Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte Europa -
and. Länder - Neueste Geschichte, Europäische Einigung, einseitig
bedruckt, Note: 2,3, Freie Universität Berlin (Osteuropainstitut),
Veranstaltung: Die Konfliktgeschichte des Kosovo 1878 bis zur
Gegenwart, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit befasst sich
nach einer kurzen Abhandlung der Geschichte des Kosovo zuerst mit
der Darstellung der Jahre nach dem Memorandum bis hin zur Aufhebung
der Autonomie des Kosovo im Jahre 1989. Der Politiker Slobodan
Milosevic ist als ein Vertreter des serbischen Nationalismus ein
treibender Akteur in dieser Zeit. Seine Politik ist ausschlaggebend
für die Ereignisse der 90er Jahre. Im Sinne einer Serbisierung des
Kosovo erlässt er Gesetze und Verordnungen, die die Bewohner des
Gebietes dermaßen einschränken, dass sie zu einer Gegenaktion
gezwungen sind. Ein Ziel dieser Arbeit ist es, diese Reaktion der
Kosovaren darzulegen. Hierbei liegen Fragen nach der Motivation der
Bevölkerung, dem Programm der kosovarischen Politiker und der
Umsetzung dieser zugrunde. Ein weiterer Teil wird das alltägliche
Leben in Kosovo präsentieren. Ein besonderes Augenmerk soll auf das
Bildungssystem und das Gesundheitswesen gelegt werden, da die
Restriktionen in diesen Gebieten für die Bevölkerung besonders
schwerwiegende Folgen hatten. Vor allem diese beiden Gebiete
unterstützen scheinbar die These, dass Kosovo Anfang der 90er Jahre
ein Parallelsystem zu dem der Serben aufgebaut hat. Ob dies so ist
und inwiefern dies auf das Gesamtpolitische Konzept zutrifft, soll
ebenfalls erörtert werden. Doch auch die allgemeinen
Lebensbedingungen in Kosovo werden unter der ständigen
Infragestellung der Serbisierungspolitik Milosevics ihre Beachtung
finden. Zum Schluss soll die Frage nach der Selbstbestimmung
Kosovos als eine Nation näher betrachtet werden. Argumente dafür
und dagegen sollen in Kapitel V. gegeneinander aufgewogen zu einer
Antwort führen. In diesem Zusammenhang werden auch mögliche
Lösungen dieses Konflikts bis 1994 thematisiert. Neben historischen
Arbeiten von Vickers, Judah oder Reuter/Clewing liegen dieser
Arbeit zahlreiche Quellen aus dem Internet zugrunde. Hierbei wurden
sowohl Gegenwartsquellen zum Kosovo-Konflikt als auch Dokumente
unmittelbar aus der dargestellten Zeit ausgewählt. Der Infoserver
des Kosovo und auch zwei wissenschaftliche Zeitschriften erwiesen
sich bei der Recherche und Verarbeitung als nützliche Quellen.
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