Das Schiff - Máni, Stefán

Stefán Máni 

Das Schiff

Roman

Aus d. Isländ . v. Tina Flecken
Gebundenes Buch
 
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Das Schiff

Eine Irrfahrt von Island nach Südamerika. Neun Männer, auf denen die Vergangenheit lastet, sind leichte Opfer des Bösen. Das Schiff ist den Elementen ausgeliefert und für die Besatzung beginnt ein Kampf auf Leben und Tod. In seinem dramatischen Roman erzählt Stefán Máni vom Wesen des Menschen in einer klaustrophobischen Welt.

Tiefe Sturmwolken hängen über der Stadt, als die Per se den Hafen von Grundartangi verlässt. Kapitän, Steuermann, ein Koch und sechs weitere Männer gehen auf lange Fahrt nach Surinam. Jeder von ihnen hat etwas zu verbergen, alle sind Getriebene. Schon bald vergiften Feindseligkeiten und Drohungen die Atmosphäre. Gerüchte um eine bevorstehende Meuterei verdichten sich. Vor allem Kölski, der »Teufel«, sorgt für Unruhe. Auf dem Höhepunkt des Sturms bricht die Verbindung zum Festland ab und der Schiffsmotor wird zerstört. War es Kölski? Da entern Seeräuber das Schiff und zwingen die Männer, ein letztes Mal zusammenzustehen. Doch Surinam ist noch weit, es zu erreichen längst utopisch geworden. Stefán Máni stellt auf zwingende Weise existentielle Fragen und überzeugt durch ein beklemmendes Psychogramm seiner Protagonisten.


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Hc
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 411 S.
  • Seitenzahl: 411
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 148mm x 36mm
  • Gewicht: 632g
  • ISBN-13: 9783550087400
  • ISBN-10: 3550087403
  • Best.Nr.: 23831161
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Wenige Stunden, bevor das Schiff Per se den Hafen von Reykjavik verlässt, überschlagen sich die Ereignisse: S¾li, der erste Matrose, wird wegen seiner Spielschulden erpresst und soll ein Päckchen aus Surinam nach Island schmuggeln; Jonas, der zweite Steuermann, erschlägt seine Frau, und anstelle des über den Haufen gefahrenen neuen Steuermanns Kalli ist auf einmal Jón Karl an Bord, eine berüchtigte Größe in Islands Unterwelt, genannt Satan. Eine geplante Meuterei tut ihr Übriges, plötzlich sind Radar, GPS und Satellitentelefon zerstört, und während ein übler Sturm aufzieht, kämpft an Bord plötzlich jeder gegen jeden. Stefán Máni hält die Leser mit einem außergewöhnlichen Mix aus Perspektivenwechsel und Zeitschleifen bei der Stange: Ständig weiß man einen Tick zu wenig, um die Situation richtig einschätzen zu können. Und so geht es auch der Besatzung an Bord, wo Kapitän Gudmundur Berndsen bald nichts mehr im Griff hat und der erste Steuermann êsak eine überraschende Wandlung vollzieht. Dass ausgerechnet der schwer verletzte Kriminelle Jón Karl den größten Überlebenswillen beweist, muss nicht weiter begründet werden. Dass Mánis Krimi einen metaphysischen Überbau hat, soll nur kurz erwähnt werden, der Krimi funktioniert auch, wenn man ihn ausblendet. Na ja, der Schluss vielleicht nicht ... (jw)

»Stefán Máni schafft eine so beunruhigende und bedrohliche Atmosphäre, dass es für den Leser kein Entkommen aus den Fängen der Mannschaft dieses unheilvollen Schiffes gibt. Stil und Sprache des Autors haben die Jury tief beeindruckt.« Aus der Begründung der Jury des Isländischen Krimipreises<br/><br/>»So gleicht dieser Roman einem Alptraum, der einen immer wieder an Punkte zurückbefördert, wo ein neuer Schrecken begonnen hat. Ein verlässlicher Begleiter für Nächte voller Fieber und Kälteschauer.« spiegel.de / 7.01.2009 / Ulrich Baron<br/><br/>»Stefán Máni ist mit Das Schiff einer der herausragenden, genreübergreifenden Krimis des noch jungen Jahres geglückt.« TZ, München / 16.01.09 / Matthias Bieber

