Ein großartiger historischer Liebesroman voller Verwicklungen,
Abenteuer und Leidenschaft!
Im Jahre 1290: Der jungen Rachel d-Anjou bricht es das Herz, sich
von ihrer besten Freundin Isabel de Burke trennen zu müssen, um in
die kleine schottische Stadt Berwick zu fliehen. Überall lauert die
Gefahr - besonders in Gestalt des Highlanders Kieran MacDonald ...
Isabel hingegen sieht sich am englischen Hof den Avancen zweier
ebenso verschiedener wie verführerischer Männer gegenüber. Das
Schicksal führt Rachel und Isabel in Berwick wieder zusammen, doch
die Feindseligkeiten zwischen Schottland und England spitzen sich
zu. Bald müssen die Frauen sich entscheiden, wo ihre Treue - und
ihre Herzen - hingehören ...
- Ein Muss für alle Leserinnen von Diana Gabaldon!
- Dramatische Abenteuer und leidenschaftliche Gefühle fesseln den
Leser bis zur letzten Seite!
"Eine bewegende Saga von der großen Liebe in dunkler Zeit -
meisterhaft!" Publishers Weekly
"Wer opulente historische Romane, ein romantisches Liebespaar
und furchterregende Schurken mag, für den ist dies das richtige
Buch. Hervorragend!" Reader to Reader
"Ein wunderbarer Roman voller Intrigen und Verschwörungen,
Treue und Verrat, Stärke und Ehre - und einer großen und wahren
Liebe. Einfach großartig!" Fresh Fiction
Die mehrfach preisgekrönte Autorin Kathleen Givens hat sich mit ihren historischen Liebesromanen in den USA bereits eine riesige Fangemeinde erobert und wurde mit dem renommierten RITA Award ausgezeichnet. Kathleen Givens lebt in Laguna Beach, Kalifornien.
Leseprobe zu "Das Herz der Highlands"
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Leseprobe zu "Das Herz der Highlands" von Kathleen Givens
London Juli 1290
"Rachel! Rachel, wach auf!"
Anfangs fügte sich Sarahs Flüstern in ihren Traum ein. Rachel wandte sich von der Angst in der Stimme ihrer Schwester ab. Sie hatte vom Winter geträumt, von Schnee, der sacht aus einem hellen Himmel fiel. Sie und Sarah hatten als kleine Mädchen darin getanzt und lachend die Flocken mit ihren kleinen Händen aufgefangen. Dann war ein gequälter Schrei aus Sarahs Mund gedrungen, der Himmel hatte sich verdunkelt, und der Schnee war zu Regen geworden. Rachel kletterte mühsam zurück in die Welt. Ihr Geist sträubte sich dagegen, denn was auch immer Sarah Angst gemacht hatte, würde auch sie ängstigen.
"Wach auf!" Sarah rüttelte Rachel an der Schulter.
Rachel schlug die Augen auf. Es war noch dunkel. Und obgleich Sommer war, lag ein kalter Hauch in der Luft. Draußen trommelte der Regen auf das Dach unmittelbar über ihren Köpfen, und die Fensterläden klapperten, wenn der Wind sie gegen die hölzernen Fensterrahmen schlug. Jetzt hörte sie es auch - ein schreckliches Hämmern an der Tür und laute, zornige Männerstimmen.
"Sie sind hier", flüsterte Sarah.
Rachel richtete sich auf, mit einem Schlag hellwach. Sie wusste, wen Sarah meinte: Die Männer des Königs waren gekommen, um sie aus ihrem Haus zu vertreiben. Eben das, was Mama vorhergesagt hatte, war eingetreten. Und Mama hatte Vorbereitungen getroffen. Papa, stets zuversichtlich, hatte behauptet, ihre Familie würde von alledem unberührt bleiben, ganz gleich, was in König Edwards Edikt stand.
