Das Mädchen ohne Hände - Kamara, Mariatu

Mariatu Kamara 

Das Mädchen ohne Hände

Mit Susan McClelland
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Produktbeschreibung zu Das Mädchen ohne Hände

Mariatu Kamara ist zwölf, als sie in die Wirren des Bürgerkriegs in Sierra Leone gerät: Rebellen hacken ihr beide Hände ab. Schwerverwundet nimmt sie den Kampf gegen ihr Schicksal auf und findet den Weg in eine lebenswerte Zukunft. Heute ist die 22-Jährige für das Kinderhilfswerk UNICEF als Sonderbotschafterin in den USA und Kanada unterwegs.

Produktinformation


  • Verlag: Pattloch
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 207 S.
  • Seitenzahl: 207
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 125mm
  • Gewicht: 328g
  • ISBN-13: 9783629022295
  • ISBN-10: 3629022294
  • Best.Nr.: 26411717

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Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 1 Bewertung)

Bewertung von R.E.R. am 01.07.2010 ***** ausgezeichnet
Wenn mein Sohn (11 Jahre) freiwillig nach einem Buch greift und es in kürzester Zeit liest. Wenn seine Freunde sich dieses Buch ausleihen um es zu lesen. Wenn dann noch die Mutter eines dieser Freunde Interesse bekundet, ist dies ein sicheres Indiz für ein sehr gutes Buch. Ein Buch über das man mit anderen ins Gespräch kommt, das Stoff zum Nachdenken bietet und Diskussionen auslöst. Das Buch “Das Mädchen ohne Hände” von Mariatu Kamara.

Ende der 1990er Jahre herrscht in Sierra Leone, einem westlichen Küstenstaat Afrikas schon seit fast 10 Jahren Bürgerkrieg. Eines Tages erreicht er auch das Dorf indem die 11jährige Mariatu mit ihrer Familie lebt. Die Rebellen überfallen das Dorf, brennen alles nieder, erschießen oder verstümmeln die Dorfbewohner. Mariatu werden beide Hände von Kindersoldaten mit einer Machete abgehackt. Trotz ihrer schweren Verletzungen und vollkommen auf sich allein gestellt, kann sie sich durch den Busch kämpfen und wird schließlich von einer Hilfsorganisation ins Krankenhaus der Hauptstadt Freetown gebracht. Dort trifft sie Teile ihrer Familie wieder. Gerade als das Leben sich wieder zu normalisieren scheint, stellt Mariatu fest, dass sie schwanger ist.

Geschrieben hat das Buch die freie Journalistin Susan McLellan. Sie hat dafür viele Gespräche mit Mariatu Kamara geführt und ist mit ihr auch in Sierra Leone gewesen. Die Sprache ist einfach und eingängig, gerade als ob Mariatu dem Leser ihre Geschichte selber erzählt. Die Schilderungen des Lebens vor dem Rebellenangriff zeigen das schlichte und idyllische Leben der Bewohner des Landes. Zufriedenheit und Glück liest man aus diesen Zeilen heraus, trotz der für uns schier unglaublichen Armut und Einfachheit.

Dieser Zustand wird durch den Überfall der Rebellen auf das Dorf Mariatus jäh zerstört. Die Sinnlosigkeit und Absurdität dieses Gewaltaktes zeigt sich für mich an einer Stelle des Buches besonders gut. Als die Kindersoldaten Mariatu die Hände abhacken sagen sie zu ihr: “Jetzt kannst du keinen Präsidenten mehr wählen. Geh doch zu deinem Präsidenten und bitte ihn um neue Hände.” Und Mariatu denkt in diesem Moment: “Was ist denn eigentlich ein Präsident?”

Mittlerweile lebt Mariatu Kamara in Kanada und besucht dort die Universität. Als UNICEF Botschafterin macht sie auf die Probleme und Nöte ihres Landes aufmerksam. Ein wichtiges Buch, das zeigt wie sinnvoll Spenden und Hilfen sind. Das aber auch die Grenzen der Hilfe aufzeigt. Mariatu’s Geschichte zeigt einen bedeutsamen Lernprozess. Erst als sie in der Lage ist, ihre eigenen Bedürfnisse zu artikulieren und durchzusetzen, ändert sich ihre Lage. Sie wird zu einem selbstbestimmten Menschen, der auch anderen helfen kann.

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Kurzbeschreibung

Mariatu Kamara ist zwölf, als sie in die Wirren des Bürgerkriegs in Sierra Leone gerät: Rebellen hacken ihr beide Hände ab. Schwerverwundet nimmt sie den Kampf gegen ihr Schicksal auf und findet den Weg in eine lebenswerte Zukunft. Heute ist die 22-Jährige für das Kinderhilfswerk UNICEF als Sonderbotschafterin in den USA und Kanada unterwegs.

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Ende der 1990er Jahre herrscht in Sierra Leone, einem westlichen Küstenstaat Afrikas schon seit fast 10 Jahren Bürgerkrieg. Eines Tages erreicht er auch das Dorf indem die 11jährige Mariatu mit ihrer Familie lebt. Die Rebellen überfallen das Dorf, brennen alles nieder, erschießen oder verstümmeln die Dorfbewohner. Mariatu werden beide Hände von Kindersoldaten mit einer Machete abgehackt. Trotz ihrer schweren Verletzungen und vollkommen auf sich allein gestellt, kann sie sich durch den Busch kämpfen und wird schließlich von einer Hilfsorganisation ins Krankenhaus der Hauptstadt Freetown gebracht. Dort trifft sie Teile ihrer Familie wieder. Gerade als das Leben sich wieder zu normalisieren scheint, stellt Mariatu fest, dass sie schwanger ist.

Geschrieben hat das Buch die freie Journalistin Susan McLellan. Sie hat dafür viele Gespräche mit Mariatu Kamara geführt und ist mit ihr auch in Sierra Leone gewesen. Die Sprache ist einfach und eingängig, gerade als ob Mariatu dem Leser ihre Geschichte selber erzählt. Die Schilderungen des Lebens vor dem Rebellenangriff zeigen das schlichte und idyllische Leben der Bewohner des Landes. Zufriedenheit und Glück liest man aus diesen Zeilen heraus, trotz der für uns schier unglaublichen Armut und Einfachheit.

Dieser Zustand wird durch den Überfall der Rebellen auf das Dorf Mariatus jäh zerstört. Die Sinnlosigkeit und Absurdität dieses Gewaltaktes zeigt sich für mich an einer Stelle des Buches besonders gut. Als die Kindersoldaten Mariatu die Hände abhacken sagen sie zu ihr: “Jetzt kannst du keinen Präsidenten mehr wählen. Geh doch zu deinem Präsidenten und bitte ihn um neue Hände.” Und Mariatu denkt in diesem Moment: “Was ist denn eigentlich ein Präsident?”

Mittlerweile lebt Mariatu Kamara in Kanada und besucht dort die Universität. Als UNICEF Botschafterin macht sie auf die Probleme und Nöte ihres Landes aufmerksam. Ein wichtiges Buch, das zeigt wie sinnvoll Spenden und Hilfen sind. Das aber auch die Grenzen der Hilfe aufzeigt. Mariatu’s Geschichte zeigt einen bedeutsamen Lernprozess. Erst als sie in der Lage ist, ihre eigenen Bedürfnisse zu artikulieren und durchzusetzen, ändert sich ihre Lage. Sie wird zu einem selbstbestimmten Menschen, der auch anderen helfen kann.
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