Das unentdeckte Land - Sill, Oliver

Oliver Sill 

Das unentdeckte Land

Todesbilder in der Literatur der Gegenwart

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Das unentdeckte Land

Es gehört schon zu den Gemeinplätzen, daß die christlich geprägten Todesbilder und Jenseitsvorstellungen ihre Verbindlichkeit in der Moderne weitgehend eingebüßt haben. Doch was bedeutet dies mit Blick auf die Literatur? Wie wird der Tod in der Literatur der Gegenwart thematisiert? Und wie reagiert die zeitgenössische Literatur auf den Sachverhalt, daß sämtliche Gewißheiten in der Rede über den Tod verloren gegangen sind? Die Literatur bietet vorläufige Antworten auf definitiv nicht zu beantwortende Fragen im Modus der Fiktion, indem sie das Wissen um die Endlichkeit und Sterblichkeit des Menschen einbindet in das Erzählen von Geschichten. Und sie tut dies mit großem Erfolg. Denn die besprochenen Texte von Cees Nooteboom und Philip Roth, von John Berger und Dieter Wellershoff, von Antonio Tabucchi, W. G. Sebald, Urs Widmer und Judith Hermann gehören zu den meistbeachteten Publikumserfolgen der letzten Jahre.


Produktinformation

  • Verlag: Aisthesis
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 186 S. 205 mm
  • Seitenzahl: 186
  • Best.Nr. des Verlages: 849
  • Deutsch
  • Abmessung: 207mm x 149mm x 18mm
  • Gewicht: 267g
  • ISBN-13: 9783895288494
  • ISBN-10: 3895288497
  • Best.Nr.: 33390772
Oliver Sill, Jahrgang 1957, studierte Germanistik, Geschichte und Erziehungswissenschaften in Münster. Promotion 1990, Habilitation 2000. Veröffentlichungen u.a.: Zerbrochene Spiegel. Studien zur Theorie und Praxis modernen autobiographischen Erzählens (1999); Literatur in der funktional differenzierten Gesellschaft. Systemtheoretische Perspektiven auf ein komplexes Phänomen (2001); Der Kreis des Lesens. Eine Wanderung durch die europäische Moderne (2001); Kein Ende und ein Anfang. Germanistische Literaturwissenschaft der sechziger und siebziger Jahre (2003); Sitte - Sex - Skandal. Die Liebe in der Literatur seit Goethe (2009).

Inhaltsangabe

Vorwort
I. Cees Nooteboom: "Die folgende Geschichte" (1991)
Eine fiktive Autobiographie? - Eine unendliche Geschichte - Zwischen Traum und Tod - Jenseitswanderungen - Mit den Augen des Herzens - Erfüllung
II. Philip Roth: "Empörung" (2008)
Ein Rebell wider Willen - Jenseits von Raum und Zeit - Korea - Blut - Rechtschaffenheit - Empörung - Von der Fiktion zur Wirklichkeit
III. John Berger: "Auf dem Weg zur Hochzeit" (1995)
Der blinde Seher - Verzweiflung und Hoffnung - Liebe - Ein zweites Leben - Heilige Hochzeit - Epilog
IV. Dieter Wellershoff: "Zikadengeschrei" (1995)
Probebühnen - Ein Urlaub in Spanien - Krisensymptome - Allegorien - Die Begegnung - Zikadengeschrei
V. Antonio Tabucchi: "Erklärt Pereira" (1994)
Sommer 1938 - Eine Zeugenaussage - Mitten im Leben vom Tod umfangen - Die Stimme des Herzens - Pereira
VI. W.G. Sebald: "Schwindel. Gefühle" (1990)
Der einsame und ruhelose Wanderer - Die Verschränkung von Autobiographischem und Biographischem - Schwindelgefühle - Der Jäger Gracchus - Irrfahrten - Alte und neue Sintfluten
VII. Urs Widmer: "Der Geliebte der Mutter" (2000) und "Das Buch des Vaters" (2004)
Zur Poetik des Urs Widmer - Der Geliebte der Mutter - Das Buch des Vaters - Karl und Clara
VIII. Judith Hermann: "Alice" (2009)
Micha - Conrad - Richard - Malte - Raymond - Transite - Der große Drachen
Nachwort
Literatur

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