»Stefán Máni schafft eine so beunruhigende und bedrohliche Atmosphäre, dass es für den Leser kein Entkommen aus den Fängen der Mannschaft dieses unheilvollen Schiffes gibt. Stil und Sprache des Autors haben die Jury tief beeindruckt.« Aus der Begründung der Jury des Isländischen Krimipreises »So gleicht dieser Roman einem Alptraum, der einen immer wieder an Punkte zurückbefördert, wo ein neuer Schrecken begonnen hat. Ein verlässlicher Begleiter für Nächte voller Fieber und Kälteschauer.« spiegel.de / 7.01.2009 / Ulrich Baron »Stefán Máni ist mit Das Schiff einer der herausragenden, genreübergreifenden Krimis des noch jungen Jahres geglückt.« TZ, München / 16.01.09 / Matthias Bieber
Stefán Máni wurde 1970 in Reykjavík geboren. Aufgewachsen ist er in Ólafsvík in West Island. Bevor er mit dem Schreiben begann, arbeitete er als Gärtner, Tischler und Buchbinder, in der Fischindustrie und auch als Sozialarbeiter mit Jugendlichen und in psychiatrischen Kliniken.

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Kundenbewertungen zu "Das Schiff" von "Stefán Máni"

39 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.5 von 5 Sterne bei 39 Bewertungen **** gut)
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Bewertung von Sonja am 31.08.2011 ***** gut
Ein Schiff, neun Männer. Eine Meuterei, ein Saboteur, ein Überfall.

Stefan Mani kreiert aus diesen Komponenten seinen neusten Roman. Fantastisch erschafft er mit seinen Worten eine düstere Stimmung auf diesem Totenschiff, der man sich nur schwer entziehen kann.

Allerdings fehlt es dem Roman an einem gewissen Spannungsbogen, der zum Weiterlesen animiert. Die Geschichte plätschert dahin, ohne ein wirkliches Ziel zu haben. Darüber helfen auch die Szenen exzessiver Gewalt, die bis ins kleinste Detail beschrieben werden, nicht hinweg. Folglich ist dann auch das Ende eher eine Enttäuschung und fällt qualitativ gegenüber dem Rest des Buches merklich ab.

Insgesamt ist es ein Buch für Leser, die keine Ansprüche an ein Buch haben: die keine Spannung und keinen Humor wollen, keine Moral in der Geschichte suchen.

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Bewertung von Bellexr aus Mainz am 19.05.2010 ***** ausgezeichnet
Alptraum auf hoher See

Acht Seeleute begeben sich auf ihre wahrscheinlich letzte Fahrt mit dem Frachtschiff "Per Se". Die Besatzungsmitglieder vermuten, dass für ihr Schiff zukünftig eine kostengünstigere Crew angeheuert werden soll. Da dies natürlich nicht in ihrem Sinne ist, plant die Crew eine Meuterei auf hoher See. Für Kapitän Gudmundur ist es in jeden Fall die letzte Fahrt, da er sich anschließend zur Ruhe setzen wird und der Reederei bereits seine Kündigung mitgeteilt hat. Tja, und dann gibt es noch einen Mitreisenden, der durch eine Verwechslung an Bord kommt und nicht zu Unrecht den Spitznamen "Satan" trägt. So entwickelt sich die Fahrt von Island nach Surinam für alle Beteiligte bald zu einem Alptraum, da sie nicht nur den Naturgewalten ausgesetzt sind, sondern anscheinend auch noch einen Saboteur mit an Bord haben.

Stefán Máni beginnt seinen Thriller in der Nacht vor dem Auslaufen des Frachters und stellt einen zuerst einen Teil der Crew vor. Schon diese Einblicke sind teilweise recht brutal und eindringlich beschrieben und schon hier gelingt es dem Autor durch seinen flüssigen, direkten Schreibstil fast augenblicklich, eine beklemmende, düstere Stimmung aufzubauen, die sich über das komplette Buch zieht und stellenweise fast greifbar ist.

Interessant ist, dass Stefán Máni seinen Thriller oft aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. So wird eine Szene zeitversetzt aus Sicht von zwei oder drei Besatzungsmitgliedern beschrieben bis sich beim entscheidenden Punkt alles zusammenfügt. Dies ist anfangs etwas verwirrend, hieran gewöhnt man sich aber sehr schnell und diese Erzählweise passt perfekt zur Geschichte. Zumal hierdurch die Spannung, die durchweg auf hohem Niveau ist, stellenweise noch gesteigert wird.

