Das Leben kleben - Lewycka, Marina

Marina Lewycka 

Das Leben kleben

Roman

Übersetzung: Zeitz, Sophie
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Das Leben kleben

Georgie Sinclair steht vor einem Scherbenhaufen: Die Ehe mit ihrem Mann geht in die Brüche, ihr halbwüchsiger Sohn ist fasziniert von Weltuntergangs-Websites, und ihren Job bei der Fachzeitschrift "Klebstoff" findet sie auch nur bedingt interessant. Da trifft sie plötzlich Mrs Shapiro, und die verschrobene 80-Jährige - oder ist sie doch schon 96 Jahre alt? - samt ihrer sieben Katzen bringt Georgies Leben gehörig durcheinander. Denn zuallererst, so sagt sie, braucht Georgie einen neuen Mann, und Mrs Shapiro streckt gekonnt ihre erfahrenen Fühler aus.

Georgie Sinclair hat gerade ihren Mann vor die Tür gesetzt, ihr Sohn entwickelt eine beunruhigende Vorliebe für Weltuntergangs-Websites, und ihren Job bei einem Klebstoff-Fachmagazin findet sie auch nur bedingt faszinierend. Da trifft sie eines Tages Mrs Shapiro, die allein in einem halb verfallenen alten Haus lebt. Die verschrobene Dame ist Jüdin und im Zweiten Weltkrieg nach London geflohen. Als Mrs Shapiro ins Krankenhaus muss, bittet sie Georgie, sich um das baufällige Haus zu kümmern. Gleich mit ihrer ersten Tat setzt sich Georgie gehörig in die Nesseln: Der Handwerker, den sie mit Reparaturen beauftragt, ist keineswegs Pakistani, wie sie dachte, sondern Palästinenser. Eine potenziell heikle Konstellation. Zusätzliche Komplikationen ergeben sich durch zwei geldgierige Immobilienmakler, eine arglistige Sozialarbeiterin und Georgies Ehemann ...


Produktinformation

  • Verlag: Dtv
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 460 S. 191 mm
  • Seitenzahl: 464
  • dtv Taschenbücher Bd.21349
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 122mm x 30mm
  • Gewicht: 338g
  • ISBN-13: 9783423213493
  • ISBN-10: 3423213493
  • Best.Nr.: 33361694
"[...] und während man vor Lachen manchmal kaum weiterlesen kann, dankt man der englischen Autorin Marina Lewycka für jeden neuen Einfall, der "Das Leben kleben" noch bunter macht."
Brigitte 23.03.2010

»Rührend und liebenswert komisch.« Susanne Fröhlich, mach mal Pause 12.01.2011

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 28.04.2010

Schluss mit Fledermausgrau
Marina Lewyckas neuer Roman „Das Leben kleben”
Großbritannien schreibt seit Jahren die schönsten Bestseller-Geschichten: Erst wird eine verarmte, alleinerziehende Mutter berühmt und reich, die ihre Geschichten über Zauberer und Zauberschüler aufschreibt. Dann stürmt eine schwarze Studentin die literarischen Hitlisten, die noch vor dem Abschluss an der Universität mit ihrer Multikulti-Geschichte aus London zum Weltstar avanciert. Und dann kommt – quasi aus dem Nichts – nach J. K. Rowling und Zadie Smith eine fast 60-Jährige daher, die an einer kleinen Universität in Sheffield Medienwissenschaften lehrt; überraschend wird ihr Erstling, der von der Geschichte des Traktors auf Ukrainisch handelt, in 33 Sprachen übersetzt.
Marina Lewycka, deren Eltern aus der Ukraine stammen, die selbst in einem Flüchtlingslager in Kiel geboren und in England aufgewachsen ist, betrachtet ihren Erfolg mit der ihr eigenen Selbstironie: „Seit fünf Jahren bin ich eine erfolgreiche Schriftstellerin. Aber ich vergesse nie, dass ich davor fünfzig Jahre lang nicht erfolgreich war. Das hilft, um einen realistischen Blick auf die Dinge zu …

