Das katholische Abenteuer - Matussek, Matthias
Videoclip

Matthias Matussek 

Das katholische Abenteuer

Eine Provokation

Gebundenes Buch
 
2 Kundenbewertungen
**** ausgezeichnet
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
20 ebmiles sammeln
EUR 19,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Das katholische Abenteuer

Das neue Buch von Erfolgsautor Matthias Matussek Nichts wühlt die Welt derzeit so auf wie die neuen Kämpfe um Religion und Glauben. Da ist der fundamentalistische Terror. Da ist die Reizfigur des Papstes. Da sind die Angriffe der Wissenschaften auf Glaubensbastionen. Der streitbare Katholik und Bestsellerautor Matthias Matussek hat aus seinen Grundüberzeugungen nie einen Hehl gemacht. In seinem neuen Buch hält er der hedonistischen Moderne eine politisch inkorrekte Gardinenpredigt über die »Sieben Todsünden«. Er erläutert, warum Lügen in der Politik nicht lohnen. Er fühlt Gregor Gysi beim Katholikentag auf den Zahn. Er beschreibt die Nacht, in der der alte Papst starb und beobachtet den neuen beim Besuch in seinem Heimatdorf. Er schildert Baptisten und orthodoxe Juden in den USA wie Favela-Priester in Rio de Janeiro. Da der Glaube eine persönliche Angelegenheit ist, ist auch dieses Buch eine: Matussek erzählt, wie er wurde, was er ist. Er legt, auf seine Art, Zeugnis ab. Provokantes Bekenntnis zur Macht des Glaubens.


Produktinformation

  • Verlag: Dva
  • 2011
  • 7. Auflage.
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 357 S. m. Fotos u. Cartoons.
  • Seitenzahl: 368
  • Ein SPIEGEL-Buch
  • Deutsch
  • Abmessung: 224mm x 143mm x 33mm
  • Gewicht: 539g
  • ISBN-13: 9783421045140
  • ISBN-10: 3421045143
  • Best.Nr.: 32550722
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.05.2011

Er weiß, das kann peinlich werden
In seinem Buch „Das katholische Abenteuer. Eine Provokation“ lässt Matthias Matussek es zischen und krachen für die Sache des Glaubens
Der Kulturjournalist Matthias Matussek hat seinen 2330 Facebook-Freunden unlängst Ross Thomas’ Thriller „Am Rande der Welt“ empfohlen. Dessen Protagonist, ebenfalls Buchautor, bekommt auf Seite 52 zu hören: „Na ja, ich hab’s gelesen. Jedenfalls das meiste, aber dann, nach ungefähr drei Vierteln, hab’ ich's aufgegeben. (. . .) Weil ich einfach nicht rausfinden konnte, auf welcher Seite Sie stehen.“ Nun, es scheint fast so, als hätte sich Matussek diese Kritik für sein neues Buch „Das katholische Abenteuer“ zu Herzen genommen. Denn gleich mal vorweg: Eines kann der Leser ganz sicher nicht behaupten – nicht zu wissen, auf welcher Seite Matussek steht.
„Das katholische Abenteuer“ ist ebenfalls ein Thriller, ein „Aufreger“. Das Buch könnte sogar ebenfalls „Am Rande der Welt“ heißen, denn dahin sieht Matussek seine Kirche und die Rede über den Glauben abgedrängt. Und das will er ändern. „Dies ist das Buch eines Journalisten über Gott und …

Weiter lesen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Der hier rezensierende erklärte Protestant Friedrich Wilhelm Graf geht mit dem Autor ebenso hart ins Gericht, wie dieser es in den hier zum Buch kompilierten Essays mit den Protestanten macht. So klar Graf der Furor Matthias Matusseks als subjektive Polemik im Stile eines Don Camillo erkennbar ist, so eindeutig scheint ihm auch Matusseks Grundproblem. Die vom Autor so "wunderbar" memorierte schöne heile Kindheitswelt im Schoß eines katholischen Elternhauses, als Messdiener und Papstfan, und Matusseks Talkshow-tauglicher Katholizismus ist laut Graf eben nur eine recht seichte Angelegenheit, eine Art theologisches Dschungelcamp. Von Glaubenslehre und biblischer Vorstellungswelt dagegen hat der Autor seiner Meinung nach keinen Schimmer, ebenso wenig wie er Lösungsvorschläge zur Glaubenskrise bereithält.Der von Matussek beklagten Protestantisierung des Katholizismus, meint Graf, ist so nicht beizukommen. Paul Josef Kardinal Cordes hat das Buch als "Impuls zum Apostolat" gepriesen - für den Rezensenten ein Zeichen für die intellektuelle Krise des deutschen Katholizismus.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Es bollert also und rumpelt, es zischt und kracht in diesem Buch Seite für Seite. ... Ja doch, Matussek ist hysterisch. Aber in beide Richtungen: in der Abwehr wie in der Begeisterung. Immer mitreißend." (Süddeutsche Zeitung)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 06.07.2011