Was für die Spannung auch förderlich ist, sind die unvorhersehbaren Geschehnisse auf dem Frachter, sodass man eigentlich bei jedem Seitenumblättern schon gespannt auf die nächste Katastrophe wartet. Es mag zwar stellenweise etwas konstruiert wirken, aber spannungsfördernd sind diese allemal.

Die Besatzungsmitglieder sind durchweg alle ziemlich verkappte Zeitgenossen, die Stéfan Máni sehr detailreich beschreibt. Da gibt es den Berufsverbrecher Jón Karl (Satan), der ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen geht und trotzdem gelingt es dem Autor hier, aus dieser Killermaschine den Sympathieträger des Buches zu machen. Mit an Bord sind auch Jónas, der kurz vorm Auslaufen des Schiffes seine Frau erschlagen hat, sowie der Alkoholiker Ìsak und der junge Familienvater Saeli, den seine Spielschulden plagen. Die ganze Crew und ihren privaten Hintergrund lernt man teilweise am Anfang des Thrillers, dann auch wieder erst im Laufe der Story näher kennen und manche bleiben einen auch bis zum Ende hin ein Rätsel.

Fazit: Ein beklemmender, düsterer Thriller, der eine tolle Story hat und von der ersten Seite an äußerst spannend umgesetzt wurde

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Bewertung von anyways aus greifswald am 12.03.2010 ***** gut
Für den Kapitän der „ Per Se“ wird es die letzte Fahrt sein. Er hat gekündigt, nachdem die Reederei den Chartervertrag für das Schiff kündigen will und mit ihm die ganze Besatzung.

Seine Crew hat er nichts davon gesagt, die ahnt ihrerseits aber etwas und heckt einen Plan zur Meuterei aus. Erschwerend für diese letzte Reise nach Surinam sind die persönlichen Verstrickungen und Lebensgewohnheiten der „alten Seebären“. Da gibt es den verrückten Heizer, der dem Okkulten frönt, den jungen Familienvater der leider kein Glück beim Spielen hat und den jetzt die Unterwelt auf den Fersen ist, den Steuermann der mit seiner so offen geführten Ehe nicht mehr klar kommt und an Land ein Verbrechen begeht und selbst der Kapitän trägt eine Menge privater Altlasten mit sich rum. Als dann noch der Boss der Unterwelt, genannt „Satan“ eher unfreiwillig als Matrose anheuert, ist das Chaos perfekt.


Stefan Mani versteht es meisterhaft die vielen Charaktere glaubhaft darzustellen, leider sind die vielen daraus resultierenden Handlungsstränge auf die Dauer sehr verwirrend und auch ermüdend. Erst im letzten Drittel nimmt das Buch wieder Fahrt auf.


Fazit: Wenn man sich bis zur Hälfte durch gekämpft hat, wird man am Ende mit einem äußerst spannenden Thriller belohnt.

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Bewertung von Dine aus Eislingen am 24.07.2009 ***** gut
Die ganze „Vorgeschichte“, bis es endlich aufs Schiff geht ist schon ziemlich rasant, und dadurch stellt sich die Frage, wie wird’s denn dann erst auf dem Schiff? *g*

Jeder trägt ein Geheimnis mit sich rum und ganz langsam nimmt das ganze Form an.
Was ist in der Tasche, die Satans Frau holen musste?
Was spielt der „Heizer“ für eine Rolle?
Was für ein Päckchen soll Saeli in Surinam abholen?
Und wieso bringt Jonas seine Frau um?

Fragen über Fragen *g*

Sobald man auf dem Schiff ist, geht’s auch langsam los.
Drei bis Fünf Männer wollen meutern, da sie sonst von der Reederei gekündigt werden. Einer will Kontakt zur Außenwelt verhindern, weil er seine Frau ermordet hat. Ein anderer hat Probleme mit Alkohol und mit sich selbst. Der Kapitän will schnellstmöglichst wieder heim zu seiner Frau, auch wenn er nicht weiß, was ihn dort erwartet.
Und mittendrin der sogenannte „Satan“, der eigentlich nur durch Zufall mit von der Partie ist... und einer, der angeblich von „Satan“ bedroht wird, steht ihm ausgerechnet auf diesem Schiff plötzlich gegenüber... Verzwickter kann es gar nicht werden...

