Das Ende ist mein Anfang - Terzani, Tiziano
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Tiziano Terzani 

Das Ende ist mein Anfang

Ein Vater, ein Sohn und die große Reise des Lebens. Der Spiegel Bestseller

Übersetzer: Rhein, Christiane
Broschiertes Buch
 
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Produktbeschreibung zu Das Ende ist mein Anfang

"Die Bücher über seine Krebserkrankung und den Umgang mit dem nahenden Tod machen den Reporter Tizinao Terzani für viele Italiener zum spirituellen Vorbild. Manche sagen auch: zum Guru." -- DIE ZEIT / Leben

"Kurz vor seinem Tod, vom Krebs schon schwer gezeichnet, schrieb er einen letzten Brief an seinen Sohn. [...] Aus ihrem Gespräch ist ein wunderbares Buch entstanden. In Italien ein Bestseller." -- 3sat "Kulturzeit"

"Ein letztes Lied auf die Vielfalt der Welt. Fantasievoll, rebellisch und unendlich neugierig." -- Die ZEIT

Produktinformation


  • Verlag: Goldmann; Spiegel-Verlag
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 411 S. m. zahlr. Fotos.
  • Seitenzahl: 416
  • Goldmann Taschenbücher Bd.12987
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 126mm x 31mm
  • Gewicht: 330g
  • ISBN-13: 9783442129874
  • ISBN-10: 3442129877
  • Best.Nr.: 23822110
"Die Bücher über seine Krebserkrankung und den Umgang mit dem nahenden Tod machen den Reporter Tizinao Terzani für viele Italiener zum spirituellen Vorbild. Manche sagen auch: zum Guru." DIE ZEIT / Leben

"Ein letztes Lied auf die Vielfalt der Welt. Fantasievoll, rebellisch und unendlich neugierig."

"Ein letztes Lied auf die Vielfalt der Welt. Fantasievoll, rebellisch und unendlich neugierig." -- Die ZEIT

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 07.09.2007

Hast du das einmal geschaut, kannst du nicht mehr leben wie zuvor
Ein Bestseller über die Kunst des Sterbens: Tiziano Terzani zieht ein Resümee seines Lebens im Angesicht des Todes

Wir alle fürchten den Tod. Weshalb eigentlich? Hat es nicht auch etwas Tröstliches, eines Tages alles abwerfen zu dürfen, was uns beschwert, die Schmerzen, die Sorgen, das Diktat des Müssens? Woher also der unstillbare Drang nach Leben? Weil wir nicht loslassen können, antwortet der italienische Journalist und Schriftsteller Tiziano Terzani. Plötzlich müssten wir auf alles verzichten, woran unser Herz hängt unseren Besitz, unsere Wünsche, unsere Identität. Es sei die Leere, die wir nicht ertragen könnten. Als Terzani diesen Befund stellt, weiß er, dass der Krebs, der seinen Körper verwüstet, ihm selbst nur noch eine kurze Frist lassen wird. Es sollen vier Monate werden. In dieser Zeit zieht er im Gespräch mit seinem Sohn Folco ein Resümee seines Lebens. Es wird zu einer eindringlichen, aber zumutungsreichen Lektion über die Kunst, gelassen zu sterben.

Terzani, 1938 in Florenz geboren, hat fast drei Jahrzehnte in Asien verbracht. Für den "Spiegel" …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Kein Buch habe bisher einen derart detaillierten Blick auf das Leben dieses rebellischen und fantasievollen Journalisten gegeben, wie dieses posthum herausgegebene, schreibt Rezensentin Bernadette Conrad. Grundsätzlich genoss sie es, dieses "kreative Leben" lesend noch einmal nachzuvollziehen. Trotzdem hat sie einige kritische Anmerkungen. Schon die Fotos, die dieses Leben beglaubigen sollen, findet sie zwar schön, aber verzichtbar. Besonders stören sie aber die Gespräche des Todkranken mit seinem Sohn, die für sie das imaginäre Schild "Besucher unerwünscht" tragen. Zu intim ist ihr hier manches, aber dann gefällt ihr auch die Rolle nicht, die sich Terzianis herausgebender Sohn und Gesprächspartner selbst gegeben hat: die des "teils fragenden Sohns, teils staunenden Schülers". Dies nämlich verstärke, was immer auch schon zu den Gefährdungen der Texte Tiziano Terzianis gehört habe: dass schöne Einfachheit manchmal in die Vereinfachung kippe. Aber weil das Buch dann am Ende doch noch mal "einen schönen Aufschwung" nimmt und den Blick frei gibt auf einen aufrichtigen Geist und begnadeten Journalisten, ist die Rezensentin am Ende versöhnlich.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Kurz vor seinem Tod, vom Krebs schon schwer gezeichnet, schrieb er einen letzten Brief an seinen Sohn. [...] Aus ihrem Gespräch ist ein wunderbares Buch entstanden. In Italien ein Bestseller."
Tiziano Terzani, 1938 in Florenz geboren, in Europa und den USA ausgebildet, kannte Asien wie kaum ein anderer westlicher Journalist. Von 1972 bis 1997 war er dort Korrespondent des SPIEGEL - anfangs in Singapur, dann in Hongkong, Peking, Tokio und Bangkok. 1975 war er einer der wenigen westlichen Reporter, die in Saigon blieben, als Kommunisten die Stadt übernahmen. Terzani lebte bereits fünf Jahre in China, als er 1984 plötzlich verhaftet, antirevolutionärer Aktivitäten beschuldigt, einen Monat umerzogen und schließlich ausgewiesen wurde. Nach mehrjährigen Aufenthalten in Japan und Thailand zog er sich 1994 nach Indien zurück und hielt sich in den folgenden Jahren wechselweise in meditativer Abgeschiedenheit am Himalaja und in Italien auf. Im Sommer 2004 erlag Tiziano Terzani einer Krebserkrankung. Sein letztes Buch "Das Ende ist mein Anfang. Ein Vater, ein Sohn und die große Reise des Lebens" erschien 2007.

