»Joan Didion ist eine Intellektuelle. Nachdenken ist ihr Beruf. Ungeachtet ihrer Winzigkeit, ihrer Fragilität, ihrer zögernden leisen Sprache, ist Joan Didion seit Jahrzehnten eine der überragenden Gestalten in der Landschaft der amerikanischen Intellektuellen. Eine gefürchtete Kommentatorin politischer Prozesse, eine Porträtistin politischer Eitelkeiten, die sie in brillanten Essays ausbreitet... Wenn eine Didion über die Auflösung des Ich unter der Wucht des Schmerzes schreibt, konsultiert sie Experten, erforscht medizinische Einzelheiten, zitiert Freud und Melanie Klein, den Soziologen Philippe Aries, die Fachliteratur eines Jahrhunderts. Es ist eine ihrer typischen exzessiven Recherchen.« (DIE ZEIT)<br/><br/>»Einfühlsam und unerschrocken setzt sich Joan Didion ... mit dem Tod auseinander - und greift ein Thema auf, das in den USA, dem Land des mitunter allzu oberflächlichen Lächelns, oft unter Verschluss gehalten wird. Nicht zuletzt wegen dieses nationalen Verdrängungsmechanismus hatDas Jahr des magischen Denkens einen nachhaltigen Aha-Effekt ausgelöst und ist zu einem der meistdiskutierten Bücher der Gegenwart geworden.« (MYSELF)<br/><br/>»Niemals zuvor hat Joan Didion ein derart persönliches, ja, intimes Buch geschrieben, niemals in ihrem umfangreichen essayistischen und erzählerischen Werk hat sie so viel von sich selbst und ihren beiden Lebensmenschen preisgegeben. Es ist ein Buch der Liebe, des Verlusts, der Trauer und der Erinnerung, ein autobiografischer Nachruf auf eine außergewöhnlich intensive Lebens- und Arbeitspartnerschaft - offen und genau in der Selbstbeobachtung, doch zugleich immer beherrscht, diskret und verschwiegen.« (Sigrid Löffler / LITERATUREN)<br/><br/>»Jeder ihrer Sätze ist kostbar.« (DIE WELT)<br/><br/>»Das Jahr des magischen Denkens ist ein fesselnder Bericht über Sinn und Wahnsinn der menschlichen Endlichkeit.« DIE WELTWOCHE »Die amerikanische Schriftstellerin Joan Didion hat für den Schmerz, der die Hinterbliebenen in einen Abgrund aus Angst und Asche stürzt, in ihrem Buch ... eine bewegende Form gefunden; das Buch, eine Mischung aus Erinnerung, Analyse und Trauerarbeit, ist der Selbstrettungsversuch einer Überlebenden in die Sprache.« (NEUE ZÜRCHER ZEITUNG)<br/><br/>»... mit Brillanz und intellektueller Schärfe schreibt Joan Didion von unser aller Aufbegehren gegen den Tod und davon, was Trauer bedeutet. Bewegend und schmerzhaft.« (BERLINER MORGENPOST)<br/><br/>»Der Name Didion steht für treffsichere Lakonik, und so geht auch ihr Trauerbuch frei von Larmoyanz oder Rührseligkeit direkt unter die Haut.« (NZZ am Sonntag)<br/><br/>»Das Jahr des magischen Denkens ist das direkteste, das roheste ihrer Bücher, es ist das Buch, in dem sie am wenigsten verbirgt. Didions Romane dagegen leben davon, daß das Wichtigste ungesagt bleibt.« (FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG)<br/><br/>»Gnadenlos sieht sie sich selbst von außen zu, wie bei ihr jede feste Vorstellung aufhört, die ich jemals von Tod hatte. Von Krankheit. Von dem, was wahrscheinlich ist und was Glück, (...)was Trauer bedeutet und wie Menschen sich mit der Tasache, dass das Leben irgendwann aufhört, auseinander setzen.« dpa »Didions bewegendes Buch ... analysiert scharfsinnig die ungeheure seelische Erschütterung, die der Autorin rückblickend wie eine spezielle Form von Wahnsinn vorkommt ... geht weit über Didions persönliche Erfahrung hinaus; es ist eine Reflexion über Liebe und Ehe, Schicksal und Sinn, Glück und Verlust - und die Frage, wie wir Menschen mit der Tatsache fertigwerden, dass das Leben irgendwann aufhört.« (DER SPIEGEL)<br/><br/>»Sie hat oft erzählt, dass sie ihr Schreiben von Ernest Hemingway gelernt habe ... Er hat ihr beigebracht, wie Sätze funktionieren. Direkt, unverstellt, konzentriert, wie ruhige Flüsse oder klares Wasser über Granit, ohne Hohlräume oder Strudel. Es gibt nicht wenige, die behaupten würden, Didion könne es besser als Hemingway ...« (WELT AM SONNTAG)