Zwischendrin hört man immer dieses „bumm, bumm, bumm“ der Wellen...

Und dann kommen auch noch Piraten, und nur einer kann helfen: Satan!
Aber für manche ist es zu spät...
Zum Schluss wird noch alles von den letzten paar Männern abverlangt. Werden sie überleben?
Am Ende kam dann plötzlich der Gedanke: Habe ich ein Déjà-vu?

So verworren wie diese Geschichte, war glaub ich noch keine, die ich gelesen habe.

Nach ca. der Hälfte des Buches hatte ich auch endlich den Dreh raus, welche Vorgeschichte zu wem gehört. Ist ein bisschen schwer, da Anfangs meiner Meinung nach einfach zu oft der Protagonist gewechselt wurde.

Der Autor lässt auf alle Fälle keine Langeweile aufkommen. Das wechseln der Protagonisten ist sehr interessant, denn dadurch liest man manchmal eine Situation aus zwei verschiedenen Sichtweisen. (Auch wenn es, wie oben schon erwähnt, Anfangs etwas verwirrend ist.) Und stellt dadurch die Charaktere gut vor. Er stellt auch die Probleme, die jeweils vorhanden sind, gut dar.
Auch das Schiff ist gut beschrieben und der Autor driftet nicht in Fachsprache ab, das man nicht mehr mitkommen sollte.
Die Kapitel sind teilweise sehr lang, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tut. Sie sind mit den Lateinischen Zahlen betitelt, was meiner Meinung nach gut zu der Story passt.

Mit was ich etwas Probleme hatte, das sind die isländischen Städtenamen und manche Namen von Personen *g* Das hat mich immer wieder durcheinander gebracht...
Etwas enttäuscht war ich von dem „Satan“, der Anfangs immer Satan, Teufel und Luzifer in sich vereinigt hat und dann sieht er nur rot? Da dachte ich immer, gleich verwandelt er sich in ein Monstrum *g*
Auch wird von den Ehefrauen nix mehr geschrieben, die Anfangs teilweise sehr in die Vorgeschichte eingepflanzt waren. Die Frage bleibt offen, was wurde aus ihnen? Das finde ich etwas schade.
Und auch die Abdriftung in die Gedanken von manchen Protagonisten sind so komisch, das man sich fragt, was soll das denn jetzt?

(Mir ist ein Fehler aufgefallen. Es ist zwar nur ein kleiner, aber ich wollte ihn ehrlicher halber nennen:
Erst ist Isak auf der Brücke, fängt gerade seinen Dienst an und genehmigt sich ein Bier aus dem Kühlschrank. Und im nächsten Moment ist er in seiner Kajüte und schläft seinen Rausch aus... Wie passt das zusammen?)

Mein Fazit:
Wenn man von den komischen Gedankengängen absieht, ein superspannendes Buch, in der sich die Handlung immer wieder dreht, wie das Schiff im Meer.
Nur das Ende ist traurig...

26.12.08

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Bewertung von hrafnaklukka aus Rüthen am 14.06.2009 ***** weniger gut
Das Frachtschiff „Per se“ ist auf dem Weg nach Surinam. An Bord: 9 Semänner, alle mit persönlichen Problemen belastet, unter ihnen auch der Verbrecher „Satan“ . Das Schiff soll nach der Fahrt verkauft werden, der Kapitän soll in Rente gehen. Das Leben der Männer und ihr Schicksal ist auf dem Schiff dicht miteinander verwoben. Was in den folgenden Tagen passiert ist eine rasante Mischung aus Meuterei, Piraterie und Sabotage. Wer wird am Ende die Höllenfahrt überstehen?

Anfangs fiel es mir schwer, mich in das Buch einzulesen. Die Atmosphäre war schon fast zu gut beschrieben: zu düster und zu beklemmend, geradezu klaustrophobisch. Passt zwar gut zu dem Schiff, hinterlässt aber bei mir als Leser ein eher quälendes Gefühl. Aber mit der Zeit konnte ich einen gewissen Leserythmus entwickeln. Die Spannung, die langsam aber stetig aufgebaut wurde hat sicher dazu beigetragen, das ich das Buch dann auch wirklich zu Ende gelesen habe. Genervt war ich von der teilweise an Comics erinnernden Sprache, ansonsten war das Buch jedoch flüssig zu lesen. Die Figuren wirkten mit der Zeit recht sympathisch, wozu sicher auch die ein oder andere Rückblende beigetragen hat. Auch die Beziehungen – und vor allem die Spannungen- untereinander waren sehr gut nachvollziehbar und realistisch dargestellt. Den Handlungsverlauf fand ich allerdings etwas zu dramatisch – es geht schief, was schief gehen kann, so das etwas weniger Dramatik in dem Fall vielleicht mehr gewesen wäre.
Von dem Ende war ich wirklich etwas enttäuscht. Es muß ja nicht immer ein rosarotes Happy End sein, aber ein wenig Farbe zum Schluß hätte dem ansonsten ganz in Grau – und Schwarztönen gehaltenen Buch wirklich gut getan. Ein Buch, das man mal lesen kann, aber nicht unbedingt muß.