Mit den römischen Sex Pistols zum Letzten Gericht

Hier wird der Kult zum Kult: Matthias Matussek wirft sich katholisch in die Brust, hofft auf neues Mysterium und hat von zentralen Lehrstücken seiner Kirche erstaunlich wenig Ahnung.

Matthias Matussek, von 2005 bis 2008 Kulturchef des "Spiegel", versteht sich als Gonzo-Journalist. Wie vor vierzig Jahren Hunter S. Thompson setzt er auf aggressive Polemik, kalkulierte Beleidigung, radikale Subjektivität und professionellen Amoklauf. Wild schießt der Zögling des Bonner Aloisiuskollegs der Jesuiten nun um sich, um seine heilige römische Kirche zu verteidigen. Wichtigste Zielscheibe sind die Latte-macchiato-Schickeria mit ihrem alles relativierenden seichten Geschwätz und überhaupt jeder satte, selbstzufriedene Bourgeois, der sich im Status quo eingerichtet hat.

Matussek stammt aus einem entschieden katholischen, kirchentreuen und eng der CDU verbundenen Elternhaus, wurde dann aber klassenkämpferischer Maoist, bevor er nach Drogenexzessen und enttäuschter Liebe zum Kirchenglauben zurückfand. Seine Kirche preist er auch wegen des radikalen Antikapitalismus ihrer Soziallehre. Er sieht in ihr …

Weiter lesen

»Hoppla, da traut sich aber einer was. Ein flammendes Bekenntnis zum erzkonservativen Katholizismus. Und das in diesen Zeiten. Da bleibt nur zu sagen: halleluja.«

»Man möchte fast katholisch werden, wenn man's liest.«
Matthias Matussek, geb. 1954, kam nach Stationen beim Berliner Abend und beim Stern zum SPIEGEL, für den er als Korrespondent und Reporter nach New York, Rio de Janeiro und London ging. Im Herbst 2005 kehrte er in die Zentrale nach Hamburg zurück, wo er bis Januar 2008 das Feuilleton leitete. Heute schreibt er als Autor für das Magazin und agiert als Videoblogger für Spiegel Online.

Leseprobe zu "Das katholische Abenteuer" von Matthias Matussek

PDF anzeigen

Leseprobe zu "Das katholische Abenteuer" von Matthias Matussek

Gottes eigenes Land (S. 211-212)

Warum die Amerikaner den Höchsten auf ihrer Seite wissen »Erst als ich in ihren Kirchen saß und ihre Predigten hörte, habe ich ihre wahre Größe begriffen.« »Amerika ist groß, weil es gut ist.« Alexis de Tocqueville, Über die Demokratie in Amerika So unkompliziert und innig wie in Amerika wird nirgendwo sonst in der Welt über den christlichen Gott gesprochen. Wer hier als Journalist arbeitet und darüber nur den Kopf schütteln kann, reist blind durch den Alltag.