»Joan Didion ist eine Intellektuelle. Nachdenken ist ihr Beruf. Ungeachtet ihrer Winzigkeit, ihrer Fragilität, ihrer zögernden leisen Sprache, ist Joan Didion seit Jahrzehnten eine der überragenden Gestalten in der Landschaft der amerikanischen Intellektuellen. Eine gefürchtete Kommentatorin politischer Prozesse, eine Porträtistin politischer Eitelkeiten, die sie in brillanten Essays ausbreitet... Wenn eine Didion über die Auflösung des Ich unter der Wucht des Schmerzes schreibt, konsultiert sie Experten, erforscht medizinische Einzelheiten, zitiert Freud und Melanie Klein, den Soziologen Philippe Aries, die Fachliteratur eines Jahrhunderts. Es ist eine ihrer typischen exzessiven Recherchen.« (DIE ZEIT)<br/><br/>»Einfühlsam und unerschrocken setzt sich Joan Didion ... mit dem Tod auseinander - und greift ein Thema auf, das in den USA, dem Land des mitunter allzu oberflächlichen Lächelns, oft unter Verschluss gehalten wird. Nicht zuletzt wegen dieses nationalen Verdrängungsmechanismus hat Das Jahr des magischen Denkens einen nachhaltigen Aha-Effekt ausgelöst und ist zu einem der meistdiskutierten Bücher der Gegenwart geworden.« (MYSELF)<br/><br/>»Niemals zuvor hat Joan Didion ein derart persönliches, ja, intimes Buch geschrieben, niemals in ihrem umfangreichen essayistischen und erzählerischen Werk hat sie so viel von sich selbst und ihren beiden Lebensmenschen preisgegeben. Es ist ein Buch der Liebe, des Verlusts, der Trauer und der Erinnerung, ein autobiografischer Nachruf auf eine außergewöhnlich intensive Lebens- und Arbeitspartnerschaft - offen und genau in der Selbstbeobachtung, doch zugleich immer beherrscht, diskret und verschwiegen.« (Sigrid Löffler / LITERATUREN)<br/><br/>»Jeder ihrer Sätze ist kostbar.« (DIE WELT)<br/><br/>»Das Jahr des magischen Denkens ist ein fesselnder Bericht über Sinn und Wahnsinn der menschlichen Endlichkeit.« DIE WELTWOCHE »Die amerikanische Schriftstellerin Joan Didion hat für den Schmerz, der die Hinterbliebenen in einen Abgrund aus Angst und Asche stürzt, in ihrem Buch ... eine bewegende Form gefunden; das Buch, eine Mischung aus Erinnerung, Analyse und Trauerarbeit, ist der Selbstrettungsversuch einer Überlebenden in die Sprache.« (NEUE ZÜRCHER ZEITUNG)<br/><br/>»... mit Brillanz und intellektueller Schärfe schreibt Joan Didion von unser aller Aufbegehren gegen den Tod und davon, was Trauer bedeutet. Bewegend und schmerzhaft.« (BERLINER MORGENPOST)<br/><br/>»Der Name Didion steht für treffsichere Lakonik, und so geht auch ihr Trauerbuch frei von Larmoyanz oder Rührseligkeit direkt unter die Haut.« (NZZ am Sonntag)<br/><br/>»Das Jahr des magischen Denkens ist das direkteste, das roheste ihrer Bücher, es ist das Buch, in dem sie am wenigsten verbirgt. Didions Romane dagegen leben davon, daß das Wichtigste ungesagt bleibt.« (FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG)<br/><br/>»Gnadenlos sieht sie sich selbst von außen zu, wie bei ihr jede feste Vorstellung aufhört, die ich jemals von Tod hatte. Von Krankheit. Von dem, was wahrscheinlich ist und was Glück, (...) was Trauer bedeutet und wie Menschen sich mit der Tasache, dass das Leben irgendwann aufhört, auseinander setzen.