Das Haushaltsbuch - Hohmeyer, Klara

Klara Hohmeyer 

Das Haushaltsbuch

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Das Haushaltsbuch

Mit dem großen Begleitbuch zur bekannten Sendung "Escher. Der MDR-Ratgeber" im MDR erkennen und nutzen Sie Sparpotenziale im Haushalt gezielt.

In Zeiten ständig wachsender Lebenshaltungskosten ist es von Vorteil, Sparpotenziale im Haushalt zu erkennen und zu nutzen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wo und wie Sie sparen können, ohne dass es weh tut.

INHALTE:

- Wie ein Haushaltsbuch erstellt und sinnvoll geführt wird.

- Wie Einnahmen und Ausgaben mühelos kontrolliert werden.

- Mit zahlreichen Tipps und Tricks zum cleveren Einkaufen.


Produktinformation

  • Verlag: Haufe-Lexware
  • 2010
  • 1. Auflage
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 222 S.
  • Seitenzahl: 222
  • Escher, Der MDR-Ratgeber
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 149mm x 20mm
  • Gewicht: 435g
  • ISBN-13: 9783448102376
  • ISBN-10: 3448102377
  • Best.Nr.: 27860924
Klara Hohmeyer, geboren 1972, ist Betriebswirtin. Sie berät seit fünf Jahren Privatpersonen in Haushaltsfragen.

Leseprobe zu "Das Haushaltsbuch"

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Inhaltsangabe

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Leseprobe zu "Das Haushaltsbuch" von Klara Hohmeyer

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Leseprobe zu "Das Haushaltsbuch" von Klara Hohmeyer

Fast jeder Mensch neigt hin und wieder dazu, Dinge zu kaufen, die er eigentlich gar nicht braucht oder die ihm schon ein paar Stunden später nicht mehr gefallen. Wenn Ihnen das äußerst selten passiert und die dadurch entstehenden Kosten zu vernachlässigen sind, müssen Sie sich keine großen Sorgen machen. Anders ist es, wenn Sie häufig überflüssige Ausgaben tätigen. Insbesondere die sogenannten Schnäppchenjäger werden zu diesem Verhalten neigen. Sie werden vor allem in wirtschaftlich schlechten Zeiten zuschlagen, denn gerade dann sollen die Konsumenten mit drastischen Preisreduzierungen, großzügigen Rabatten oder auch "Nimm-dreizahl-zwei"-Angeboten zum Kaufen animiert werden.

ACHTUNG: SEIEN SIE EHRLICH MIT SICH SELBST Kennen Sie Ihr Ausgabeverhalten und wissen Sie genau, in welchen Situationen Sie zum unüberlegten Geldausgeben neigen? Nur wenn Ihnen das bewusst ist, können Sie Abhilfe schaffen.

ANALYSIEREN SIE IHR AUSGABEVERHALTEN Gehen Sie beim Geldausgeben unbewusst nach einem bestimmten Verhaltensmuster vor und unterwandern deshalb Ihre Sparvorhaben? Oft lässt sich ein solches Verhalten ändern - wenn Sie es erst erkannt und sich bewusst gemacht haben. Wenn Sie hier ansetzen, können Sie in Zukunft Geld sparen, ohne Ihre Lebensqualität groß einzuschränken. Beschäftigen Sie sich nun damit, ob Sie Ihr eigenes Ausgabeverhalten in den folgenden Ausführungen wiedererkennen.

SPONTAN- UND FRUSTKÄUFE Wenn Sie etwas sehen, das Ihnen gefällt, kaufen Sie es, ohne lange zu zögern oder sich Gedanken um Ihren Kontostand zu machen. Wenn Sie sich über etwas geärgert haben oder unausgeglichen sind, gehen Sie shoppen. Sie neigen dazu, Dinge zu kaufen, die Ihnen kurz darauf schon nicht mehr gefallen.

