Das Leben des Farbkünstlers Tizian der Venedig, ganz Italien und
andere Teile der Erde geschmückt hat. Mit den heutigen Standorten
der Kunstwerke.
Eine der umfangreichsten Viten des Vasari: das Leben des
Farbkünstlers Tizian, "der Venedig, ganz Italien und andere
Teile der Erde geschmückt hat."
Neu übersetzt und kommentiert. Mit den heutigen Standorten der
Kunstwerke. Tizians Lebensbeschreibung ist innerhalb der Vite
Vasaris ungewöhnlich: Sie behandelt einen (damals etwa 70jährigen)
Lebenden, freilich einen berühmten, den Ariost wie Aretino priesen,
der für viele Päpste arbeitete, für die della Rovere wie die
Gonzaga, vor allem aber für Kaiser Karl V., den er immer wieder
porträtierte, auch als Ganzfigur. Wohl vermerkt Vasari - als
Toskaner - mit Genuß Michelangelos kritische Äußerung nach einem
Besuch in Tizians Atelier, "daß man in Venedig nicht gut
zeichnen lerne". Aber zugleich rühmt er sein Talent, seine
reichen Farben und besonders seine Porträtkunst: "Auf diesem
Gebiet ist er wirklich herausragend."
Tizian: vielgereist (Bologna, Rom, Deutschland), stets gesund, ein
liebenswürdiger, höflicher Mann, in dessen venezianischem Haus man
"unzählige Fürsten, Gelehrte und Ehrenmänner" sah. Seine
Bilder hängen heute in den wichtigsten Museen der Welt.
Ausstattung/Bilder: Neuausg. 2005. 143 S. m. zahlr. z. Tl. farb. Abb.
Seitenzahl: 144
Edition Giorgio Vasari
Best.Nr. des Verlages: 5027
Deutsch
Abmessung: 191mm x 121mm x 15mm
Gewicht: 206g
ISBN-13: 9783803150271
ISBN-10: 3803150272
Best.Nr.: 13366540
Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension
Erfreut zeigt sich Andreas Tönnesmann über diese Ausgabe von Giorgio Vasaris Biografie Tizians, die jetzt als weiterer Band in der neuen deutschen Vasari-Edition neben der Autobiografie und auf demselben editorischen Niveau erschienen ist. Deutlich gibt Tönnesmann zu verstehen, dass er an Vasaris Biografie Tizians mehr Gefallen findet als an seiner Autobiografie. Was insbesondere daran liegt, dass Vasari im Blick auf Kollegen oft die "zwanglosere, mitunter gar elegante Vermittlung" seiner Botschaft gelinge. In der Vita Tizians sieht er denn auch ein "konkurrenzlos schönes Beispiel für Vasaris Kunst des versteckten Tadels". So hebe Vasari etwa hervor, Keiner male Porträts wie Tizian. "Aber eben nur Porträts, soll sich der Leser denken", kommentiert Tönnesmann, "nicht Historienbilder, die in Vasaris Gunst viel höher rangieren".
Giorgio Vasari, geb. 1511 in Arezzo in der Toskana, war ein Universalgenie: Maler, Architekt (u.a. als Baumeister der Uffizien), Berater der Medici, Kunstsammler und Historiker. Sein Hauptwerk sind die 'Leben der hervorragendsten Künstler', kurz: 'Le vite', erstmals erschienen 1550 und im Laufe der Jahre erweitert. Vasari starb 1574 in Florenz.
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