« dpa »Didions bewegendes Buch ... analysiert scharfsinnig die ungeheure seelische Erschütterung, die der Autorin rückblickend wie eine spezielle Form von Wahnsinn vorkommt ... geht weit über Didions persönliche Erfahrung hinaus; es ist eine Reflexion über Liebe und Ehe, Schicksal und Sinn, Glück und Verlust - und die Frage, wie wir Menschen mit der Tatsache fertigwerden, dass das Leben irgendwann aufhört.« (DER SPIEGEL)<br/><br/>»Sie hat oft erzählt, dass sie ihr Schreiben von Ernest Hemingway gelernt habe ... Er hat ihr beigebracht, wie Sätze funktionieren. Direkt, unverstellt, konzentriert, wie ruhige Flüsse oder klares Wasser über Granit, ohne Hohlräume oder Strudel. Es gibt nicht wenige, die behaupten würden, Didion könne es besser als Hemingway ...« (WELT AM SONNTAG)
'Joan Didion ist eine Intellektuelle. Nachdenken ist ihr Beruf. Ungeachtet ihrer Winzigkeit, ihrer Fragilität, ihrer zögernden leisen Sprache, ist Joan Didion seit Jahrzehnten eine der überragenden Gestalten in der Landschaft der amerikanischen Intellektuellen. Eine gefürchtete Kommentatorin politischer Prozesse, eine Porträtistin politischer Eitelkeiten, die sie in brillanten Essays ausbreitet... Wenn eine Didion über die Auflösung des Ich unter der Wucht des Schmerzes schreibt, konsultiert sie Experten, erforscht medizinische Einzelheiten, zitiert Freud und Melanie Klein, den Soziologen Philippe Aries, die Fachliteratur eines Jahrhunderts. Es ist eine ihrer typischen exzessiven Recherchen.'DIE ZEIT'Einfühlsam und unerschrocken setzt sich Joan Didion ... mit dem Tod auseinander - und greift ein Thema auf, das in den USA, dem Land des mitunter allzu oberflächlichen Lächelns, oft unter Verschluss gehalten wird. Nicht zuletzt wegen dieses nationalen Verdrängungsmechanismus hat Das Jahr des magischen Denkens einen nachhaltigen Aha-Effekt ausgelöst und ist zu einem der meistdiskutierten Bücher der Gegenwart geworden.'MYSELF'Niemals zuvor hat Joan Didion ein derart persönliches, ja, intimes Buch geschrieben, niemals in ihrem umfangreichen essayistischen und erzählerischen Werk hat sie so viel von sich selbst und ihren beiden Lebensmenschen preisgegeben. Es ist ein Buch der Liebe, des Verlusts, der Trauer und der Erinnerung, ein autobiografischer Nachruf auf eine außergewöhnlich intensive Lebens- und Arbeitspartnerschaft - offen und genau in der Selbstbeobachtung, doch zugleich immer beherrscht, diskret und verschwiegen.'Sigrid Löffler / LITERATUREN'Jeder ihrer Sätze ist kostbar.' DIE WELT'Das Jahr des magischen Denkens ist ein fesselnder Bericht über Sinn und Wahnsinn der menschlichen Endlichkeit.'DIE WELTWOCHE'Die amerikanische Schriftstellerin Joan Didion hat für den Schmerz, der die Hinterbliebenen in einen Abgrund aus Angst und Asche stürzt, in ihrem Buch ... eine bewegende Form gefunden; das Buch, eine Mischung aus Erinnerung, Analyse und Trauerarbeit, ist der Selbstrettungsversuch einer Überlebenden in die Sprache.'NEUE ZÜRCHER ZEITUNG'... mit Brillanz und intellektueller Schärfe schreibt Joan Didion von unser aller Aufbegehren gegen den Tod und davon, was Trauer bedeutet. Bewegend und schmerzhaft.'BERLINER MORGENPOST'Der Name Didion steht für treffsichere Lakonik, und so geht auch ihr Trauerbuch frei von Larmoyanz oder Rührseligkeit direkt unter die Haut.'NZZ am Sonntag'Das Jahr des magischen Denkens ist das direkteste, das roheste ihrer Bücher, es ist das Buch, in dem sie am wenigsten verbirgt. Didions Romane dagegen leben davon, daß das Wichtigste ungesagt bleibt.' FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG'Gnadenlos sieht sie sich selbst von außen zu, wie bei ihr jede feste Vorstellung aufhört, die ich jemals von Tod hatte. Von Krankheit. Von dem, was wahrscheinlich ist und was Glück, (...) was Trauer bedeutet und wie Menschen