Sie konnte die Stimme ihres Vaters aus dem Schlafgemach der Eltern unter ihnen hören. Das Hämmern an der Tür brach ab. Der Regen war zu laut, als dass sie die Worte hätte verstehen können, doch Papa sprach einige Augenblicke, ehe hastige Schritte auf der Treppe seine Stimme übertönten. Die Tür zu ihrem Schlafzimmer wurde aufgestoßen, und Mama eilte herein.
"Zieht euch an, Mädchen", sagte sie beinahe flüsternd, noch damit beschäftigt, ihre eigenen Gewänder zu schließen. "Denkt an die Bündel unter euren Kleidern. Sagt nichts. Ganz gleich, was geschieht, widersprecht den Männern nicht. Und falls ... falls es zu Gewalttätigkeiten kommen sollte ... lauft weg. Denkt an den Plan."
Sarah nickte. Sie war bereits aus dem Bett gesprungen und zog mehrere Röcke über das Hemd, in dem sie geschlafen hatte.
"Mama", sagte Rachel, doch ihre Mutter schüttelte hektisch den Kopf.
"Zieh dich an. Kein Wort mehr. Los doch, Rachel! Bitte, dieses eine Mal in deinem Leben, widersprich mir nicht. Tu einfach, was ich dir sage." Damit war sie verschwunden.
Die nächsten Augenblicke verschwammen in Hast, als Rachel und Sarah sich anzogen und die vorbereiteten Bündel unter ihre Kleider stopften; sie banden einander kleine Säckchen um die Knie, wo sie unter ihren Röcken verborgen sein würden. Die Bündel, die sie sichtbar bei sich tragen würden, enthielten nur Kleidung und ein paar kleine Schätze, die niemand verwundern würden: Bänder für ihr Haar, einen Glücksstein, einen Spitzenkragen, eine Umhangfibel. Nichts, was Verdacht erregen könnte. Man hatte sie gut unterwiesen.
Doch Rachel hatte nicht geglaubt, dass es je so weit kommen würde. Trotz all ihrer Vorbereitungen, trotz Mamas Anweisungen und Ermahnungen, hatte Rachel nicht geglaubt, dass sie tatsächlich würden gehen müssen.
König Edward hatte am 18. Juli sein Edikt verkündet, mit dem er alle sechzehntausend Juden, die in England lebten, aus seinem Königreich auswies. Binnen weniger Tage hatten sich die Straßen Londons mit jenen gefüllt, die den Exodus anführten. Manche hatten einfach alles zurückgelassen, was sie nicht tragen konnten, und ihre Häuser und Läden so verlassen, wie sie waren. Andere hatten versucht, ihre Geschäfte und Wohnhäuser zu verkaufen, und einige hatten auch einen fairen Preis bekommen, die meisten jedoch hatten sich mit einem Bruchteil des Wertes abspeisen lassen. Sie zerstreuten sich in alle Winde, kleine Stadtviertel und Familien wurden auseinandergerissen, vielleicht für immer.
Viele Juden hatten aber auch erklärt, dass sie nicht fortziehen würden, weil König Edward in der Vergangenheit als ihr Beschützer aufgetreten war. Hatte er sie nicht erst vor wenigen Jahren hinter den Mauern des Tower of London in Sicherheit gebracht und beschützt? Er würde sie jetzt nicht im Stich lassen. Das Ausweisungsedikt, hatten sie behauptet, sollte nur die Gemüter derjenigen besänftigen, die die Stimme gegen die Juden erhoben hatten - ein politisches Manöver Edwards. Weiter nichts. Doch andere erinnerten sich noch an damals, als Edward die Geldverleiher im Tower eingekerkert hatte. Hunderte waren gestorben.