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Bewertung von redfox aus Sachsen am 31.05.2009 ***** sehr gut
Düstere Lesestunden auf einem Schiff bei rauem Seegang

Ein Schiff – neun Männer Besatzung. Die Stimmung am Boden, da die Rederei
plant, die gesamte Mannschaft zu entlassen. Für den Kapitän die letzte Fahrt,
für die Mannschaft, die nicht zum Arbeitsamt gehen wollen die letzte
Gelegenheit, durch Streik und Meuterei das Schicksal abzuwenden. Doch jeder an
Bord hat noch seine eigene traurige Geschichte. Ein Kapitän, dessen Ehe
zerbrochen ist, ein Alkoholiker mit Wahnvorstellungen, ein durch Spielschulden
zum schmuggeln gezwungener verzweifelter Familienvater, ein Mann, der seine
Frau ermordet hat und nicht zuletzt ein Verbrecher, der durch Zufall (oder war
es doch Schicksal) in die Sache rein gerät… Und alle zusammen auf engstem Raum
auf einem alten Schiff. Während der eine die Funk- und Navigationsgeräte aus
Angst sabotiert, kippt der andere Zucker in den Motor in einer seiner
Wahnvorstellungen. Und dann wird das inzwischen antriebslose Schiff auch noch
von Piraten mit Maschinenpistolen geentert…

Die Story ist düster, genau wie die Stimmung an Bord und man wird regelrecht
aufgesaugt und kann sich der Geschichte nicht entziehen. In diesem Buch passt
alles zusammen. Schreibstil, Geschichte und Figuren – alles harmoniert. Es
liest sich flüssig und man kann es sowieso nicht mehr aus der Hand legen.
Besonders gut fand ich, das verschiedene Situationen mehrfach aus verschiedenen
Blickwinkeln dargestellt sind – alles greift ineinander, alle Figuren und
Handlungsstränge hängen irgendwie miteinander zusammen. Ob das der Schwager
Kalli von Jonas ist, der zuerst mit in der Kneipe ist, wo die anderen Ihren
Streik planen und danach ihnen auf dem Weg zum Schiff noch mal begegnet, als
sie mit dem Taxi an ihm vorbei fahren. Schließlich wird er von Lilja
überfahren, der Frau von Jon Karl – der wiederum ungewollt dann seinen Platz
auf dem Schiff einnimmt. Und am Ende stellt sich heraus, dass Kalli auch in
Verbindung mit Saeli, dem durch Spielschulden zum Schmuggeln gezwungenen
Ehemann steht…

Die Geschichte an sich wirkt unheimlich und ich hatte selbst das Gefühl,
mich an Bord zu befinden. Das Ende passt zu dieser Story, auch wenn ich
persönlich ein anderes Ende lieber gehabt hätte – aber ich will nicht zuviel
verraten. Ich kann dieses Buch jedenfalls vorbehaltlos empfehlen für alle die,
die ein paar düstere Stunden mit Gänsehaut auf einem Schiff bei rauem Seegang
verbringen wollen.

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Bewertung von S.L aus KL am 20.04.2009 ***** sehr gut
Neun Männer auf einem Schiff unterwegs von Island nach Surinam. Sie fahren von einem Sturm in den anderen. Alle haben schon, bevor sie an Bord gingen, Dreck am Stecken. Ein paar haben vorher schon verabredet, eine Meuterei auf dem Schiff anzuzetteln, da sie Angst vor ihren bevorstehenden Kündigungen haben. Doch gerade als sie auf dem Schiff die Meuterei beginnen wollen, kommt alles anders als gedacht.....

