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Hans Belting 

Das echte Bild

Das echte Bild - Belting, Hans

Bildfragen als Glaubensfragen

  • Einband: Buchleinen
  • Buch mit Leinen-Einband 
 
  • EUR 29,90
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Produktinformation
  • Verlag: Beck
  • 2005
  • 2. Auflage
  • Ausstattung/Bilder: 2005. 239 S. m. 56 SW- u. 29 Farb-Abb.
  • Seitenzahl: 239
  • Deutsch
  • Abmessung: 246mm x 177mm x 22mm
  • Gewicht: 777g
  • ISBN-13: 9783406534607
  • ISBN-10: 3406534600
  • Best.Nr.: 13791358

Produktbeschreibung zu "Das echte Bild"

Kurzbeschreibung

Was ist ein echtes Bild? Hans Belting sucht unser Bedürfnis nach dem wahren, authentischen Bild, das wir vor allem in der Wissenschaft verlangen, zu ergründen. Er zeigt, wie sehr die europäische Geschichte der Religion bis heute unsere Bildbegriffe und unser Bilddenken bestimmt. Belting schlägt souverän den Bogen von der Spät-antike bis hin zu Fernsehen und Film unserer Tage. Dabei präsentiert er dem Leser eine neue Sicht auf die Geschichte des Bildes und setzt dessen Aktualität in ein ungewohntes Licht.

Beschreibung

Hans Belting setzt sich hier mit Fragestellungen seines zum Klassiker gewordenen Werks Bild und Kult erneut auseinander. Sein altes Thema, die Bedeutung des Bildes in der europäischen Kultur, beleuchtet er hier jedoch im Licht der von ihm begründeten Bild-Anthropologie. Dabei zeigt sich, wie stark unser Bilddenken auch heute noch in den alten Debatten der Religion verwurzelt ist. In den Kontroversen um Körper und Zeichen oder um Bild und Wort hat sich eine spezifisch europäische Kultur entwickelt, deren christliche Prägung auch in der Moderne noch fortlebt. Belting richtet seinen Blick unter anderem auf zwei Schwellenzeiten, von denen die europäische Kultur geprägt wurde: zum einen die Spät-antike, in der sich das Christentum formierte, und zum anderen die Reformation und den Konfessionsstreit, der tiefe Spuren im neuzeitlichen Weltbild hinterließ. Es ist das Anliegen des Buches, Bildwissenschaft als Kulturwissenschaft zu etablieren und dabei Religions- und Bildgeschichte in einen überraschenden Bezug zueinander zu bringen.

Detailinfo

27.11.2005

BUCHTIPS

"Das echte Bild" ist nun Hans Beltings buchgewordene Antwort auf die Frage nach der Authentizität in der Mediengesellschaft. Belting behandelt diese "Bilderfragen als Glaubensfragen", schreibt damit seine Versuche zu einer "Bildanthropologie" fort und schließt in seiner hochverdichteten Studie sehr konsequent das Fernsehen mit dem theologischen Bildgebrauch seit der Spätantike kurz. (C. H. Beck, 29,90 Euro)

ripe

"Fun Palace 200X", herausgegeben von den dafür üblichen Verdächtigen, nämlich Philipp Misselwitz, Hans-Ulrich Obrist und Philipp Oswalt (Martin-Schmitz-Verlag, 16,50 Euro), befaßt sich natürlich mit dem Palast der Republik, der dieser Tage wieder mal endgültig platt gemacht werden soll, und bündelt die Ergebnisse eines Kongresses, bei dem von Mark Wigley bis Rem Koolhaas vor einiger Zeit alle ganz beeindruckt waren, daß mitten in Berlin tatsächlich das steht, was Cedric Price mit seinem "Fun Palace" immer gewollt hatte: ein offener Raum für alles und jeden. Ein Buch über Möglichkeiten im Moment ihrer Vernichtung.

ripe

"China's New Dawn" von Layla Dawson (Prestel, 39,95 Euro) wie auch Caroline …

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24.10.2005

Feindliche Fülle
Der Kunsthistoriker Hans Belting sucht das „echte Bild”
Dass Bilder nicht immer Kunst gewesen sind, dafür hat Hans Belting wie kein anderer unseren Blick geschärft. Nimmt man seine Forschungsergebnisse ernst, dann darf man von „mittelalterlicher Kunst” eigentlich nicht sprechen. Lässt sich doch das christliche Bild im ersten Jahrtausend seiner Geschichte als Stellvertreter oder Kultobjekt, Erinnerung oder Verweis verstehen - nur eben nicht als Kunst, deren Epoche streng genommen erst mit der Renaissance begonnen hat und heute vermutlich noch längst nicht zu Ende ist.
Diese Hauptthese von „Bild und Kult”, Beltings vor 15 Jahren erschienenem Hauptwerk, liefert dem Autor jetzt den Anknüpfungspunkt für weitere Überlegungen zu Geschichte und Status des Bildes in Europa seit der Spätantike. Unter dem Titel „Das echte Bild - Bildfragen als Glaubensfragen” bringt Belting ein Buch auf den Markt, in dem er auf ältere Forschungen zur Genese des christlichen Bildes zurückgreift, diese aber mit dem seither von ihm erhobenen Anspruch verknüpft, einen anthropologisch verankerten Bildbegriff zu etablieren. Kunstgeschichtliche …

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

21.12.2005

Weit holt Hans Belting aus, um über die Gegenwart des Bildes medientheoretisch nachdenken zu können. Deshalb ist es, und der Rezensent Eckhard Nordhofen ist damit sehr einverstanden, mit postmodernen Thesen zur postmodernen Virtualisierung der Wirklichkeit für Belting längst nicht getan. Vielmehr wird der im "iconic turn" der Bildwissenschaften formulierte neue Kult ums Bild eingespannt in eine theologisch fundierte Bildanthropologie. Zentral ist dabei die Differenz zur monotheistischen Schriftkultur, in der die Verwechselbarkeit von Bild und Realität im nicht-ikonischen Schrift-Zeichen auf Abstand gehalten wird. Dies ändert sich - im Westen - jedoch mit Christus, also der Inkarnation des Göttlichen als Ebenbild Gottes. Zum Grundmuster des christlich inspirierten Bildverständnisses wird so das "vera icon" im Schweißtuch der Veronika, das "echte Bild" des Gottessohnes, dem nun alle Bildlichkeit nachmodelliert sein will. Hier wird die Differenz zum - theologisch fundamentalistisch orientierten - Islam sehr wichtig, der "den zweiten Medienwechsel von der Gottespräsenz im Buchstaben zur Gottespräsenz im Menschenfleisch nicht mitgemacht" hat. Der Rezensent Eckhard Nordhofen zeigt sich mit den Thesen Beltings offenkundig einverstanden und von der Gelehrsamkeit des Kunsthistorikers sehr beeindruckt. Die "aufgeklärte Idolatrie" Beltings möchte er der aktuellen Medientheorie deshalb nachdrücklich empfehlen.

© Perlentaucher Medien GmbH

Autorenporträt zu "Hans Belting"

Hans Belting wurde 1939 in Andernach geboren. Seit 1993 leitet er das Fach Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und lehrt außerdem als Honorarprofessor an der Universität Heidelberg. Er ist Mitglied des Ordens Pour le merite und mehrerer wissenschaftlicher Akademien im In- und Ausland.

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