Leseprobe zu "Das Ende ist mein Anfang" von Tiziano Terzani

Orsigna, den 12. März 2004

Mein lieber Folco,

Du weißt, wie ungern ich telefoniere und wie schwer es mir meine schwindenden Kräfte machen, selbst wenige Zeilen zu Papier zu bringen. Daher ist dies kein richtiger Brief, sondern ein 'Telegramm" mit zwei, drei Punkten, die mir noch wichtig sind und die Du wissen sollst.

Ich bin entsetzlich schwach, aber heiter und gelassen. Ich liebe dieses Haus und rechne damit, bis zum Ende hier zu bleiben. Ich hoffe, Dich bald zu sehen, aber nur unter der Bedingung, dass Du mit Deiner Arbeit fertig geworden bist. Denn bist Du erst einmal hier, wird Dich (uns) alles andere vollkommen in Anspruch nehmen, besonders wenn Du Dich auf eine Idee einlässt, über die ich lange nachgedacht habe. Und zwar folgende: Wie wäre es, wenn wir zwei uns jeden Tag eine Stunde zusammensetzten und Du mich fragtest, was Du schon immer fragen wolltest, und ich Dir frei von der Leber weg erzählte, was mir wichtig ist, von mir und meiner Familie, von der großen Reise des Lebens? Ein Austausch zwischen uns beiden, Vater und Sohn, so verschieden und einander doch so ähnlich, ein Testament, das Du dann zu einem Buch zusammenstellen könntest.

Beeil Dich, denn ich glaube, mir bleibt nicht mehr viel Zeit. Sieh zu, wie Du es einrichten kannst, und ich werde mir Mühe geben, noch eine Weile zu leben, um dieses wunderschöne Projekt mit Dir zu verwirklichen, wenn Du Lust dazu hast.

Ich umarme Dich. Dein Papa

KUCKUCK

Folco, Folco, komm schnell! In der Kastanie sitzt ein Kuckuck! Ich kann ihn nicht sehen, aber er singt dort sein Lied:

Kuckuck, Kuckuck,

vorbei ist der April,

im Maien angekommen,

der Kuckuck schweigt nicht still.

Hör doch, wie schön!

Ich bin so froh, mein Sohn. Ich bin jetzt sechsundsechzig, und mein Leben, diese große Reise, geht dem Ende zu. Ja, ich bin an der Endstation angelangt. Aber ohne Trauer, im Gegenteil, fast mit einem Schmunzeln. Vor ein paar Tagen hat deine Mutter mich gefragt, 'Hör mal, wenn jemand anriefe und uns von einem Mittel erzählte, mit dem du noch zehn Jahre weiterleben könntest, würdest du es nehmen?" Und ich habe ganz spontan gesagt: 'Nein!" Ich würde es nicht nehmen, ich will nicht noch zehn Jahre leben. Wozu denn? Um all das zu tun, was ich bereits getan habe? Ich bin im Himalaja gewesen und habe mich darauf vorbereitet, auf den großen Ozean des Friedens hinauszusegeln. Warum sollte ich mich da noch einmal in ein Bötchen setzen, um am Ufer entlang zu schippern und zu angeln? Das interessiert mich einfach nicht mehr.

Sieh dir die Natur an, von dieser Wiese aus, sieh sie dir genau an, hör ihr zu. Der Kuckuck; all die zwitschernden Vögel in den Bäumen - wer die wohl sind? -, die Grillen im Gras, der Wind, der durchs Laub streicht. Ein einziges, großes Konzert mit einem eigenen Leben, das von dem Tod, auf den ich warte, vollkommen unberührt bleibt. Die Ameisen krabbeln weiter vor sich hin, die Vögel singen ihrem Gott ein Lied, und der Wind weht wie eh und je.