Wenn dies auf Sie zutrifft, gehören Sie zu den Menschen, die ihre Einkaufsentscheidung sehr emotional treffen. Sie können Ihr Ausgabeverhalten besser kontrollieren, indem Sie sich vor jedem Kauf ganz klar fragen, ob er wirklich notwendig ist: Brauchen Sie wirklich eine zweite schwarze Strickjacke? Ist der Orangenschäler wirklich hilfreich oder nur hübsch anzusehen und ein weiteres Haushaltshilfsmittel, das in der Schublade verschwinden wird? Wenn Sie sich nicht sicher sind, wie Sie Ihre Kaufabsicht einschätzen sollen, lassen Sie sich die Ware für einige Stunden oder einen Tag zurücklegen. Überdenken Sie Ihre Entscheidung in Ruhe.

SCHNÄPPCHEN Wenn ein Preis reduziert wurde, können Sie nicht nein sagen - egal, ob Sie das Produkt gebrauchen können oder nicht. Häufig fragen Sie nach solchen Einkäufen Freunde oder Bekannte, ob diese Verwendung für das Erworbene haben. Das ist nur ganz selten der Fall.

Schnäppchenjäger lassen sich durch (teilweise nur vermeintlich) niedrige Preise und Rabatte zum Kauf verleiten. Ähnlich wie der Spontankäufer treffen sie ihre Kaufentscheidung emotional. Neigen Sie zu diesem Kaufverhalten, dann beantworten Sie sich vor jedem Kauf ehrlich die Frage: Wollen Sie das Produkt um seiner selbst willen kaufen und auch gebrauchen? Oder möchten Sie es nur wegen des gesenkten Preises mitnehmen?

In Geschäften wird Ware teilweise mit roten oder auf andere Weise auffälligen Etiketten ausgezeichnet. Das soll eine Preisreduktion signalisieren - die allerdings nicht stattgefunden haben muss. Informieren Sie sich deshalb vor jedem Kauf, der Ihnen notwendig erscheint, ob es sich tatsächlich um ein günstiges Angebot handelt. Oder gibt es die gleiche Ware woanders nicht doch für weniger Geld?

LEBEN AUF PUMP Sie geben auch das Geld aus, das noch gar nicht auf Ihrem Girokonto eingegangen ist? Ihren Dispokredit betrachten Sie als Teil Ihres Guthabens?

Wenn Sie sich an das Minus auf Ihrem Kontoauszug so sehr gewöhnt haben, dass es bereits Teil Ihrer Finanzplanung ist, wird es schwierig, aus den Schulden wieder herauszukommen. Machen Sie sich bewusst, dass ein überzogenes Konto kein Normalzustand sein darf. Vielleicht hilft es, wenn Sie einmal ausrechnen, wie viel Geld die Bank allein in den letzten sechs Monaten an Überziehungsgebühren beziehungsweise -zinsen von Ihnen erhalten hat.

Überlegen Sie, welche lang gehegten Wünsche Sie sich mit diesem Geld erfüllen könnten. Denken Sie daran: Am Ende gewinnt immer die Bank! Wenn Sie regelmäßig Ihr Konto überziehen, zahlen Sie letztendlich der Bank mehr Zinsen, als die Bank Ihnen Geld leiht. Mit einer guten Finanzplanung können Sie Überziehungen vermeiden. Wie das geht, erfahren Sie im nächsten Kapitel.

BEQUEMLICHKEIT UND VERSCHWENDUNG Sie vergleichen nur selten Preise, das ist Ihnen zu lästig. Aus Bequemlichkeit unterlassen Sie es, zu einem günstigeren Supermarkt zu fahren oder zu gehen. Dies obwohl Sie wissen, dass Sie bei einem Einkauf dort einige Euro sparen würden. Es macht Ihnen nichts aus, Briefe überzufrankieren, wenn Sie keine passende Marke zur Hand haben.

