Das Kind auf der Treppe - Schmidt, Karla

Karla Schmidt 

Das Kind auf der Treppe

Psychothriller

Broschiertes Buch
 
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Das Kind auf der Treppe

Die junge Musikerin Leni Draugur flieht aus Reykjavik vor ihrem gewalttätigen Mann. Sie weiß nicht, ob sie ihn in Notwehr getötet hat oder ob er ihr auf den Fersen ist und sie weiß nicht, welcher Gedanke der schlimmere ist Als Leni endlich spätnachts bei ihrer Halbschwester Zicky in Berlin ankommt, sitzt dort im Treppenhaus ein merkwürdig blasser kleiner Junge allein auf den Stufen. Leni nimmt sich des geheimnisvollen Jungen an, versucht ihn zu beschützen, denn in Berlin hat das "Schulwegmonster" bereits mehrere Kinder auf bestialische Art getötet. Gleichzeitig weiß sie, dass sie vor ihrem Mann erst dann sicher sein kann, wenn er tot ist. Leni gerät in den Strudel der Ereignisse, und bald weiß sie selbst nicht mehr, ist sie Täterin oder Opfer? Ein packender Psychothriller, in dem nichts so ist, wie es scheint!


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 314 S.
  • Seitenzahl: 314
  • Serie Piper Bd.5781
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 122mm x 19mm
  • Gewicht: 263g
  • ISBN-13: 9783492257817
  • ISBN-10: 349225781X
  • Best.Nr.: 28027157
»Psychothriller vom Feinsten.« TV Star
Karla Schmidt, geboren 1974 in Göttingen, lebt mit Mann und zwei Kindern in Berlin, wo sie ein Kultur-, Theater- und Filmwissenschaftsstudium abschloss. In Rheinsberg hat sie an der Inszenierung von Opern- und Tanztheaterprojekten als Dramaturgin, Regieassistentin und Inspizientin mitgewirkt.

Kundenbewertungen zu "Das Kind auf der Treppe" von "Karla Schmidt"

3 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.3 von 5 Sterne bei 3 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von TheSilencer aus Berlin am 25.04.2011 ***** ausgezeichnet
Leni flüchtet aus der Herrschaft ihres Ehemannes direkt zu ihrer Schwester Zicky nach Berlin. Verfolgt von Erinnerungen an das Martyrium ihrer Ehe und einem Zweikampf mit ihrem Ehemann, dessen Ausgang sie nicht kennt, nistet sie sich in dem Berliner Mehrfamilienhaus ein und findet zurück zu ihrer Leidenschaft, der Musik.

Alles wäre gut, wenn die drohende Verfolgung ihres Ehemannes nicht wäre, oder die seltsamen Mieter in dem Haus. Auch das Schulwegmonster, das Kinder auf dem Schulweg auflauert und sie tötet, nimmt Einfluß auf ihr Leben. Doch allen dunklen Wolken voraus ist das Kind auf der Treppe, der blasse, seltsame Junge, der gerade seine große Schwester verloren hat, die Selbstmord beging. Und woher kommen eigentlich diese Geräusche mitten in der Nacht?

Auf verschiedenen Zeiteben setzt Karla Schmidt eine Handlung puzzleartig zusammen, deren Schockwelle einen einfach überrollt. Gepflegt sachlich, teilweise melancholisch, zeichnet die Autorin Bilder in den Kopf, die ohne Warnung Gänsehaut über den Körper schicken.

In ihrem Blog wagen sich einige Gäste an den Vergleich mit Sebastian Fitzek. Diesen finde ich unfair. Während dieser Figuren erfindet, an deren Psyche er nur oberflächlig kratzt und lediglich am Vorantreiben der Handlung interessiert ist, läßt sich Schmidt mit ihren Figuren Zeit und entblättert deren Seele zwiebelartig, bis sie einem den Atem nehmen.

Im gleichen Blog kündigt Schmidt an, dass sie derzeit an ihrem zweiten Thriller schreibt. Das will ich mal stark hoffen!