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"... und während man vor Lachen manchmal kaum weiterlesen kann, dankt man der englischen Autorin Marina Lewycka für jeden neuen Einfall, der "Das Leben kleben" noch bunter macht." -- Brigitte

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Mit Vergnügen hat Katharina Granzin den dritten Roman dieser Autorin gelesen, den sie als "literarische Komödie" einem Genre zuordnet, das es aus ihrer Sicht hierzulande nicht gibt. Denn auch dieses Buch sei wieder eine gelungene Mischung aus Sozialdrama und Komödie, inzwischen Markenzeichen Lewyckas. Skrupellos nutze die Autorin auch diesmal ihr humoristisches Talent, um heikle Themen zu verhandeln. Im vorliegenden Fall handelt es sich, wie wir lesen, um die Geschichte einer alten Jüdin, deren verfallendes Haus von einem palästinensischen Handwerker heimgesucht wird. Was nun genau geschieht, verschweigt die Kritikerin. Nur soviel ist zu erfahren: dass ihr das glückliche Ende der alten Frau Shapiro etwas zu einfach ausgefallen, und das Buch selbst wohl auch nicht ganz so komplex ist wie die früheren.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Wunderbar komisch und anrührend schreibt Lewycka [ ]."
Bettina Musall, SpiegelOnline 17.05.2010

"Bei all dem Durcheinander bündelt Thalbach mit ihrem Ton die chaotischen Fäden der Geschichte zu einem unterhaltsamen und warmherzigen Hörerlebnis."

"Wunderbar komisch und anrührend schreibt Lewycka [ ]."
Bettina Musall, SpiegelOnline 17.05.2010

»Wunderbar komisch und anrührend schreibt Lewycka […].«
Bettina Musall, SpiegelOnline 17.05.2010
Marina Lewycka wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Kind ukrainischer Eltern in einem Flüchtlingslager in Kiel geboren und wuchs in England auf. Sie ist verheiratet, hat eine erwachsene Tochter, lebt in Sheffield und unterrichtet an der Sheffield Hallam University. Ihr erster Roman ›Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch‹ wurde zu einer beispiellosen Erfolgsgeschichte, eroberte die internationalen Bestsellerlisten, wurde in 33 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Marina Lewycka gilt als eine der wichtigsten und populärsten englischen Autorinnen der Gegenwart.


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Kundenbewertungen zu "Das Leben kleben" von "Marina Lewycka"

20 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4 von 5 Sterne bei 20 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Claudias Bücherregal aus Schleswig-Holstein am 20.12.2012 ***** weniger gut
Der Roman handelt von einer Frau, Georgie. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn im Teenager-Alter. Sie ist wegen Streitigkeiten von ihrem Ehemann getrennt, und ihr Sohn Ben pendelt zwischen ihr und ihrem Noch-Ehemann hin und her. Eine weitere tragende Rolle spielt Mrs. Shapiro, die zwischen 61 und 96 Jahre alt ist (dieses schafft einige Verwirrung in dem Roman).

Georgie und Mrs. Shapio treffen sich in ihrer Nachbarschaft, freunden sich kurioserweise an und Georgie hilft ihr aus, als Mrs. Shapio ins Krankenhaus muss, sie kümmert sich also um ihr Haus und ihre zahlreichen Katzen.


Der ganze Roman handelt hauptsächlich davon, wie die beiden Frauen sich kennen lernen und die Lebensgeschichten von einander erfahren. Dazu kommen dann noch Geschichten über Juden und Palästinenser, etliche Geschichten über Klebstoffe (Georgie schreibt in Fachzeitschriften darüber), Weltendszenarios, die ihr Sohn Ben befürchtet, und kurze Kapitel, die Georgie schreibt, da sie selbst ein Buch veröffentlichen möchte.