Wenn Sie zu einem solchen Ausgabeverhalten neigen, sind es meist kleinere Beträge, die Sie unnötig ausgeben. Das ist im Moment nur selten schmerzhaft. Doch dieses "Kleingeld" summiert sich im Lauf eines Monats und erst recht eines Jahres zu einer stattlichen Summe.

Im Vergleich zu anderen lässt sich dieses Verhaltensmuster relativ leicht ändern. Es erfordert zwar immer Energie und Überwindung, etwas von der eigenen Bequemlichkeit aufzugeben. Doch wer die Anfangsschwierigkeiten überwindet, wird schnell erkennen, mit welch geringem Aufwand er Geld einsparen kann.

FIXIERUNG AUF MARKEN Ihnen ist weniger wichtig, was drinnen ist, als was draufsteht: Sie kaufen Marken- und Designerprodukte. Den Vergleich, ob eine günstigere Ware in ebenso guter Qualität und Optik zu haben ist, stellen Sie nicht an.

Sie werden es selbst wissen: Dieser Lebensstil ist Luxus. Bei bestimmten Gegenständen kann es durchaus sinnvoll sein, ausschließlich eine Marke zu kaufen. Das gilt zum Beispiel, wenn sie im Vergleich zu günstigeren Produkten eine entsprechend bessere Qualität haben. Denn dann können Sie als Käufer von einer längeren Lebensdauer des Markenprodukts ausgehen. Wenn sich nach dieser Rechnung die Investition lohnt, ist nichts dagegen einzuwenden.

Bei anderen Produkten aber zahlen Sie den Aufpreis nicht für die Qualität, sondern nur für den Markennamen. In diesem Fall geht es um die Außenwirkung, die mit bestimmten Produkten erzielt wird. Auf Dauer können sich nur wenige Menschen solch ein Luxusleben leisten. Machen Sie sich bewusst, dass Sie nicht auf Lebensqualität verzichten müssen, wenn Sie auf günstige, qualitativ vergleichbare Produkte umsteigen. Und: Nicht alles muss in hervorragender Qualität gekauft werden. Der modische Rock, der nur einen Sommer lang in ist und danach nicht mehr getragen wird, braucht schließlich nicht ewig zu halten.

NOTORISCHES SPAREN Ein gegenteiliges Kaufverhalten zum bisher Dargestellten zeigt der Geizhals. Er kauft grundsätzlich nur das Günstigste und nimmt dafür auch weite Wegstrecken in Kauf. Qualität ist bei seinen Kaufentscheidungen unerheblich.

Wer immer nur das Billigste kauft, ist sicherlich schon öfter als einmal hereingefallen. "Arme Leute zahlen zweimal" lautet eine Volksweisheit, gemeint ist: Wer ausschließlich das Billigste kauft, nimmt häufig schlechte Qualität mit nach Hause. Das Produkt geht entweder schon bald kaputt oder es hat Macken. Wird der Gegenstand über einen längeren Zeitraum hinweg benötigt, muss er ganz sicher bald ersetzt werden - durch einen von besserer Qualität. Damit hat der Käufer zweimal Geld ausgegeben - und Lehrgeld bezahlt. Informieren Sie sich daher insbesondere vor großen Anschaffungen darüber, welche Produkte zur Auswahl stehen.

Sogar bei Lebensmitteln kann sich, abgesehen vom gesundheitlichen Aspekt, eine höhere Investition buchstäblich auszahlen: Bio-Vollkornbrot beispielsweise ist zwar teurer, macht aber schneller satt als anderes Vollkornbrot. Von einem Laib Biobrot haben Sie deshalb länger etwas.

Leseprobe zu "Das Haushaltsbuch" von Klara Hohmeyer

Wie Sie beim Autokauf sparen können (S. 151-152)

Ein Autokauf will gut überlegt sein. Schließlich geben wir für kaum etwas anderes so viel Geld aus. Ein Auto begleitet uns über viele Jahre und je nachdem, wie wir es bezahlen, binden wir uns auch finanziell über einen längeren Zeitraum.

