Württemberg heute kann ohne den Pietismus nicht gedacht werden.
Band 3 der "Kirchengeschichte" Württembergs zeichnet
nach, wie der Pietismus heimisch wurde in einem vom 30jährigen
Krieg verwüsteten Land. Kurzbiografien veranschaulichen, wie
Menschen ihren Glauben lebten und ihre Gaben in das Gemeinwohl
einbrachten. Menschen, die als Beter, Liederdichter, Prediger,
Wohltäter, Erzieher, Publizisten, Forscher, Dichter, Denker und
Tüftler aus Glaubensgründen Weltspitzenleistungen der Mechanik
schufen, den Kindergottesdienst erfanden, Schulen, Banken und
Diakoniezentren gründeten und nicht zuletzt den biblisch
inspirierten Tierschutzbund ins Leben riefen... Die einzelnen
Gemeinschaften werden vorgestellt und ihre früh einsetzenden
missionarischen Aktivitäten beschrieben. Und dass ausgerechnet die
Stillen im Lande den atheistischen Kommunismus beeinflusst haben,
dürfte wohl ein besonderer Farbklecks in dem Mosaik sein, das Hans
Dieter Frauer zu einem beeindruckenden Gesamtbild einer bis heute
lebendigen, weltzugewandten Glaubensbewegung formt.
Hans-Dieter Frauer, geboren 1943, lebt in Herrenberg. Er ist überzeugt davon, als Schwabe im gelobten Land zu leben, und er will diese Überzeugung weitergeben.