Mir hat das Buch nicht sehr gut gefallen. Für mich wurden zu viele einzelne Storys zusammengeklebt. Die Roman-Schreib-Versuche von Georgie fand ich sehr uninteressant, die ganzen Storys über Klebstoffe, Klebstoffmessen usw ebenfalls und dann kam ja auch noch die Angst von Ben hinzu, dass die Welt bald unter gehen wird und die Geschichte der Juden und Palästinenser wurde ebenfalls beleuchtet. Für mich hat Lewycka damit einfach zu viele Themen angeschnitten, die nicht zwingend zusammen gehören, außerdem teilweise die Charaktere überspitzt reagieren lassen (wer rennt schon schreiend auf die Neue des Ehemanns zu und rammt ihr eine Banane in die Nase) und viele Strecken waren einfach nur langweilig und öde geschrieben.

Taschenbuch: 460 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423247800
ISBN-13: 978-3423247801

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Bewertung von Youkixxx aus Kamp-Lintfort am 20.01.2012 ***** weniger gut
Ich habe nach der Leseprobe einen leichten, amüsanten Roman erwartet. Die Erwartung wurde auch bestätigt.
Aber die Paarung mit den politischen Strängen, mit den Sprüngen in der Handlung, welche der eigentlichen komischen Seite des Romans wieder nicht gerecht wurde, machte es für mich eher zu einem Buch, das zu lang(weilig) wurde. Es wurde zu viel reingepackt, zu viele verschiedene Themen, die es irgendwie schafften, doch zusammen zu gehören, aber doch einen verwirrten Leser hinterließen. Zumindest mich! :-)

Ich fand es recht anstrengend, am Ball zu bleiben. Der Grundgedanke war sehr vielversprechend, die Ausführung leider nicht.
Dieses Buch wird nicht in meinem Bestand bleiben, weniger ist oft mehr!

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Bewertung von harakiri aus Ostalb am 26.07.2011 ***** sehr gut
Georgina klebt ihr Leben
Ein heiteres, manchmal melancholisches, nachdenklich machendes Buch, das vor allem durch seine lebendigen Charakter lebt. Die Personen sind mit all ihren Problemen lebensnah und authentisch beschrieben, genau so oder so ähnlich geht es täglich Tausenden. Ein bisschen überspitzt dargestellt ist die WG am Ende, aber es ist ein toller Einfall, die Kulturen so zu mischen, dass es auch klappt. Und warum soll es das nicht geben?

Ein Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Locker-flockig zu lesen. Witzig fand ich auch die Überschriften der Kapitel. Hatten die meisten mit Klebstoff zu tun.

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Bewertung von sterntaler aus barver am 23.03.2011 ***** ausgezeichnet
Jede Person im Buch wird einem so vertraut, da wäre man gerne mittendrin.
Frau Lewycka bündelt eine Vielfalt an Themen und fördert Toleranz und andere Blickwinkel.
Lesefreude, die den Alltag beiseite schiebt. Ein bezauberndes Buch.

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Bewertung von kleinbrina aus Hamm am 16.02.2011 ***** sehr gut
Georgies Leben ändert sich schlagartig. Durch die Trennung von ihrem Mann verliert sie sämtlichen Halt in ihrem Leben. Ihr Sohn, der ihr immer merkwürdiger erscheint, ist ihr hierbei keine große Hilfe.
Durch Zufall lernt sie Mrs. Shapiro, eine leicht heruntergekommene ältere Dame kennen, die als Jüdin im zweiten Weltkrieg vor den Nazis geflüchtet ist.
Als sie ins Krankenhaus eingeliefert wird, kommen sich die Frauen näher und es entsteht eine tiefe Freundschaft...

Obwohl ich zunächst von einem leichten Frauenroman ausging, bin ich von der Autorin mehr als positiv überrascht. Durch die Trennung von ihrem Mann und den teils sehr rachsüchtigen Gedanken bin ich auf die falsche Fährte gelockt worden. Doch dieser Roman ist viel tiefgehender als erwartet.

Obwohl Georgie oft Niederlagen hinnehmen musste, liebt sie das Leben und lässt sich durch nichts unterkriegen. Auch sonst ist Georgie eine tolle Protagonistin, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe. Vor allem ihre Willenskraft ist enorm, die ich sehr lobenswert finde.

Aber auch andere Charaktere wie Mrs. Shapiro, die ich lange unterschätzt habe und Georgies Sohn Ben machen diese Geschichte zu einem wundervollen Ergebnis.
Vor allem die Lebensgeschichte von Mrs. Shapiro hat mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt.