Was für eine große Lehre! Deshalb bin ich so heiter. Seit Monaten spüre ich eine geballte Freude in mir, die in alle Richtungen ausstrahlt. Ich habe das Gefühl, nie zuvor so leicht und glücklich gewesen zu sein. Und wenn du mich fragst: Wie geht es dir?, kann ich nur antworten: hervorragend. Mein Kopf ist frei, ich fühle mich wunderbar. Nur dieser Körper fault vor sich hin und ist inzwischen überall leck. Das Einzige, was bleibt, ist, sich von ihm zu lösen und ihn seinem Schicksal zu überlassen, dem Schicksal der Materie, die zerfällt und wieder zu Staub wird. Ohne Angst, denn es ist doch die natürlichste Sache der Welt.

Aber eben weil mir nur noch wenig Zeit bleibt, möchte ich noch etwas Letztes tun: mit dir reden. Mit dir, der du fünfunddreißig Jahre lang - oder wie alt bist du jetzt? Vierunddreißig? - Teil meines Lebens gewesen bist, Zuschauer dieser langen Reise, die du von unten, aus der Perspektive des Sohns, mitverfolgt hast. Immer warst du da, und doch weiß ich, dass du nicht mein ganzes Leben kennst. So wie ich eigentlich nur sehr wenig vom Leben meines Vaters wusste und am Ende bedauerte, nicht ein wenig Zeit mit ihm verbracht zu haben, um darüber zu reden.

FOLCO: Also hast du deinen Tod tatsächlich angenommen, Papa?

TIZIANO: Weißt du, diese Vorstellung vom 'Tod" würde ich gern vermeiden. Die indische Wendung 'den Körper verlassen", die dir so geläufig ist wie mir, finde ich viel schöner. Mein Traum wäre es zu verschwinden, als gäbe es diesen Moment der Trennung nicht. Der letzte Akt des Lebens, den man Tod nennt, macht mir keine Angst, denn darauf habe ich mich vorbereitet.

Ich will nicht sagen, dass es in deinem Alter genauso wäre. Aber in meinem! Ich habe alles getan, was ich wollte, ich habe ungeheuer intensiv gelebt, und ich habe nicht das Gefühl, ich hätte irgendetwas versäumt. Ich brauche nicht zu sagen: 'Ach, wie gern hätte ich noch ein bisschen Zeit, um dies oder jenes zu tun." Und ich habe keine Angst - dank jener zwei, drei Dinge, die ich für wesentlich halte und die alle Großen und Weisen der Vergangenheit begriffen haben.

Was ist es, was uns am Tod so ängstigt?

Was uns vor Angst erstarren lässt, wenn wir an den Augenblick des Todes denken, ist die Vorstellung, dass in dem Moment alles, woran wir hängen, verschwindet. Zunächst einmal der Körper. Was für eine ungeheure Bedeutung haben wir ihm zugemessen! Denk doch nur, wie wir mit ihm wachsen, wie wir uns mit ihm identifizieren. Sieh dich an, so jung, so stark, überall Muskeln. Ich war doch genauso! Ich bin jeden Tag kilometerweit gejoggt, um in Form zu bleiben, ich habe Gymnastik gemacht, ich hatte gerade Beine, einen dichten Schnurrbart und den ganzen Kopf voller rabenschwarzer Haare! Ich war ein schöner junger Mann! Wenn einer 'Tiziano Terzani" sagt, stellt er sich diesen Körper vor.Das ist doch zum Lachen! Sieh dir an, wie ich jetzt aussehe!

Videoclip zu "Das Ende ist mein Anfang"

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Kundenbewertungen zu "Das Ende ist mein Anfang" von "Tiziano Terzani"

Durchschnittliche Kundenbewertung 5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen ***** ausgezeichnet
(aus 2 Bewertungen)

Bewertung von EHA am 30.11.2010 ***** ausgezeichnet
Ein ausgezeichnetes Buch, das mich veranlaßt hat, gleich noch 2 weitere Bücher von Tiziano Terzani zu kaufen. Er schreibt sehr viel, was zum Nachdenken anregt.
Meiner Ansicht nach war Terzani allerdings ein sehr großer Egozentriker, der sein Leben nach seinen Vorstellungen gelebt hat und seine Familie mußte mitmachen. Meine Bewunderung gilt vor allem seiner Ehefrau Angela, die die ganzen Eskapaden von ihm mitgemacht hat.

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Elvira aus Bonn am 12.10.2010 ***** ausgezeichnet
Ein sehr tiefgründiges gutes Buch zum Thema Sterben und Abschiednehmen

Diese Bewertung bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundenes Buch

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