Das Eis und der Tod - Jostmann, Christian

Christian Jostmann 

Das Eis und der Tod

Scott, Amundsen und das Drama am Südpol

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Das Eis und der Tod

Man schreibt das Jahr 1911. Alle Kontinente sind entdeckt, alle Weltgegenden bereist. Nur eine letzte, große Herausforderung wartet noch auf ehrgeizige Abenteurer und Forscher - der Südpol.

Niemand weiß, was eine Expedition im ewigen Eis der Antarktis erwartet; sicher ist nur, dass ungeheure Stürme und unvorstellbare Fröste den Aufenthalt dort jederzeit zu einer tödlichen Gefahr machen können. Trotz aller Risiken brechen annähernd gleichzeitig ein norwegisches Team unter Leitung von Roald Amundsen und ein britisches unter Führung von Robert Falcon Scott auf. Das Rennen beginnt. Christian Jostmann hat ein spannendes Buch über die Eroberung des Südpols geschrieben. In seiner romanhaften Erzählung gelingt es ihm, sowohl die Geisteshaltung einer ganzen Epoche einzufangen als auch die Majestät eines einzigartigen Naturraums zu beschreiben - seine unvergleichliche Schönheit und seine unbarmherzigen Gesetze. Zugleich erweist er seine Reverenz dem Mut, der wissenschaftlichen Neugier, der Kameradschaft und dem unbezähmbaren Willen des Menschen, sich auch unter schwierigsten Bedingungen zu behaupten und selbst im Angesicht des sicheren Todes Stolz und Würde zu bewahren.


Produktinformation

  • Verlag: Beck
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 320 S. m. 37 Abb. u. 3 Ktn., 2 farb. Übers.-Ktn.
  • Seitenzahl: 320
  • Deutsch
  • Abmessung: 225mm x 150mm x 28mm
  • Gewicht: 540g
  • ISBN-13: 9783406620942
  • ISBN-10: 3406620949
  • Best.Nr.: 33155481
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 14.12.2011

Für Gott, König und Vaterland
Vor 100 Jahren erreichte Roald Amundsen den Südpol vor seinem Konkurrenten Robert F. Scott – zum Jubiläum gibt es neue Bücher über den dramatischen Wettlauf
Es erscheint zuerst als eine Art Wahn, dieses Streben nach einem imaginären Punkt in einer Weltgegend, die menschen- und lebensfeindlicher nicht gedacht werden kann. Aber Roald Amundsen, der erfolgreiche Erste am Südpol, und Robert Falcon Scott, der unglückliche, am Ende dem Tode geweihte Nachzügler, verstanden ihre Expeditionen als heroische Taten: für ihre Könige und Vaterländer, für die Wissenschaft, endlich für den eigenen Ruhm. Da das Unternehmen aber zum Wettlauf geriet zwischen dem in Arktis und Antarktis erprobten Abenteurertyp Amundsen und dem ebenfalls antarktisgeprüften, aber anderen Traditionen verbundenen Marineoffizier Scott, gewann das Rennen, das vor genau 100 Jahren entschieden wurde, den Charakter eines Zweikampfes höchst verschiedener Persönlichkeiten hinzu.
Die Tragödie von Scotts Expedition, die den Pol vier Wochen nach den Norwegern erreichte und deren Rückweg in der tödlichen Katastrophe aus Kälte, Hunger und Durst endete, hat dem …

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Christian Jostmann, geb. 1971, ist promovierter Mediävist und Autor der "Süddeutschen Zeitung".

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Bewertung von Jerry S. aus A-buch am 18.10.2011 ***** ausgezeichnet
Heute dürfte es auf unserer Erde keinen spektakulären Flecken mehr geben, den noch keines Menschen Fuß betreten hat: Der Globus ist entdeckt und vermessen, Satelitten erfassen und beobachten jeden Winkel. Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts war das noch anders: Die Antarktis war der letzte Kontinent, den es zu erforschen galt, am Südpol war noch nie ein Mensch gewesen. Christian Jostmann erzählt die Geschichte (und ein bißchen auch die Vorgeschichte) der "Eroberung" des Südpols durch Roald Amundsen, der sich mit seinem britischen Rivalen Robert F. Scott geradezu ein Wettrennen lieferte, um als erster den Südpol zu erreichen. Jostmann ist promovierter Historiker, das bürgt für präzise Recherche, und schreiben kann er auch: er erzählt lebendig und anschaulich von den Mühen, ja Qualen der Männer im "ewigen" Eis, in einer Zeit, in der nicht die Technik im Mittelpunkt stand, sondern der Mensch, wo Motorschlitten versagten und wo Mensch und Tier sich durch eine lebensfeindliche Umwelt kämpften, wo alles vom Willen und der Durchhaltekraft der Forscher abhing, die im Zweifelsfall, wie der unglückliche Scott, dabei ihr Leben verloren. Ein spannendes Buch, das ich gerne gelesen habe und ebenso gerne weiterempfehle.
Von allen Antarktiskreuzfahrern sollte man einen Lesenachweis verlangen, bevor sie an Bord gehen ...

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