Gott ist überall, in den Radiostationen, auf T-Shirts, in Armenküchen, in Kampagnenslogans, in Songs, auf Billboards. Basketballspieler danken Gott für Slam-Dunks, Gangster-Rapper bedanken sich bei Gott für Trophäen, Filmstars für einen gelungenen Drogenentzug, Politiker beschwören Gott in ihren Reden. Über die Hälfte der Amerikaner sind politisch lautstarke Protestanten und Do-it-yourself-Gläubige, ein Viertel sind leisere, hierarchiebewusstere Katholiken, die sich vor allem im Schul- und Universitätsbereich hervortun und ansonsten in Latino-Gegenden verankert sind. Religiosität elektrisiert linke und rechte Kombattanten und fiebert stets auch im globalen Auftrag:

Im religiösen Selbstgespräch der Nation hat nicht militärische Stärke, sondern moralische Größe Faschismus und Kommunismus besiegt – Gott war mit Amerika. Dass Amerika eine höhere Sendung habe, fand zumindest in den 90er Jahren auch die kritische europäische Intelligenz, die zwar die Frömmelei der Supermacht bespöttelte, aber im gleichen Atemzug moralische Interventionen verlangte, ob in Bosnien, Somalia oder Haiti.

Trotz allen Verfalls, aller Trivialisierungen ist Religion im amerikanischen Alltag vital. In schwarzen Gemeinden sind Kirchen rettende Anker, sie stehen in jedem noch so kleinen Flecken. Anders als in Deutschlands großen, müden Amtskirchen ist das religiöse Gefühl in Amerika Verzückung, Gospel, heiliges Gelächter, die Trance. Es ist im Kern rebellisch, antistaatlich. Der amerikanische Gläubige – ob Pfingstler, Baptist, Evangelist, wiedergeborener Christ – sucht die direkte Gefolgschaft zu Jesus, ohne alle Vermittlungen durch Kirche und Bürokratie. Seinem Wesen nach ist der amerikanische Individualismus nichts als das – die grenzenlose Einsamkeit mit Gott. Die Baptistentaufe ist dramatische Wiedergeburt, ist Bruch mit aller bisherigen Biografie, so wie Amerika Bruch mit aller bisherigen Geschichte war.

Über 90 Prozent der Amerikaner glauben an die Rettung durch Gott. Nur so lässt sich erklären, dass der wegen Kokainhandels verurteilte ehemalige Bürgermeister Washingtons Marion Barry einen glänzenden Comeback-Sieg erringen konnte. Sein Wahlkampf hatte ein einziges Thema: Sündenfall und göttliche Rettung. Wer aus den religiös ausgenüchterten europäischen Notstandsgebieten, besonders den deutschen, nach Amerika kommt, betritt ein strahlendes, oft lärmendes, überbelichtetes Jesus- und Gottestheater und vergisst keinen Moment lang, dass diese Nation von verfolgten Frommen gegründet wurde, die Strapazen, Krankheit und Tod auf sich genommen hatten für das Recht, zu beten, wie und wo und wann sie es wollten. Die Mehrheit der Amerikaner betet täglich.

Das muss man im Blick haben, wenn man auf die amerikanische Politik schaut. Die braucht »kein Mehr an Christentum«, wie es Angela Merkel auf einem CDU-Parteitag forderte, sie hat es, im Übermaß. In bisweilen erschreckendem Übermaß. Gott wird besonders gern benutzt, um den politischen Gegner niederzustrecken. Unter den republikanischen Rechten und den Anhängern der staatsverdrossenen Tea Party wird Gott – meist von protestantischen Sekten und Kirchen – als Bündnispartner im Kampf gegen den demokratischen Präsidenten fest eingebucht. Das war in der Ära Bill Clinton so, das ist jetzt der Fall mit Barack Obama.

Videoclip zu "Das katholische Abenteuer"

Kundenbewertungen zu "Das katholische Abenteuer" von "Matthias Matussek"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet)
***** ausgezeichnet
 
(1)
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Das katholische Abenteuer" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von Felizitas Küble aus Münster am 16.05.2011 ***** sehr gut
Eine gute Kombination aus Streitschrift und Bekenntnisbuch
Matussek liefert hier einen faszinierenden und kraftvollen Rundumschlag gegen den herrschenden Zeitgeist, eine gelungene Mischung von Streitschrift und Bekenntnisbuch.
Seine Begeisterung für den eigenen, den katholischen Glauben ("Das katholische Abenteuer") wird schon im Titel erkennbar und im Buch selber ausführlich und geistreich begründet. Der Autor beläßt es keineswegs bei scharfsinniger Zeitgeistkritik, sondern stellt das Positive des christlichen - zumal des katholischen - Glaubens heraus; seine einleuchtenden Punkte sind teils sachlicher, teils persönlicher (teils auch humvorvoller!) Art, aber stets des Nachdenkens oder auch des Schmunzelns wert, selbst dort, wo man ihm nicht unbedingt zustimmt.
Dabei gerät der Verfasser nicht ins Schwafeln, er verzichtet auf erbauliches Bla-und-blubber, bleibt eng am Thema dran und argumentiert lebendig, aber zugleich logisch und nachvollziehbar.
Das Buch ist ebenso spannend wie gehaltvoll, ebenso fundiert wie witzig, ebenso mutig wie aufrichtig - alles in allem ein großer Wurf.

