Das Erbe der Mendelssohns - Schoeps, Julius H.

Julius H. Schoeps 

Das Erbe der Mendelssohns

Biographie einer Familie

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Das Erbe der Mendelssohns

Von dem bedeutenden jüdischen Philosophen der Aufklärung Moses Mendelssohn bis zu den großen Komponisten Felix und Fanny Mendelssohn-Bartholdy, von Dorothea Schlegel, geb. Mendelssohn, bis zu dem Wirtschaftsmagnaten Franz von Mendelssohn und dem bedeutenden Bankier und Sammler Paul von Mendelssohn-Bartholdy: Julius H. Schoeps schreibt eine so farbige wie lebendige Biographie dieser Familie und ihres Schicksals.
Schoeps stellt erstmals systematisch die Familienzweige Mendelssohn dar, schildert ihre Geschichte als Bankiers und Unternehmer mit internationalem Wirkungskreis bis Russland und Estland, untersucht ihre einzigartige Rolle als Sammler und Mäzene und beschreibt den von den Nationalsozialisten erzwungenen Niedergang der Familie in bislang unbekannten Details. Dank des Zugangs zu zahlreichen bisher unveröffentlichten Dokumenten und Materialien aus Privatnachlässen und Archiven können bislang umstrittene Sachverhalte geklärt werden. Eine ausführliche Zeittafel und ein Stammbaum ergänzen dieses Standardwerk.


Produktinformation

  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 520 S. 190 mm
  • Seitenzahl: 490
  • Fischer Taschenbücher Bd.18034
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 125mm x 30mm
  • Gewicht: 400g
  • ISBN-13: 9783596180349
  • ISBN-10: 3596180341
  • Best.Nr.: 29883489

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Sehr interessiert hat Ulrich Kronauer diese Biografie der Mendelssohns von Julius H. Schoeps gelesen, der selbst mütterlicherseits mit der Familie verwandt ist, wie der Rezensent mitteilt. In vielen aufschlussreichen Details berichtet der Historiker über die Mendelssohns, vom berühmten Stammvater Moses Mendelssohn im 18. Jahrhundert bis 1938, als das Bankhaus Mendelssohn & Co, das 1938 von der Deutschen Bank übernommen wurde, stellt Osten fest (und betont, dass Schoeps diese Übernahme höchstens als "freundliche Arisierung" bezeichnen will). Schon der weit verzweigte Stammbaum vermittelt dem Rezensenten eine Vorstellung vom außergewöhnlichen "produktiven Potential" dieser Familie, die erstaunlich viele erfolgreiche Unternehmer, Bankiers und Künstler hervorgebracht habe, wie er betont. Osten hebt noch die Kapitel über Fanny und Felix Mendelssohn-Bartholdy und über die Sammlertätigkeit der Mendelssohns hervor, die offensichtlich besonders sein Interesse hervorgerufen haben, und zeigt sich mit dieser Familien-Biografie rundum zufrieden.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 31.08.2009

Sachbücher des Monats September
Empfohlen werden nach einer monatlich erstellten Rangliste Bücher der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. GERHARD PAUL (Hg.): Das Jahrhundert der Bilder. Band 1: Bildatlas 1900 bis 1949. Band 2: Bildatlas 1949 bis heute. Vandenhoeck & Ruprecht Verlag, zus. 1840 S., 79,80 Euro.
2. MICHAEL HAMPE: Das vollkommene Leben. Vier Meditationen über das Glück. Carl Hanser Verlag, 304 S., 21,50 Euro.
3. RICHARD OVERY: Die letzten zehn Tage. Europa am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Übers. von Klaus Binder. Pantheon Verlag, 160 S., 12,95 Euro.
4. SEBASTIAN ULLRICH: Der Weimar-Komplex. Das Scheitern der ersten deutschen Demokratie und die politische Kultur der frühen Bundesrepublik 1945 – 1959 (Hamburger Beiträge zur Sozialgeschichte, 45). Wallstein Verlag, 679 S.,
48,00 Euro.
5.-6. MANJIT KUMAR: Quanten. Einstein, Bohr und die große Debatte über das Wesen der Wirklichkeit. Übers. von Hainer Kober. Berlin Verlag, 560 S., 28,00 Euro.
QUENTIN SKINNER: Visionen des Politischen. Hg. von Marion Heinz. Übers. von Robin Celikates und Eva Engels. Suhrkamp Verlag, 309 …

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Julius H. Schoeps, geb. 1942 in Schweden, ist mütterlicherseits ein Nachfahre der Familie Mendelssohn-Bartholdy. Er studierte in Erlangen und Berlin Geschichte, Geistesgeschichte, Politische Wissenschaft und Theaterwissenschaft. 1974-1992 Professor an der Universität Duisburg, seit 1992 Professor für Neuere Geschichte und Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam. Verfasser zahlreicher Veröffentlichungen zur deutsch-jüdischen Geschichte.

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