Das Grabtuch von Turin oder das Geheimnis der heiligen Bilder
Millionen werden im Jahr 2010 nach Turin reisen, wenn nach Jahren
wieder ein 4,36 x 1,10 m großes, mit mysteriösen Flecken übersätes,
uraltes Leinentuch gezeigt wird. Stammt es aus der Antike? Sind das
Blutflecken, die man da sieht? War das vielleicht das Tuch, in das
man den toten Jesus wickelte, als man ihn ins Grab legte? Das wäre
sensationell. Dann nämlich sind die auf dem Tuch erkennbaren
Gesichtszüge eines Folteropfers die Gesichtszüge des Rabbi Jeschua
von Nazaret. Dann wissen wir, wie groß er war und woran er konkret
starb. Seit Jahrzehnten tobt ein Forscherkrieg zwischen denen, die
das Grabtuch für echt, und jenen, die es für ein mittelalterliches
»Fake« halten. Der Historiker und Bestsellerautor Paul Badde geht
von der Echtheit des Grabtuchs aus; für ihn ist es ein »nicht von
Menschenhand gemaltes Bild«. Badde liefert ein bezwingendes
Plädoyer für die Echtheit des Turiner Grabtuchs; er zeigt nie
gesehene Fotos und entschlüsselt die geheime Botschaft dieses Tuchs
und anderer Bilder, die uns auf geheimnisvolle Weise zu
Zeitgenossen und Augenzeugen Jesu machen.
Paul Badde, Jahrgang 1948, ist Historiker und Journalist. Seit 1980 tätig für die FAZ, seit 1998 Redakteur und Reporter der WELT, zunächst in Jerusalem, heute in Rom und beim Vatikan. Fachveröffentlichungen.
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