Es gibt 1 Kommentar zu dieser Bewertung
  • Nonnifan aus Köln am 18.06.2011
    Ihre Bewertung hat mich darin bestärkt, das Buch umgehend zu bestellen! Danke!
     (Inhalt anstößig?)

30 von 34 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 14.05.2011 ***** ausgezeichnet
Auf den ersten Blick scheint dieses Buch ein munteres Plauderbuch eines mutig bekennenden Katholiken zu sein. Ich bin mir sicher, dieses Buch wird die Geister scheiden.

So beschreibt Matthias Matussek seine Begegnung mit dem inzwischen verstorbenen Bischof Johannes Dyba. Der Mann, der einmal gesagt hat, die Kirche solle den Menschen nicht hinterherlaufen, erschien mir als evangelischer Christ nicht gerade sympathisch. Matussek jedoch gelingt es aus seiner Beschreibung heraus auch andere Seiten des katholischen Bischofs zu benennen und aus meiner anfänglichen Ablehunung wurde zumindest Neugier.

"In der Tiefe gewinnt der Mensch Höhe"

Matussek begegnet mir in diesem Buch als Christ, der darüber nachdenkt wie über "religiöses Ergriffensein" geschrieben werden müsse. Er vermisst diese Literatur und er bedauert, dass viele genau deshalb "der Esoterik oder dem Jargon der Ratgeberbücher" verfallen.

Es ist selten, dass jemand so freimütig und kritisch über seinen Glauben schreibt. Es ist schade, dass dies so selten ist, aber es macht angreifbar von allen Seiten. Wer ist schon gern angreifbar? Wer hält schon gern ungeschützt die Wange hin? Wir sollten anfangen über unseren Glauben zu reden, vielleicht geht es der Welt dann bald besser!

Der Autor schwimmt mit seinen Gedanken nicht nur im eigenen Suppenteller herum. So macht er sich in Harlem auf die Suche nach dem "schwarzen Jesus". Die Generation von Martin Luther King ist längst Geschichte. Was ist aus der begonnenen Bewegung geworden? Matussek kritisiert, entdeckt Neues, er wirbt dafür, dass sich Gläubige mit ihrem Glauben immer wieder aufs Neue einbringen, nicht nur in Harlem.

Sich auf dieses Glaubensbuch einzulassen, muss nicht bedeuten dem Autor in all seinen Ansichten immer recht zu geben, aber mit ihm in ein kultiviertes Streitgespräch zu treten, bringt garantiert beiden Seiten etwas und erweitert den theologischen Horizont. Als evangelischer Christ habe ich dieses Buch genossen. Für mich war es sehr erstaunlich, mit welcher Offenheit der Autor über seinen Glauben und den uns alle betreffenden Alltag spricht. Er unterscheidet nicht, für ihn ist es eine Einheit, damit holt er den Glauben heraus aus seinen Nischen und lässt ihn sich aktuell auf seine Alltagstauglichkeit hin erproben.



Christian Döring

28 von 30 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Das katholische Abenteuer" von Matthias Matussek ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

6 Marktplatz-Angebote für "Das katholische Abenteuer" ab EUR 9,50

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
leichte Gebrauchsspuren 9,50 0,85 Banküberweisung Versandhandel Pannier 97,9% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 9,99 1,50 PayPal, Banküberweisung Dominik3336 98,3% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 10,00 2,00 Banküberweisung, PayPal dhk3502 100,0% ansehen
wie neu 13,00 2,00 Banküberweisung, PayPal welsch28 100,0% ansehen
wie neu 13,80 2,50 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buechergott.de 100,0% ansehen
14,00 1,90 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung Antiquariat Wolfgang Rüger 99,3% ansehen
Mehr von