Das Glück in glücksfernen Zeiten - Genazino, Wilhelm
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Wilhelm Genazino 

Das Glück in glücksfernen Zeiten

Roman. Ausgezeichnet mit dem Rinke-Preis 2010

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Produktbeschreibung zu Das Glück in glücksfernen Zeiten

Der Arbeitsmarkt kennt keine Gnade, erst recht nicht für Philosophen. Daher tritt Dr. phil. Gerhard Warlich eine Stelle als Wäscheausfahrer an und richtet sich ein in dieser nicht allzu aufregenden, aber sicheren Existenz. Doch als seine Freundin Traudel sich ein Kind wünscht, bringt das Warlich, der eigentlich nur "halbtags leben" möchte, vollkommen aus dem Gleis. Wilhelm Genazino erzählt diese Geschichte eines traurigen Helden und seiner viel weniger traurigen Freundin mit verblüffender Lakonie. Keiner beschreibt die menschliche Verzweiflung an Leben und Liebe so ironisch und brillant wie er.

Produktinformation


  • Verlag: Hanser
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 157 S.
  • Seitenzahl: 160
  • Best.Nr. des Verlages: 505/23265
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 130mm x 20mm
  • Gewicht: 276g
  • ISBN-13: 9783446232655
  • ISBN-10: 3446232656
  • Best.Nr.: 25617402

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Klug, heiter und manchmal "angenehm traurig" findet Rezensent Otto A. Böhmer das neue Buch von Wilhelm Genazino. Es gehe, schreibt der Rezensent, um das "Anspruchsdenken des Glücks" und als Protagonist wird ein studierter Philosoph Anfang vierzig vorgestellt, der als leitender Angestellter einer Großwäscherei sein Geld verdient und dessen Freundin ihn eines Tages mit dem Wunsch konfrontiert, Mutter werden zu wollen. Dies richtet, lesen wir, im Männerweltbild einiges an Verwirrung an, was erst zu Verhaltensauffälligkeiten und am Ende zur Entlassung des Mannes führt. Am Ende findet er Frieden in der Psychiatrie. Auch die Botschaft des Romans, dass nämlich Glück nicht zwingend glücklich macht, imponiert dem Rezensenten außerordentlich.

© Perlentaucher Medien GmbH

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
Gerhard Warlich ist promovierter Philosoph und hat es damit bis zum Organisationsleiter einer Großwäscherei geschafft. Überqualifiziert!, meinte nicht nur einst sein Chef, das meint auch ganz spontan der Leser. In Wirklichkeit bestreitet der Held in Genazinos neuem Roman nur so nebenbei sein Leben, denn Warlichs Haupttätigkeit besteht im ständigen Reflektieren des eigenen Ichs und in der ironisch-distanzierten Beobachtung seiner Umwelt. Als seine Freundin Traudel den 41-Jährigen mit ihrem Kinderwunsch überrascht, läuft Warlichs Leben ganz sanft aus dem Ruder. Er lässt es bewusst geschehen, und der Leser merkt: Da bröckelt eine Fassade. Aber leidet Warlich wirklich an einer Depression? Oder spielt er allen nur was vor - so wie seinem alten Studienfreund Gerd Angermann, der es nach seiner Promotion über Nietzsche zum Medienbeauftragten der Hessischen Volkshochschulen brachte und dem er von beruflichen Plänen erzählt, die nur in seiner Fantasie existieren? Genazinos Sprache, die er seinem Protagonisten überlässt, ist schlicht und genau und geprägt von einem Hauch von Wehmut. (jw)
Wilhelm Genazino, geb. 1943 in Mannheim, lebt heute als freier Schriftsteller in Frankfurt am Main. 1998 erhielt er den 'Großen Literaturpreis' der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und 2004 den 'Georg-Büchner-Preis'. 2007 wurde Wilhelm Genazino mit dem 'Kleist-Preis' und der 'Corine' ausgezeichnet. 2010 erhielt er den 'Rinke-Sprachpreis'.

Leseprobe zu "Das Glück in glücksfernen Zeiten" von Wilhelm Genazino

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