Das Moskau Virus / Covert One Bd.6 - Ludlum, Robert; Larkin, Patrick

Robert Ludlum Patrick Larkin 

Das Moskau Virus / Covert One Bd.6

Roman. Deutsche Erstausgabe

Aus d. Amerikan. v. Ruth Sander
Broschiertes Buch
 
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Das Moskau Virus / Covert One Bd.6

"Ludlum packt mehr Action in einen Thriller als fünf seiner Kollegen zusammen." -- The New York Times


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 543, 12 S.
  • Seitenzahl: 543
  • Heyne Bücher Nr.43062
  • Deutsch
  • Abmessung: 187mm x 118mm x 42mm
  • Gewicht: 448g
  • ISBN-13: 9783453430624
  • ISBN-10: 345343062X
  • Best.Nr.: 23328604
"Ludlum packt mehr Action in einen Thriller als fünf seiner Kollegen zusammen." The New York Times

"Ludlum packt mehr Action in einen Thriller als fünf seiner Kollegen zusammen."

"Ludlum packt mehr Action in einen Thriller als fünf seiner Kollegen zusammen."
Robert Ludlum erreichte mit seinen Romanen, die in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurden, weltweit eine Auflage von über 280 Millionen Exemplaren. Robert Ludlum verstarb im März 2001. Die Romane aus seinem Nachlass erscheinen bei Heyne.

Leseprobe zu "Das Moskau Virus / Covert One Bd.6"

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Leseprobe zu "Das Moskau Virus / Covert One Bd.6"

14. FEBRUAR Moskau

Schmutziger Schnee, schwarz von Auto- und Industrieabgasen, häufte sich auf den Bürgersteigen an der Twerskaja, dem imposanten Boulevard, der quer durch eins der quirligsten Geschäftsviertel der russischen Hauptstadt führt. Unter den leuchtenden Straßenlaternen wimmelte es von Fußgängern, die sich, dick eingewickelt gegen die frostige Nachtluft, auf dem eisglatten Pflaster drängelten. Ströme von Autos, Lastwagen und Bussen wälzten sich in beide Richtungen und ihre Winterreifen knirschten auf dem Gemisch aus Salz und Sand, das gestreut worden war, um ihnen auf der außergewöhnlich breiten, mehrspurigen Durchgangsstraße besseren Halt zu geben.

Dr. Nikolai Kirianow eilte auf der rechten Seite der Straße nach Norden, wobei er sich große Mühe gab, sich unauffällig durch die rastlose Menge zu bewegen. Doch sobald irgendjemand, ob Jung oder Alt, Mann oder Frau, ihn streifte, zuckte er zusammen und verspürte den Drang, zurückzuschrecken oder panisch davonzulaufen. Trotz der bitteren Kälte schwitzte er unter der Pelzmütze, Schweißtropfen rannen über seine Stirn.

Der groß gewachsene, spindeldürre Pathologe klemmte sich den hübsch verpackten Geschenkkarton fester unter den Arm und widerstand der Versuchung, ihn unter dem Mantel zu verbergen. Obwohl der Valentinstag erst vor relativ kurzer Zeit in den russischen Kalender aufgenommen worden war, wurde er immer beliebter, und viele andere Männer um ihn herum hatten ebenfalls Pakete mit Schokolade und Süßigkeiten dabei, die als Geschenk für ihre Frauen und Freundinnen gedacht waren.

Bleib ruhig, ermahnte er sich nachdrücklich. Er war in Sicherheit. Niemand wusste, was sie mitgenommen hatten. Noch waren ihre Pläne geheim.

Warum erschrickst du dann vor jedem kleinen Schatten, fragte die leise Stimme in seinem Kopf lakonisch. Hast du all die seltsamen Blicke und die furchtsamen Mienen der Kollegen vergessen? Und was ist mit dem kaum merklichen Klicken im Telefon, das du immer wieder gehört hast?

Kirianow blickte über die Schulter, als erwartete er geradezu, einen Trupp uniformierter Polizisten zu entdecken, die ihn verfolgten. Doch er sah nur andere Moskauer, die mit ihren eigenen Sorgen und Nöten beschäftigt waren, und es eilig hatten, aus dem eiskalten Winterwetter herauszukommen. Etwas erleichtert wandte er sich um und wäre fast frontal mit einer kleinen, rundlichen Alten zusammengestoßen, die mehrere Kartons mit Lebensmitteln in den Armen hielt.

Leise Verwünschungen ausstoßend funkelte sie ihn an.

"Prastitje, Babuschka", stammelte er, während er sich an ihr vorbeidrückte. "Entschuldigen Sie, Großmütterchen." Sie spuckte ihm ärgerlich vor die Füße und blickte ihm finster nach. Er hastete voran, sein Puls hämmerte in den Ohren.

Ein Stück weiter vorn erhellten grelle Neonreklamen die zunehmende Dunkelheit, ein auffallender Kontrast zu den massiven grauen Wohnhäusern und Hotels, die in der Stalin-Ära entlang der Straße entstanden waren. Kirianow atmete aus. Er näherte sich dem Café, in dem er seine Kontaktperson treffen wollte, eine sympathische westliche Journalistin namens Fiona Devin. Dort würde er ihre Fragen beantworten, sein Material übergeben und dann schnell in seine kleine Wohnung zurückkehren, ohne dass übergeordnete Stellen etwas erfuhren. Erpicht darauf, dieses gefährliche heimliche Rendezvous so bald wie möglich hinter sich zu bringen, beschleunigte er seine Schritte noch einmal.