Der Schreibstil ist ein Meisterwerk. Durch den leicht sarkastischen, sehr flüssigen Stil bin ich nur so durch die Seiten geflogen und konnte nicht genug bekommen.
"Das Leben kleben" ist wird mit Sicherheit nicht das letzte Buch sein, dass ich von der Autorin lesen werde.

Die Covergestaltung ist schlicht, aber dennoch sehr schön. Vor allem der Titel ist wunderbar passend, ohne zu viel zu verraten.

"Das Leben kleben" ist ein einziges Gefühlschaos. Es hat mich tief berührt, begeistert und oft zum Lachen gebracht. Die perfekte Mischung für verregnete Nachmittage.

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Bewertung von urmeli am 11.11.2010 ***** gut
Georgie Sinclair ist Schriftstellerin, sie schreibt - erfolglos - an einem Roman über romantische Liebe. Seitdem sie ihren Mann Rip aus dem Haus geworfen hat und sie nicht mehr von ihm finanziell unterstützt wird, hat sie einen Job zur Erstellung von Werbebroschüren für Klebemittel übernommen. Es ist nicht das wovon sie träumt, aber damit kann sie so leidlich überleben. Denn da ist ja auch noch Ben, ihr pubertierender Sohn, der die eine Hälfte der Woche bei ihr und die andere bei ihrem Mann lebt. Ben, der ein plötzliches Interesse an der Bibel entwickelt, sich für spirituelle Dinge interessiert und meint, der Weltuntergang stehe kurz bevor.
Bei der Schnäppchenjagd nach abgelaufenen Lebensmitteln treffen Georgie und Naomi Shapiro aufeinander. Sie stellen fest, das sie in der gleichen Straße und so wird Georgie zu einem Essen bei Naomi eingeladen. Naomi ist nicht nur alt und verschroben, genauso lebt sie auch, in einem altersschwachen und verdreckten viktorianischem Haus. Das Fischessen aus schon lange abgelaufenen Lebensmitteln ist jedoch eine Freude für die sieben dort lebenden Katzen.
Plötzlich erhält Georgie eine Nachricht aus dem Krankenhaus: Naomi ist gestürzt und Georgie wurde als nächste Angehörige ausgegeben. Naomi darf nur dann zurück in ihr Haus, wenn dieses wieder bewohnbar wird. Im Baumarkt trifft sie auf Ali, der ihr seine Hilfe anbietet. Naomi ist Jüdin, Ali Palästinenser, der auch noch seine beiden Neffen als Hilfsarbeiter engagiert. Beim Durchstöbern des Hauses findet Georgie seltsame Briefe und Fotos. Wer ist Naomi wirklich?
Das Leben Kleben ist nicht nur der Romantitel, auch die Geschichten um Georgie Sinclair sind aneinander geklebt. Es geht um eine Reihe von Liebesgeschichten, von Weltuntergangsstimmung, vom Leiden der Juden und Palästinenser, von Immobilienhaien, nach einem selbstbestimmten Leben im Alter, der tägliche kleine Kampf ums Überleben und die Hoffnung auf Frieden.
Die verschiedenen Handlungsstränge wurden geschickt miteinander verklebt, doch das Ende ist nach meinem Geschmack zu dick aufgetragen, es gibt nur noch eitel Sonnenschein. Das plötzlich alle Probleme beseitigt sind ist mir zu realitätsfern.