Wenn ich das Buch nicht geschenkt bekommen hätte, hätte ich es mir nicht gekauft, da mich solche Bücher nicht besonders interessieren. Aber es war ein sehr spannendes Buch, das ich kaum aus der Hand gelegt habe. Als Krimi würde ich es nicht ansehen, eher als spannender Abenteuerroman! Ich bin überrascht über das Ende der Schiffsfahrt. Für mich war der Schluss etwas komisch, mußte ein paar Kapitel nochmals lesen um es zu verstehen. Fazit: Ein interessantes Buch, mit ein wenig zuviel Mord und Totschlag.

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Bewertung von Karin aus Frankfurt am 23.03.2009 ***** weniger gut
Die Per se, ein Frachtschiff, ist unterwegs nach Surinam.
An Board des Schiffes befinden sich neun Crewmitglieder. Was die Hälfte der Besatzung nicht weiß, das Schiff soll nach dieser Fahrt verkauft werden und die Crew gekündigt. Die andere Hälfte der Crew ahnt davon und zettelt eine Meuterei an.
Jeder der 9 Crewmitglieder hat sein Geheimnis und Probleme.
Als dann auf See der Motor des Schiffes lahm gelegt wird und die Per se von Piraten angegriffen wird, entbrennt ein Kampf um Leben und Tod.

Zum Buch:

Das Cover macht einen neugierig und ist sehr gut gestaltet. Der Klappentext aber verspricht mehr als der Roman halten kann. Der Schreibstil ist etwas langatmig, bis auf die Erzählstränge in denen der Autor die Geschichten überlappen lässt. Spannung kommt aber dennoch nicht in das Buch. Störend finde ich auch das ständig wiederkehrende Bumm Bumm Bumm. Ich habe hier etwas besseres erwartet, mehr Spannung und weniger Shi shi.

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Bewertung von vöglein aus B.-W. am 04.03.2009 ***** weniger gut
Böse und zu düstere Atmosphäre....
Wir begleiten ein Schiff, die Per se inklusive seiner "grausamen" , "kriminellen" Besatzung auf dem Weg von Island nach Südamerika.

Vorab werden die einzelnen Charaktere eingehend beschrieben und ein jeder der Besatzung bringt sein Bündel an übler Vergangenheit mit an Bord.

Neun Besatzungsmitglieder auf engstem Raum und jeder mit seinem Geheimnis, dass er vor den anderen verbergen möchte.

Bumm, Bumm, Bumm (hat mich persönlich genervt!)

Mißtrauen und Sabotage und keiner traut keinem......dann reißt auch noch der Funkkontakt zu Festland ab......

Für mich war das Buch insgesamt zu düster....ingesamt ließ ich mich im 1. Drittel noch richtig mitreißen, dann wurde mir die Stimmung und auch die Handlung irgendwie zu beklemmend. Ich habe es trotzdem fertiggelesen, richtige Begeisterung kam jedoch nicht auf, teilweise fand ich es etwas lahm.

Wer einen Krimi erwartet hat wird enttäuscht sein. Eigentlich handelt es sich eher um ein Abenteuerbuch für Erwachsene

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Bewertung von Toebi aus Beckum am 03.03.2009 ***** sehr gut
Das tosende Meer und die aufbrausenden Wellen auf dem Cover sind schon ein Hingucker. Diese stürmische See wird auf den folgenden Seiten der ständige Begleiter des Lesers bleiben und dies nicht nur aus Sicht des Wetters. Es wird in jedem Fall stürmisch.
Der Reederei geht es nicht gut, jedes Besatzungsmitglied hat private Probleme und einige Eigenarten und dann erweist sich die Seereise auch nicht als einfach.
Besonders gut haben mir hier die stetigen Perspektivenwechsel gefallen. Die Spannung wird hierdurch besonders gut aufgebaut, so dass sich der Seegang schon fast beim Lesen einstellt. Ein durchgängig spannendes Buch, das mich nur zum Schluss mit einigen Fragezeichen zurückgelassen hat. Ein offenes Ende, das m. E. nach multi interpretabel ist. Im ersten Augenblick ist dies vielleicht etwas unbefriedigend, aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr gefällt es mir. Hier kann der Leser seine Phantasie spielen lassen.
Das erste Buch von Stefan Maní, das auf Deutsch erschienen ist und ich hoffe, dass noch weitere Bücher von ihm folgen werden.

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