sich mit der Tasache, dass das Leben irgendwann aufhört, auseinander setzen.'dpa'Didions bewegendes Buch ... analysiert scharfsinnig die ungeheure seelische Erschütterung, die der Autorin rückblickend wie eine spezielle Form von Wahnsinn vorkommt ... geht weit über Didions persönliche Erfahrung hinaus; es ist eine Reflexion über Liebe und Ehe, Schicksal und Sinn, Glück und Verlust - und die Frage, wie wir Menschen mit der Tatsache fertigwerden, dass das Leben irgendwann aufhört.'DER SPIEGEL'Sie hat oft erzählt, dass sie ihr Schreiben von Ernest Hemingway gelernt habe ... Er hat ihr beigebracht, wie Sätze funktionieren. Direkt, unverstellt, konzentriert, wie ruhige Flüsse oder klares Wasser über Granit, ohne Hohlräume oder Strudel. Es gibt nicht wenige, die behaupten würden, Didion könne es besser als Hemingway ...'WELT AM SONNTAG'Die brillante Schriftstellerin, deren Reportagen sich wie Romane lesen und deren Romane ... von Wirklichkeit durchsetzt sind ... sie hat ein Buch über das Jahr danach geschrieben, über die Trauer. Es ist alles da, was man seit dem Weißen Album so verehrt an dieser zarten, mädchenhaften Frau. Die Neugier. Die Akribie. Die Skepsis gegenüber dem, was die anderen sagen.'DER TAGESSPIEGEL'Die Gefühle, die Joan Didion so sorgsam vermeidet, schiebt sie uns zu, dem Leser, der mit stechender Genauigkeit sehen kann, was sie da tut: wie sie in ihrer direkten und in keinem ihrer anderen Bücher derart unmittelbaren Erzählung und in scharfen Beschreibungen der Wirklichkeit diese Wirklichkeit zu ignorieren sucht. Joan Didion trauert nicht. Noch nicht, nicht in diesem Buch. Damit beginnt sie, als das Buch geschrieben ist. Dann stirbt die Tochter. das wissen wir aus der zeitung, und es bricht und das Herz.'FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG'Der Wert des Buchs besteht darin, dass es zugleich persönlich und allgemeingültig ist, mit anderen Worten: Es ist auch ein präzises Dokument über die heutige westlich-christliche Trauerkultur - allein, selbstbeobachtend, isoliert, krank.' FACTS (CH)'Joan Didion hat in der schmalen Bibliothek des Trauerns ein wichtiges Werk hinzugefügt.'Deutschlandfunk Büchermarkt'So radikal privat, offen und schonungslos bis an die Schmerzgrenze ist selten über den Tod eines nahe stehenden Menschen geschrieben worden.'RHEINISCHER MERKUR'So bietet dieses Buch im Nebenbei auch ein facettenreiches Dossier zum Thema Tod. Dass dies vor dem Hintergrund des anrührenden Porträts einer großen Liebe geschieht, macht Das Jahr magischen Denkens so großartig und beklemmend zugleich.'BADISCHE ZEITUNG'Ein unglaublich tiefsinniges und tröstliches Trauerbuch.'FREUNDIN
 | Besprechung von 04.10.2006 |
Tote tot sein lassen müssen
Joan Didions Trauerbericht „Das Jahr magischen Denkens” / Von
Harald Eggebrecht
Dies ist kein glänzend geschriebenes Buch, obwohl es von der ersten
bis zur letzten Zeile fesselt. Lob passt nicht zu diesem
einzelgängerischen Text, der eine Selbstbeobachtung, manchmal
Selbstvergewisserung, dann wieder ein Bericht der Irrungen, ein
Bekenntnis der Ohnmacht ist unter den Bedingungen von Leid und
Trauer. Lob erscheint gönnerhaft nah, als klopfte man Joan Didion
auf die Schulter. Das Buch verweigert sich raschen Handhabungen. Es
unterläuft sie gleichsam durch Nichtbeachtung und öffnet sich doch,
vorausgesetzt man lässt sich ein auf Joans Mitteilungen vom
plötzlichen Herztod ihres Mannes, des Schriftstellers John Gregory
Dunne, mit dem sie vierzig Jahre lang verheiratet war. Sie erzählt
nicht, sie notiert, hält fest, versucht sich zu erinnern und sich
zu beschreiben in ihrem Zurecht- beziehungsweise
Gar-nicht-zurecht-Kommen.