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Bewertung von Xirxe aus Hannover am 27.10.2010 ***** gut
Eines steht fest: Marina Lewycka kann schreiben, durchweg amüsant, selbstironisch, mit einem Blick für's Detail (beispielsweise ihre Beschreibung der Dübel-Abteilung im Baumarkt: 'Die Dübel wirkten außerirdisch, gruselig, mit ihren knubbeligen Plastikpanzern, ihren komplizierten Farben und Nummern: Spreiz-Dübel, Kipp-Dübel, Hohlraum-Dübel, Holzdübel.'). Es macht Spass, Georgie Sinclairs chaotisch gewordenem Leben zu folgen, nachdem ihr Mann sie wegen eines nichtangebrachten Zahnbürstenhalters verlassen hat. Doch leider ist die Freude nicht von Dauer. Aber der Reihe nach.
Georgie, verheirateter frischer Single, lernt kurz nach dem Auszug ihres Mannes Mrs. Shapiro kennen, die ganz in der Nähe in einem halb verfallenen Haus lebt. Aus Mitgefühl und einer gewissen Neugier für diese exzentrische alte Dame ist sie ihr behilflich, als diese für kurze Zeit ins Krankenhaus muss. Bald schon ist es jedoch mit Katzen füttern nicht mehr getan: Eine gierige Sozialarbeiterin und zwei ebensolche Immobilienmaklerbüros versuchen, sich mit allen Mitteln das Haus unter den Nagel zu reißen, währenddessen Georgias Sohn mit Weltuntergangsszenarien zu kämpfen hat. Als ob all dies noch nicht genug wäre, entpuppt sich der für Mrs. Shapiros Haus engagierte Handwerker als Palästinenser, der so seine Probleme damit hat für eine Jüdin zu arbeiten - wie auch im umgekehrten Fall. Und einer der Immobilienmakler bringt Georgie nicht nur wegen des Hauses ziemlich durcheinander...
Was sich zu Beginn witzig und schwungvoll liest, driftet mit fortschreitender Seitenzahl immer wieder mal ins Klamaukhafte und Unglaubwürdige ab (z.B. als Georgia ihren Mann mit seiner Begleitung angreift). Manche Geschehnisse erscheinen derart unlogisch, dass man nur noch zweifelnd den Kopf schüttelt (einerseits kämpft sie gegen die Immobilienmakler wie eine Furie, zeigt aber geraume Zeit keinerlei Interesse für die Besitzerin, für die sie das alles vollführt). Und Handlungsstränge werden angelegt, die jedoch leise einfach wieder verschwinden (die Zwangseinweisung Mrs. Shapiros beispielsweise).
Schade, eine gut durchdachte und schlüssige Geschichte in diesem Schreibstil - das wäre ein super Buch gewesen. So aber bleiben am Ende nur gemischte Gefühle zurück.

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Bewertung von NiliBine70 aus Duisburg am 23.07.2010 ***** gut
Der Zusammenhang zwischen Leben und Kleben
Georgie Sinclair, eine verhinderte Schriftstellerin und freischaffende „Journalistin“ für ein Klebstoff-Fachmagazin, trennt sich von ihrem Ehemann, dem sein Job wichtiger ist, wie seine Familie und deren Alltagsbelange. Zurück bleibt eine Frau, die feststellt, dass ihr Leben, ihre Träume ihr entglitten sind. Mit ihr bleibt der Sohn, die Tochter hat sich schon länger abgenabelt. Nachdem Georgie die Sachen ihres Mann zur Abholung durch den Sperrmüll auf die Straße gestellt hat, lernt sie hierdurch Mrs. Shapiro kennen. Eine alte, schrullige Dame, mit vielen Katzen und vielen Geheimnissen. Sie lässt sich darauf ein, sich um diese Frau zu kümmern und gerät in einen Strudel aus Geschichte und den Mühlen des Staates.

Die Leseprobe hatte mich begeistert, das Buch dann leider nicht so. Der Stil ist zwar leicht und gut zu lesen, aber irgendwann wurde es aus einem unerfindlichen Grund für mich teilweise langweilig.

Selbst so schwere Themen, wie die Geschichte Israels, der 2. Weltkrieg und die Geheimnisse um Mrs. Shapiro vermochten es in meinen Augen nicht, dem ganzen Buch mehr Tiefe zu geben.

Einzig der immer wieder durch Georgie eingeflochtene Bezug zwischen „modernen Klebstoffen“ und ihrer Parallelen im Leben hat ab und zu doch sehr amüsiert.