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Bewertung von olgica am 01.03.2011 ***** gut
Ein Mann liegt mit Handschellen gefesselt auf einem Feldbett. Die Zunge wurde ihm herausgeschnitten, so dass er nicht um Hilfe rufen kann. Außerdem ist sein linkes Bein nur noch ein Stumpf, denn immer wieder wurde ihm eine Scheibe davon abgeschnitten... Doch davon ahnt die junge Isländerin Leni nichts, als sie von ihrem gewalttätigen Ehemann zu ihrer Halbschwester nach Berlin flieht. Mit im Gepäck ist die Ungewissheit, ob sie ihren Mann bei ihrer letzten Begegnung umgebracht hat. Als sie spätnachts in Berlin eintrifft, findet sie zwar ihre Schwester nicht vor, dafür ein kleines Kind das einsam im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses sitzt. Gemeinsam warten die beiden, bis die Hausbewohner eintreffen, doch zuvor werden sie noch Zeuge, wie ein Mädchen aus dem Fenster stürzt.

Karla Schmidt ist mit ihrem Erstling ein kurzweiliges wie beklemmendes Buch gelungen. Schon zu Beginn bereitet eine grausame Szene auf harte Kost vor. Dennoch fand ich das zugeordnete Genre Psychothriller nicht ganz passend, da der für einen Thriller typische Nervenkitzel mich nicht erreichte und auch die Spannung nicht so nervenaufreibend war. Unterhaltsam war die Lektüre allerdings auf gleichbleibendem Niveau. Hierzu trug auch bei, dass die Handlung nicht chronologisch erzählt wurde, sondern aus zeitversetzten Erzählungen der verschiedenen Protagonisten besteht. Ein kleines Manko ist, dass man ab etwa der Buchhälfte manche Zusammenhänge bereits erkennt. Doch die Spannung wird dadurch nicht verdorben, da die genauen Umstände bis zum Ende im Dunkeln liegen. Weiterhin stieß mir sauer auf, dass viele Themen die mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun haben oder nicht vonnöten gewesen wären, wie beispielsweise Inzest, psychische Probleme nur kurz angerissen, aber nicht weiter verfolgt wurden. Es kam mir vor, als müssten zwanghaft alle Protagonisten eine dunkle Vergangenheit haben. Die Sprache ist klar und nüchtern und bis auf die Anfangsszene wird das Buch nicht allzu blutig.
Es handelt sich um ein Buch das zwar intensiv unterhält, aber eben auch nur das.

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Bewertung von Kristin Friedrich aus Hof am 25.10.2010 ***** ausgezeichnet
Wir steigen in diese Geschichte in der Nacht vom 26. Januar auf den 27. Januar 2010 ein. Wir erfahren, dass ein Mann mit großen Schmerzen gefesselt in einem Raum auf einem Feldbett liegt. Der Mann hat unglaubliche Schmerzen, weil ihm ein Bein fehlt - welches ihm scheibchenweise entfernt wurde - und die Zunge ebenfalls herausgeschnitten ist.
Wir springen zum 08. und 09. Januar 2009 in dieser Geschichte und lernen die junge Musikerin Leni Draugur kennen, die plötzlich vor der Tür ihrer Halbschwester Zicky steht und um Asyl bitten will. Bevor sie dazu kommt, lernt sie einen seltsamen Jungen im Treppenhaus kennen.
Und dann gibt es in diesem Thriller auch noch einen Killer, der es auf kleine Kinder abgesehen hat: Das Schulwegmonster.

Mehr gibt es zusammenfassend auch gar nicht zu erzählen. Denn dieses Buch ist ein Puzzle. Jedes Kapitel springt mal einige Monate vor, dann wieder Jahre zurück. Und Stück für Stück kann der Leser das Rätsel lösen und erfährt wie die einzelnen Protagonisten zueinander stehen und die unterschiedlichsten Fäden zusammenlaufen.

Kennt ihr das Gefühl, wenn zum Beispiel ein etwas schüchterner Mensch etwas völlig unerwartetes sagt oder tut und ihr euch fragt "Hat er das wirklich gerade gesagt?". Nun dieses Gefühl hatte ich mehrere Male beim lesen von "Das Kind auf der Treppe". Des öfteren musste ich eine Passage mehrmals lesen, weil ich mich fragen musste "stand das da gerade wirklich?"

Ein richtig guter Psychothriller den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, bis nicht auch die letzte Seite gelesen und das letzte offene Geheimnis der Geschichte gelöst war.

Das Thrillerdebüt von Karla Schmidt hat es wirklich in sich! Von Anfang an sind die Nerven zum zerreißen gespannt. Dieses Buch ist definitiv nichts für schwache Nerven. Ekelfaktor, Spannung, Rätsel - all das wird in diesem Psychothriller ganz groß geschrieben.
Und nochmal eine Warnung für alle: Dieser Thriller ist nichts für schwache Nerven. Lest dieses Buch nur, wenn ihr dem Grauen gewachsen seid, das hier auf euch wartet!

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