Die Entscheidung fällt nicht leicht, denn es stehen unterschiedliche Möglichkeiten offen. Soll es der reguläre Neuwagen sein, eine Tageszulassung, der Vorführwagen oder ein EU-Direktimport? Ein gebrauchter, vom Händler oder von privat? Und nicht zuletzt: Ist Barzahlung, Leasing oder Finanzierung der Weg der Wahl?

Holen Sie alle relevanten Informationen ein über die Optionen, die für Sie infrage kommen. Vergleichen Sie die Angebote – ob bei verschiedenen Händlern oder Privatanbietern. Je genauer Sie Bescheid wissen, desto besser können Sie nicht nur die Preise einschätzen, sondern auch verhandeln. Und das gehört zum Autokauf dazu.

So feilschen Sie um den Preis


Sowohl beim Kauf eines Neuwagens als auch eines gebrauchten Autos lohnt es sich zu feilschen. Gehen Sie auch zu verschiedenen Händlern einer Marke, die Preise sind hier mitunter unterschiedlich und die Höhe der Rabatte sowieso. Die folgenden Anregungen liefern Ihnen Argumente für den Kauf eines Neuwagens:

- Wird der infrage kommende Fahrzeugtyp in naher Zukunft durch ein neues Modell abgelöst? Das ist ein besonders günstiger Zeitpunkt, um beim Kauf des alten Typs einen Rabatt herauszuschlagen. Wenn Sie richtig gut verhandeln, können Sie bis zu 30 Prozent sparen.

- Wenn Sie sich für ein weniger beliebtes Modell interessieren, stehen Ihre Chancen besser, einen guten Rabatt herauszuschlagen. Natürlich stellt sich die Frage, warum sich ein bestimmtes Modell schlecht verkauft. Finden Sie das heraus und prüfen Sie, ob die Gründe für Ihre Situation entscheidend sind. Da der Wiederverkauf eines solchen Wagens eher schwierig werden dürfte, lohnt sich der Kauf dann, wenn Sie vorhaben, das Auto lange zu fahren.

! FESTPREIS ODER PREISANPASSUNG?

Beim regulären Kauf eines Neuwagens liegen zwischen Vertragsabschluss und Lieferung einige Wochen. In dieser Zeit kann sich der Listenpreis ändern. Versuchen Sie daher, vertraglich einen Festpreis zu vereinbaren, damit Sie keine unangenehmen Überraschungen erleben. Wenn Sie sich darauf nicht mit dem Händler einigen können, der Preis also der am Liefertag gültige ist, sollten Sie wenigstens eine Maximalgrenze für den Preis festlegen. Geht die Preiserhöhung darüber hinaus, können Sie vom Kauf zurücktreten. Prüfen Sie, was für Sie akzeptabel wäre. Und auch hier gilt: Verhandeln Sie!

Beim Kauf eines Gebrauchtwagens steht im Vordergrund, nach Mängeln zu suchen. Das ist zum einen wichtig, damit Sie keinen vermeintlich gut gepflegten Wagen kaufen, der sich nach kurzer Zeit als reparaturanfälliges Ersatzteillager entpuppt. Zum anderen senkt jeder Mangel, den Sie entdecken, den Preis. Zudem gibt es Gründe für einen Preisnachlass, die Sie beim Händler von Neuwagen wie auch von Gebrauchtwagen anbringen können.

- Bieten Sie an, Ihren alten Wagen in Zahlung zu geben. Sind die Aussichten für den Weiterverkauf gut, ist das ein Argument, warum der Händler Ihnen entgegenkommen könnte.
- Lässt der Autohändler nicht mit sich über den Preis reden, fragen Sie nach kostenlosen Extras wie Winterreifen, ein mobiles Navigationsgerät, Warndreieck oder Wagenheber. Oft erklären sich Händler auch bereit, die Überführungsgebühren für den Wagen zu zahlen und die Anmeldung für den Käufer zu erledigen.

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