Sie hat dafür eine unprätentiöse Sprache. Manchmal fallen ihr
Gedichtzeilen ein, sie schlägt sie nach, verifiziert sozusagen
Gedächtnisfragmente. Sie spricht zum Leser beiläufig, so als ob er
ein …
 | Besprechung von 17.09.2006 |
In den Endlosschleifen des Leids"Das Jahr magischen Denkens": Die große amerikanische Intellektuelle Joan Didion verarbeitet den Schock durch den Tod ihres MannesVON ANTJE RÁVIC STRUBEL
Nicht einmal in dem New Yorker Buchladen zwei Straßen weiter, wo Joan Didions neuestes Buch gleich stapelweise im Schaufenster liegt, weiß der Verkäufer, daß die Autorin ganz in der Nähe wohnt: an der Upper East Side zwischen Central Park und Yves Saint Laurent, hinter einer Tür mit geschliffenem Glaseinsatz, die zwei Portiers in silbergrauer Uniform bewachen. Joan Didion kam nur ein einziges Mal in den Laden, zur Autogrammstunde. "Sie tauchte auf und verschwand", erinnert sich der Verkäufer. "Alles war auf die Minute genau geplant."
Es ist nicht leicht, Joan Didion kennenzulernen. Die amerikanische Schriftstellerin ist so berühmt, daß ihre Agentur, wenn überhaupt, nur Interviewtermine von einer Dreiviertelstunde vergibt. Das ist zu kurz, um sich der Frau zu nähern, die Amerikas intellektuelles Leben mit ihren gesellschaftskritischen und politischen Essays seit vierzig Jahren entscheidend prägt. Didions Romane tragen dazu bei, daß die …
Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension
Was für ein Buch, was für ein Leben! Verena Lueken bricht es das Herz, weil sie weiß, wie die Geschichte, wie die Realität weitergeht. Das Buch indessen liest sie als Versuch der Schriftstellerin Joan Didion, das Unfassbare, den plötzlichen Tod ihres Mannes, ungeschehen zu machen, durch nichts als Beobachtung und Aufschreiben. Entstanden ist ein Buch über die Liebe und über den Tod, scharfsinnig, wie Lueken mitteilt, zitierfreudig (Freud, Thomas Mann), von unverkennbarem Sprachrhythmus (Lueken lobt das Gespür der Übersetzerin Antje Ravic Strubel), "teilweise witzig", magisch. Die Magie aber ist nicht vollkommen; sie kann nur verzögern. Im Versuch der Autorin, die Dinge zu ordnen, erkennt Lueken die Vermeidung dessen, was kommen muss: Trauer.
© Perlentaucher Medien GmbHJoan Didion, geboren 1934 in Sacramento, studierte Literatur in Berkeley und arbeitete als freie Journalistin für zahlreiche große amerikanische Zeitungen. Sie war u. a. Herausgeberin der Vogue und hat vier Romane sowie zahlreiche Essaybände veröffentlicht. 2005 erhielt sie den National Book Award.
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