Das Traumcafé einer Pragerin - Reinerová, Lenka

Lenka Reinerová 

Das Traumcafé einer Pragerin

Erzählungen

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Das Traumcafé einer Pragerin

"Irgendwo in dem schleierhaften blaugrauen Dunst über den von Grünspan bezogenen Kuppeln Prags gibt es ein Café mit vielen Tischchen, und von jedem kann man hinunterblicken in unsere Stadt." Dort sitzen sie alle, die sie einst kannte, und erinnern sich mit ihr: Egon Erwin Kisch, Max Brod, Theodor Balk, Anna Seghers. In dieser wie in den anderen Erzählungen beschreibt Lenka Reinerová, eine der letzten Zeitzeuginnen der Emigration, Stationen ihres Lebens - das Prag der dreißiger Jahre, das Exil in Frankreich und Mexiko, den Stalinismus in den Fünfzigern und jüngste Erfahrungen. Trotz aller bitteren, furchtbaren Geschehnisse sind es menschen- und lebensfreundliche Erinnerungen, weise und wehmütig.


Produktinformation

  • Verlag: Aufbau Tb
  • 1996
  • Neuausg.
  • Ausstattung/Bilder: Neuausg. 1996. 269 S. 190 mm
  • Seitenzahl: 269
  • Aufbau Taschenbücher Bd.1168
  • Deutsch
  • Gewicht: 224g
  • ISBN-13: 9783746611686
  • ISBN-10: 3746611687
  • Best.Nr.: 06283493
"Lenka Reinerová ist die wohl einzige heute noch in deutscher Sprache schreibende Autorin in Prag; sie hat noch die Endphase der deutsch-tschechisch-jüdischen Symbiose im Prag der dreißiger Jahre miterlebt. Ihr neuestes Buch 'Das Traumcafé einer Pragerin' hat die Schriftstellerin mit einstigen Weggefährten bevölkert. 'Wenn mich etwas stört oder wenn ich traurig bin, denke ich an meine Freunde, die nicht mehr leben: an Egon Erwin Kisch, Bodo Uhse, Franz Carl Weiskopf und Anna Seghers', erzählt Lenka Reinerová. 'Es ist mir ein inneres Anliegen, diese Menschen wieder erstehen zu lassen.'" (Berliner Morgenpost)
Lenka Reinerová, geb. 1916 in Prag, arbeitete seit 1936 als Journalistin für die 'Arbeiter-Illustrierte-Zeitung'. 1939 floh sie nach Frankreich, wo sie wie viele Emigranten interniert wurde. Über Marokko entkam sie nach Mexiko. Nach Kriegsende kehrte sie mit ihrem Mann, dem Schriftsteller und Arzt Theodor Balk, nach Europa zurück, lebte einige Jahre in Belgrad und seit 1948 wieder in Prag. Anfang der fünfziger Jahre wurde sie ein Opfer der stalinistischen Säuberungen, verbrachte fünfzehn Monate in Untersuchungshaft, wurde danach mit ihrer Familie in die Provinz abgeschoben und erst 1964 rehabilitiert. Nach dem Ende des Prager Frühlings erhielt sie ein Schreibverbot, wurde aus der Partei ausgeschlossen und verlor ihre Arbeit in einem Verlag. 2006 erhielt Lenka Reinerová das Große Bundesverdienstkreuz.

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