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Bewertung von Jones79 aus Altlußheim am 22.06.2010 ***** sehr gut
Sehr schönes Buch

Ich muß zugeben, beim Stöbern im Landen hätte ich dieses Buch wohl nicht zur Hand genommen. Cover und Titel lassen doch eher ein Selbsthilfe-Ratgeber vermuten. Aber schon beim Lesen der Leseprobe war ich positiv überrascht, und auch die weitere Entwicklung des Buches hat mich nicht enttäuscht.

Mit einer besonderen Mischung aus Humor und Melancholie erzählt das Buch von einer eher zufälligen Freundschaft zwischen zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Georgie Sinclair, die bei einem Klebstoff-Fachmagazin arbeitet und sich frisch von ihrem Ehemann getrennt hat und der Jüdin Mrs Shapiro, die eine richtige „Schnäppchenjägerin“ ist und mit ihren sieben Katzen in einer alten heruntergekommenen Villa lebt.

Neben dieser „Hauptgeschichte“ wird der Leser mit zahlreichen kleinen Nebengeschichen unterhalten, die jedoch alle irgendwie zusammenzukleben scheinen und das Buch erst richtig interessant machen. So entführt uns Marina Lewycka z.B. in die Zeit des Nationalsozialismus und zum Beginn der Geschichte des Konfliktes zwischen Palästina und Israel.

Also - ein wirklich absolut lesenswertes, tolles, gut geschriebenes Buch, mit vielen unterschiedlichen Menschen, über Freundschaft und jahrelanger Feindschaft, über Liebe, Intriegen, Gier aber auch selbstlose Nächstenhilfe (hätte ich dem Buch von außen gar nicht zugetraut)

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Bewertung von fasef aus Halle am 25.05.2010 ***** schlecht
Georgie Sinclair eine Romanschriftstellerin und Journalistin setzt eines Tages ihren Mann Rip kurzerhand vor die Tür. Als sie anfängt seine Sachen auf dem Sperrmüll zu entsorgen lernt sie die ältere schrullige Naomi Shapiro kennen. Sie freunden sich an. Eines Tages fällt Naomi unglücklich und bricht sich das Handgelenk. Darauf hin beschließt die Krankenhausleitung, sie in ein Pflegeheim einweisen zu lassen. Georgie kämpft darum ihre Freundin aus dem Pflegeheim wieder heraus zu bekommen. Bei der Durchsuchung von Naomis Haus, findet Georgie heraus, dass sie gar nicht Naomi Shapiro heißts sondern dass es sich um eine andere Frau handelt.
Ihr gelingt es Ella, wie Naomi wirklich heißt, aus dem Pflegeheim zu bekommen. Und sie kämpft auch darum das sie ihr Haus behalten darf. Denn der Staat und auch diverse Immobilienhaie haben großes Interesse an dem schönen großen Anwesen
Mir hat das Buch überhaupt nicht gefallen. Zwar ließen sich die ersten 100 Seiten richtig gut lesen. Aber dann schweift die Schriftstellerin total ab. Aus einer Geschichte wurden plötzlich mehrere. Sie brachte die Judenverfolgung und den Pakistanikrieg zur Sprache, allerdings viel zu oberflächlich. Und auch die Epilepsie von Georgies Sohn Ben ist nicht wirklich aussagekräftig.
Das sogenannte Happy End empfand ich auch nicht als solches. Wenn ein Haus abbrennt und die Katzen zum Tierschutz müßen, hat das mit Happy End, finde ich, wenig zu tun.
Auch von den angeblich witzigen Stellen im Buch habe ich nicht wirklich viel gemerkt. Der Schreibstil war alles andere, aber nicht amüsant, eher sehr langatmig. Ich habe mich förmlich durch das Buch quälen müssen und die Seiten gezählt bis ich endlich fertig bin. Und das hab ich nur bei ganz wenigen Büchern. Aus der Geschichte hätte man viel mehr machen können...

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Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Walpaas am 11.09.2010
    Der Meinung kann ich nur zustimmen. Auch ich habe mich durch das
    Buch gequält und war oft dran, es nicht mehr weiter zu lesen.
    Verwirrend finde ich die vielen Personen, die im Laufe des Buches
    eine …mehr

    (Inhalt anstößig?)

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