren seine Tasche, ohne zu ahnen was für einen gefährlichen Inhalt sie vorfinden.
Nachdem Vincent am Tag darauf getötet mit dem blutigen Mal eines Widderkopfs versehen aufgefunden wird, wird der Kommissar Adamsberg hinzugezogen, der aktuell eine Mordserie bearbeitet. Alle Opfer waren mit einem Widderkopf versehen.
Fred Vargas hat zusammen mit Edmond Baudoin ein BD ( = bande dessinée) geschaffen. Vargas’ Geschichte um den „Widder“ ist sehr spannend und fesselnd geschrieben. Die von ihr geschaffene Atmosphäre passt auch gut zu den von Baudoin gezeichneten düsteren Bildern. Dennoch sind Baudoins Bilder manchmal so dunkel geworden, dass sie Stellenweise unkenntlich sind.
Trotzdem fand ich „Das Zeichen des Widders“ als Einstieg in die Welt von Fred Vargas sehr gut und durch Vargas’ tolle Art zu schreiben hat man sofort Lust bekommen, nicht nur dieses „Buch“ in einem Rutsch, sondern auch so schnell wie möglich ihre anderen Krimis zu lesen.

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