Artikelseite zu "Das Europa der Diktaturen" Drucken
Das Europa der Diktaturen
Eine neue Geschichte des 20. Jahrhunderts
Unter Mitarb. v. Katarzyna Stoklosa
- Einband: Gebunden
- Gebundenes Buch
Produktinformation
- Verlag: Dva
- 2006
- Ausstattung/Bilder: 2006. 879 S. m. Ktn. u. graph. Darst.
- Seitenzahl: 880
- Deutsch
- Abmessung: 223mm x 150mm x 52mm
- Gewicht: 1020g
- ISBN-13: 9783421058775
- ISBN-10: 3421058776
- Best.Nr.: 20843490
Leseprobe zu "Das Europa der Diktaturen"
Bitte klicken Sie auf die Navigation oder das Artikelbild, um in "Das Europa der Diktaturen" von "Besier, Gerhard" zu blättern!
Produktbeschreibung zu "Das Europa der Diktaturen"
Kurzbeschreibung
"Das Literaturverzeichnis und ein Register machen den Band zu einem Nachschlagewerk, das in seiner Art konkurrenzlos ist." Märkischen Allgemeine
Beschreibung
Leseprobe zu "Das Europa der Diktaturen" von Gerhard Besier
Einleitung
I.
Wie konnte es geschehen, dass Kontinentaleuropa im 20. Jahrhundert
zum "Europa der Diktaturen" wurde? Um solche Prozesse zu
verstehen, bedarf es eines langen Atems. Es genügt nicht, die
Diktaturen und ihre Funktionsmechanismen zu betrachten, sondern man
muss auch die - wie es scheint - unverfängliche Vorgeschichte und
vor allem die Übergänge mit einbeziehen. 1919 startete das mehr
oder weniger zwangsdemokratisierte Europa ins 20. Jahrhundert. Doch
der demokratische Verfassungsstaat schien nicht zur politischen
Tradition und Mentalität mancher europäischen Völker zu passen.
Nicht nur die politische, auch die territoriale Neuordnung nach dem
Ersten Weltkrieg wurde von den intellektuellen Eliten abgelehnt.
Machtstaatsvorstellungen, ein überbordendes Nationalbewusstsein,
der Wunsch nach Rückgewinnung einstiger Größe standen im
Vordergrund des Denkens. Damit einher gingen die Diagnose vom
Werteverfall in der Bevölkerung sowie der Eindruck einer
weltanschaulichen Beliebigkeit und eigentümlichen Bindungslosigkeit
aufgrund der neuen pluralen Kultur. Hinzu traten - nach
Erholungsphasen - immer wieder schwere ökonomische Erschütterungen
und …
03.04.2007
Auf der Couch und darunter
Gerhard Besiers Kompendium über Diktaturen
In diesem Buch passt wenig zusammen. Bereits Titel und Untertitel
sind irreführend. Ein "Europa der Diktaturen" gab es
nicht, und es wird nicht einmal der Versuch zu seiner konzeptuellen
Begründung gemacht. Vollends rätselhaft bleibt, inwieweit das Buch
eine "neue Geschichte des 20. Jahrhunderts" präsentiert.
Der Band besteht aus drei Teilen: einer Abhandlung über die im
Weltkrieg und in der Zwischenkriegszeit entstandenen Diktaturen,
einer Darstellung der Entwicklung des sowjetischen
Satellitengürtels bis zum Zusammenbruch des Sowjetblocks und einer
politikwissenschaftlichen Bestandsaufnahme mit vorsichtiger
Bewertung der Zukunftsperspektiven dieser Staaten. Autor ist
Gerhard Besier, der Direktor des Dresdner Hannah-Arendt-Instituts,
ein protestantischer Kirchenhistoriker und Psychologe. Daher stellt
sich die Frage, wie er nun plötzlich ein Kompendium unterschiedlich
langer Staatengeschichten vorlegen kann, selbst wenn eine polnische
Wissenschaftlerin als Mitarbeiterin ausgewiesen ist.
Statt einer problemorientierten Einleitung gibt es Vorbemerkungen
ganz eigener Art. …
02.10.2006
Geradezu enzyklopädischen Umfang habe diese Geschichte der
europäischen Totalitarismen, honoriert Rezensent Micha Brumlik die
enorme "Fleißarbeit" der Autoren. Der erste Teil sei den
rechten Diktaturen gewidmet, der zweite der Geschichte des
Stalinismus. Wobei Stalinismus und Nationalsozialismus in der
"zurückhaltenden" Studie nirgends gleichgesetzt würden.
Ein Manko der nüchternen Darstellungsweise insgesamt ist für den
Rezensenten allerdings, dass auf die massiven "Traumata"
nicht näher eingegangen würde. Hier im Verzicht auf eine
gesellschaftstheoretische Analyse liegt für Brumlik auch der Grund,
warum letztlich das Versprechend des Untertitels nicht eingelöst
wird. Selbst im Vergleich zu frühen Forschungen von Ernst Nolte
zeige sich hier ein klares Defizit. Auch der schiere Umfang des
Projektes, gibt der Rezensent zu bedenken, werde wahrscheinlich
dazu führen, dass Einzelstudien viele Ergebnisse bald obsolet
machen werden. Als Informationsquelle jedoch über die Möglichkeiten
einer modernen Totalitarismusforschung kann er den Band durchaus
empfehlen.
© Perlentaucher Medien GmbH
Rezension
"Das Literaturverzeichnis und ein Register machen den Band zu einem Nachschlagewerk, das in seiner Art konkurrenzlos ist." (Märkische Allgemeine)
Rezensionen und Kritik
Das Literaturverzeichnis und ein Register machen den Band zu einem Nachschlagewerk, das in seiner Art konkurrenzlos ist.
Autorenporträt zu "Gerhard Besier"
Gerhard Besier, geboren 1947, ist Theologe, Psychologe und Historiker. Von 1987 - 2003 Professor an der Kirchlichen Hochschule Berlin und an der Universität Heidelberg. Seit 2003 Direktor des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung an der TU Dresden. Fachveröffentlichungen.
Mehr von
3 Marktplatz-Angebote für "Das Europa der Diktaturen" ab EUR 19,99
| Zustand | Preis | Porto | Zahlung | Verkäufer | Rating | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| gebraucht; sehr gut | 19,99 | 3,00 | Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung (Vorkasse) | Buchladen an der Kyll | 99,8% | ansehen |
| gebraucht; sehr gut | 20,00 | 4,00 | PayPal (Vorkasse), Kreditkarte (Vorkasse), offene Rechnung, Banküberweisung (Vorkasse), Selbstabholung und Barzahlung | Fundus-Online GbR Borkert/ Schwarz/ Zerf | 99,2% | ansehen |
| Auflage 2006. Hardcoverausgabe. Mit leic | 22,95 | 2,00 | offene Rechnung | Bücher Thöne | 99,4% | ansehen |
