Zunächst hatte man die Juden nicht massenweise zusammengetrieben, und niemand hatte jene massakriert, die nicht auf der Stelle fortgezogen waren. Doch manche hatte es härter getroffen als die meisten anderen. Mehrere Familien waren bereits mitten in der Nacht aus den Betten gerissen, aus ihren Häusern geworfen und zum Stadttor eskortiert worden; man hatte sie aus der Stadt gejagt und sich selbst überlassen. Diese
Vorfälle schienen keinem bestimmten Muster zu folgen, doch seit beinahe zwei Wochen geschah so etwas täglich. Und nun, am 30. Juli, waren sie an der Reihe. Ihr Vater war so sicher gewesen, dass man sie verschonen würde.
Dies hier ist nicht wirklich. Ich bin in einem Traum, und wenn ich aufwache, tanze ich mit Sarah in einem Schneesturm. Dies hier ist nicht wirklich.
"Beeile dich!", sagte Sarah. "Schneller! Ich kann sie schon auf der Treppe hören."
Sie waren kaum fertig angekleidet, als der erste Soldat vor ihrem Schlafgemach erschien. Er war älter, und sein grau meliertes Haar ringelte sich störrisch unter dem Helm der königlichen Wache hervor. Er salutierte.
"Meine Damen. Man hat Euch bis Tagesanbruch Zeit gewährt, Eure Habseligkeiten zu packen." Er blickte auf das dunkle Fenster. "Nicht mehr lange."
"Und wenn wir bis dahin nicht reisefertig sind?", fragte Rachel.
"Rachel!", rief Sarah.
"Mein Befehl lautet, dafür zu sorgen, dass Ihr die Stadt verlasst. Wenn Ihr weiterleben wollt ..." Er zuckte mit den Schultern, als sei ihm das völlig gleichgültig.
Rachel nickte knapp. Von diesem Mann konnten sie keinerlei Gnade, keinen kleinen Akt der Güte erwarten. Er beobachtete mit steinerner Miene, wie sie das Bett abzogen und die Laken verknoteten. Sarah, den Kopf noch über das Bündel Leinen gebeugt, griff nach ihrem Ränzel. Sie hielt den Blick gesenkt, schob sich an dem Mann vorbei und lief die Treppe hinunter.
Rachel ließ ein letztes Mal den Blick durch den Raum schweifen, in dem sie ihr Leben lang geschlafen hatte - über die leere Bettstatt, deren Matratze in den Seilen durchhing, über die leeren Haken an der hölzernen Wand, an der ihre Kleider gehangen hatten. Über den schmiedeeisernen Kerzenständer auf dem Tischchen in der Ecke, mit der einen kostbaren Kerze darin, die ihnen an Winterabenden erlaubt war. Sie griff nach dem Kerzenhalter und hörte, wie sich der Mann von der Wache räusperte. Sie blickte über die Schulter zurück. Er fing ihren Blick auf und schüttelte den Kopf. Sie zog die Hand zurück, als würde der Kerzenständer sie verbrennen, und spürte, wie ihr die Hitze ins Gesicht stieg. Einen verrückten Augenblick lang wollte sie ihn anschreien, wie erbärmlich es sei, dass er ihr ein so kleines Ding wie diesen Kerzenständer wegnahm, da er ihr doch schon ihr Zuhause und ihre Vergangenheit entriss, doch sie blieb still und lief ihrer Schwester nach.Unten packte ihr Vater seine Bücher in eine Tasche aus Öltuch, darunter seinen Sidür, das Gebetbuch, und den Tanach, das Alte Testament, das sein Großvater ihm geschenkt hatte. Die Menora und der Talit, der Gebetsmantel, den er am Sabbat brauchte, lagen schon in einem Holzkästchen zu seinen Füßen.
Kundenbewertungen zu "Das Herz der Highlands" von "Kathleen Givens"
1 Kundenbewertung
(Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen
ausgezeichnet)
Bewertung von Melissa1986 aus Grafschaft am 23.04.2009
ausgezeichnet
Dieses Buch ist genial! Habe es an einem verregnetem Nachmittag gelesen und konnte es erst wieder aus der Hand legen als ich es fertig gelesen hatte. Ich empfehle das Buch jedem, der historische Liebesromane mag!