Plötzlich rempelte ihn von hinten jemand an und Kirianow wurde nach vorn gestoßen, auf ein dickes Stück rutschiges schwarzes Eis. Seine Füße verloren den Halt. Wild um sich schlagend glitt er aus und fiel auf den Rücken. Sein Kopf schlug hart auf dem Pflaster auf und eine weißglühende Schmerzwelle überrollte ihn, sodass er keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte. Benommen und stöhnend blieb er einen langen Augenblick still liegen, unfähig sich zu bewegen.

Durch die benebelnden Schmerzen spürte er, wie eine Hand sich auf seine Schulter legte. Ächzend öffnete er die Augen und schaute hoch.

Ein blonder Mann in einem teuer wirkenden Wollmantel kniete neben ihm und überschüttete ihn mit Entschuldigungen. "Oh, es tut mir so leid, mein Herr. Ist alles in Ordnung? Wie ungeschickt von mir. Furchtbar ungeschickt." Mit beiden behandschuhten Händen griff er nach Kirianows Arm und packte ihn fest. "Lassen Sie mich Ihnen beim Aufstehen helfen."

Der russische Pathologe spürte etwas Nadelspitzes tief in sein Fleisch eindringen. Er öffnete den Mund, um zu schreien, und bemerkte mit jähem Schreck, dass er nicht mehr atmen konnte. Seine Lungen waren gelähmt. Verzweifelt versuchte er, nach Luft zu schnappen. Seine Arme und Beine zuckten und bebten, während immer mehr Muskeln erstarrten. In Todesangst sah er zu dem Mann auf, der über ihm kniete.

Der verzog die dünnen Lippen zu einem angedeuteten Lächeln, das rasch wieder verschwand. "Do swidanja, Dr. Kirianow", murmelte er. "Sie hätten den Anweisungen gehorchen und den Mund halten sollen."

Gefangen in einem Körper, der den Befehlen des Gehirns nicht mehr folgen wollte, lag Nikolai Kirianow steif auf dem Boden, tonlos schreiend, während die Welt um ihn herum in völliger und ewiger Dunkelheit versank. Sein Herz flatterte noch einige Augenblicke nutzlos und hörte dann auf zu schlagen.

Der blonde Mann hielt den Blick eine weitere Sekunde auf den mit offenem Mund daliegenden Leichnam gerichtet. Dann blickte er zum Kreis der neugierigen Passanten hoch, die von dem Tumult angezogen worden waren, und setzte eine überraschte und besorgte Miene auf. "Irgendetwas stimmt nicht mit ihm!", sagte er. "Ich glaube, er hat eine Art Anfall gehabt."

"Vielleicht ist er beim Sturz mit dem Kopf aufgeschlagen. Wir sollten einen Arzt rufen", schlug eine modisch gekleidete junge Frau vor. "Oder die Milizija."

Der blonde Mann nickte knapp. "Ja, Sie haben Recht." Er zog einen seiner dicken Handschuhe aus und holte ein Handy aus der Manteltasche. "Ich wähle den Notruf."

Kaum zwei Minuten später hielt ein rot-weißer Rettungswagen am Bordstein an. Das blaue Blinklicht auf seinem Dach glitt über die kleine Zuschauergruppe und warf grobe, verzerrte Schatten auf das Pflaster und die umliegenden Häuser. Zwei bullige Sanitäter mit einer Tragbahre sprangen hinten aus dem Wagen, gefolgt von einem müde wirkenden jungen Mann, der einen zerknitterten weißen Kittel und eine schmale, rote Krawatte trug. In der Hand hielt er eine gewichtige schwarze Arzttasche.

Der Notarzt beugte sich einen Augenblick über Kirianow. Mit einer kleinen Stiftlampe leuchtete er dem Gestürzten in die offenen, starren Augen und fühlte nach dem Puls. Dann schüttelte er seufzend den Kopf.

Kundenbewertungen zu "Das Moskau Virus / Covert One Bd.6"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.7 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von legobauer3000 aus Donauwörth am 11.11.2012 ***** sehr gut
In diesen Buch geht es um ein tödliches Virus . John Smith ein Wissenschaftler und ein Agent der Sondereinheit Covert One , wird in Moskau mit mysteriösen Todesfällen konfrontiert. Mit der Hilfe von der Reporterin Fiona geht er auf die schwierige Suche nach dem Ürsprung der Todesfälle die immer mehr bekannte hohe Diplomaten hinrafft. Als die Erfinder dieser tödlichen Erkranken mitbekommen, das ihnen jemand auf die Spur kommt, wird es für Jon und Fiona lebensgefährlich.
Ein sehr spannend geschriebenes Buch, in dem man einiges über den Geheimdienst erfahren kann.

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 29.08.2010 ***** ausgezeichnet
Äusserst Spannend geschrieben!

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Bewertung von MariLiz aus Cuxhaven am 13.02.2009 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch brachte mich erst auf Spionage und Agententhriller. Seit dem weiss ich , Ludlum ist nicht nur empfehlenswert, sondern der Beste. Er versteht es auch Neulinge zu fesseln, so das man schon nach dem nächsten Buch ausschau hält.

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