Mitte der 1950er-Jahre gerät der Schauspieler Peter Cushing bei der
Vorbereitung für seine Rolle in einer Frankensteinverfilmung in
Verwicklungen rund um einen für Jahrzehnte verschollenen Film, den
der Teufel höchstpersönlich Anfang der 1920er-Jahre in Hollywood
gedreht und prouziert haben soll. Das Besondere: der Film verführt
jeden seiner Betrachter zu Wahnsinnstaten. Am Anfang dieses
Invernals steht ein grausiges Verbrechen, das Kinder in einer
kleinen Ortschaft im Norden Englands verüben. Nach einer
Filmvorführung bringen sie alle Erwachsenen des Dorfes um,
kreuzigen den Priester kopfüber und verbrennen sich danach selbst.
Inspektor Andrew Carmichael und sein Adept Harry Logan werden zum
Tatort gerufen und im Laufe der Aufklärung des mysteriösen Falles,
stossen der Schauspieler und die Polizeibeamten aufeinander und
bekämpfen fortan gemeinsam das Böse.
"Dieses Buch zu lesen, hat riesigen Spass gemacht. Ich war so glücklich wie ein Schwein im Kornfeld." Pedro Paz
Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension
Rezensent Tim Caspar Boehme kann Javier Marquez Sanchez zu seinem Debütroman nur beglückwünschen, denn er findet ihn kurzweilig, extrem spannend und sehr gelungen in seiner Mischung aus fiktiven Wendungen und Fakten. Der spanische Filmkritiker hat nämlich eine Hommage an die britische Produktionsfirma Hammer Films geschrieben, die eine Neuverfilmung der Frankensteingeschichte plant, erklärt der Rezensent. Während sich der Hauptdarsteller auf seine Rolle vorbereitet, geschehen rätselhafte Grausamkeiten, für die der Teufel persönlich, der eine ominöse Filmrolle produziert hat, verantwortlich sein soll, erfahren wir. Auch wenn außer dem Helden keiner der Protagonisten charakterliche Tiefe hat, gibt sich der Rezensent sehr willig der rasch voranschreitenden Handlung hin und freut sich über die vielen Zitate aus Horrorfilm-Klassikern. Dass auch die Aufmachung des Buchs mit ihrer Anlehnung an Edgar-Wallace-Romane stimmt, steigert das Vergnügen für Boehme noch.
Javier Márquez Sánchez, 1978 in Spanien geboren, ist als Journalist für den spanischen Rundfunk und diverse Zeitschriften tätig. Bislang hat er einen Erzählband und mehrere Sachbücher zu Film- und Musikthemen publiziert. "Das Fest des Monsieur Orphée" ist sein erster Roman