Das Rätsel der Varusschlacht - Korn, Wolfgang

Wolfgang Korn 

Das Rätsel der Varusschlacht

Archäologen auf der Spur der verlorenen Legionen. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2009, Kategorie Sachbuch

Gebundenes Buch
 
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Das Rätsel der Varusschlacht

9 n. Chr. irgendwo in der norddeutschen Tiefebene: Der römische Statthalter Varus wird mit seiner Armee von Germanen in einen Hinterhalt gelockt und vernichtend geschlagen bis heute eines der wichtigsten, aber auch umstrittensten historischen Ereignisse auf deutschem Boden. Erst in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckte ein britischer Offizier ein Schlachtfeld aus römischer Zeit bei Osnabrück. Sind es die Überreste von Varus und seinen Legionen? Die Suche nach dem Ort der Schlacht, nach Hinweisen für ihren Verlauf und ihre Datierung ist ein Kriminalroman der Archäologie.


Produktinformation

  • Verlag: Fackelträger-Verlag
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 189 S. m. farb. Illustr. v. Klaus Ensikat.
  • Seitenzahl: 189
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • Deutsch
  • Abmessung: 24, 5 cm
  • Gewicht: 660g
  • ISBN-13: 9783771643799
  • ISBN-10: 3771643791
  • Best.Nr.: 23845913

Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension

Besser hätten Wolfgang Korn und Klaus Ensikat dieses Buch nicht machen können, diesen Eindruck zumindest vermittelt Rezensent Harald Eggebrecht in seiner rundweg positiven Besprechung. Das Duo erzählt nicht nur das Schlachtgeschehen nach, sondern entfaltet ein breites Panorama, in dem römische Gesellschaft ebenso anschaulich dargestellt werden die germanische Stammeskultur, der Aufstieg Roms zur Weltmacht ebenso wie jahrhundertelange Suche nach dem Schlachtfeld. Dabei freit sich dRezensent Eggebrecht nicht nur über Korns "engagierte Sachlichkeit", sondern auch Ensikats detailreiche und ein wenig ironische Illustrationen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 05.06.2009

Varus, gib mir meine Legionen wieder
Wolfgang Korn und Klaus Ensikat auf den Spuren der Varusschlacht
So ähnlich wie die Schlacht am Little Bighorn, bei der die 7. US-Kavallerie unter Colonel Custer von den Lakota-Indianern und ihren Verbündeten vernichtend geschlagen wurde, einen Schock bei den weißen Amerikanern auslöste, so ähnlich muss einst die Nachricht von der völligen Niederlage der 17., 18. und 19. Legion unter Publius Quinctilius Varus gegen eine Streitmacht germanischer Barbaren in Rom gewirkt haben. Kaiser Augustus soll in Wut und Schmerz geklagt haben: „Varus, gib mir meine Legionen wieder!” Beide Ereignisse wuchsen sich im Nachhinein zu ideologisch überfrachteten und fragwürdige Identität stiftenden Mythen aus. Little Bighorn bedeutete das Ende der Indianer als freie Völkerschaften, Custer – sein strategisches Unvermögen und blindes Draufgängertum waren die Ursachen des Fiaskos – wurde zum strahlenden Heros der Kavallerie umgedeutet, die Sieger Crazy Horse und Sitting Bull als rote Teufel verdammt.Die Varus-Niederlage vor 2000 Jahren in Germanien wurde zu einem Urmythos der Deutschen, in dem Hermann, der Cherusker, der eigentlich …

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Wolfgang Korn, geboren 1958, arbeitet als Autor und Dozent in Hannover. Er war Redakteur und Pressereferent bei den Grünen und an den Universitäten Tübingen und Stuttgart. Wolfgang Korn schreibt über Archäologie und über Geschichte der Türkei und des Nahen Ostens u. a. für Die Zeit, die Weltwoche, Mare, Geo und Damals.

Er hat mehrere Jugendsachbücher veröffentlicht.

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