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Das echte Bild
Bildfragen als Glaubensfragen
- Einband: Buchleinen
- Buch mit Leinen-Einband
Produktinformation
- Verlag: Beck
- 2005
- 2. Auflage
- Ausstattung/Bilder: 2005. 239 S. m. 56 SW- u. 29 Farb-Abb.
- Seitenzahl: 239
- Deutsch
- Abmessung: 246mm x 177mm x 22mm
- Gewicht: 777g
- ISBN-13: 9783406534607
- ISBN-10: 3406534600
- Best.Nr.: 13791358
Produktbeschreibung zu "Das echte Bild"
Kurzbeschreibung
Was ist ein echtes Bild? Hans Belting sucht unser Bedürfnis nach dem wahren, authentischen Bild, das wir vor allem in der Wissenschaft verlangen, zu ergründen. Er zeigt, wie sehr die europäische Geschichte der Religion bis heute unsere Bildbegriffe und unser Bilddenken bestimmt. Belting schlägt souverän den Bogen von der Spät-antike bis hin zu Fernsehen und Film unserer Tage. Dabei präsentiert er dem Leser eine neue Sicht auf die Geschichte des Bildes und setzt dessen Aktualität in ein ungewohntes Licht.
Beschreibung
Detailinfo
27.11.2005
BUCHTIPS
"Das echte Bild" ist nun Hans Beltings buchgewordene
Antwort auf die Frage nach der Authentizität in der
Mediengesellschaft. Belting behandelt diese "Bilderfragen als
Glaubensfragen", schreibt damit seine Versuche zu einer
"Bildanthropologie" fort und schließt in seiner
hochverdichteten Studie sehr konsequent das Fernsehen mit dem
theologischen Bildgebrauch seit der Spätantike kurz. (C. H. Beck,
29,90 Euro)
ripe
"Fun Palace 200X", herausgegeben von den dafür üblichen
Verdächtigen, nämlich Philipp Misselwitz, Hans-Ulrich Obrist und
Philipp Oswalt (Martin-Schmitz-Verlag, 16,50 Euro), befaßt sich
natürlich mit dem Palast der Republik, der dieser Tage wieder mal
endgültig platt gemacht werden soll, und bündelt die Ergebnisse
eines Kongresses, bei dem von Mark Wigley bis Rem Koolhaas vor
einiger Zeit alle ganz beeindruckt waren, daß mitten in Berlin
tatsächlich das steht, was Cedric Price mit seinem "Fun
Palace" immer gewollt hatte: ein offener Raum für alles und
jeden. Ein Buch über Möglichkeiten im Moment ihrer
Vernichtung.
ripe
"China's New Dawn" von Layla Dawson (Prestel, 39,95
Euro) wie auch Caroline …
24.10.2005
Feindliche Fülle
Der Kunsthistoriker Hans Belting sucht das „echte Bild”
Dass Bilder nicht immer Kunst gewesen sind, dafür hat Hans Belting wie kein anderer unseren Blick geschärft. Nimmt man seine Forschungsergebnisse ernst, dann darf man von „mittelalterlicher Kunst” eigentlich nicht sprechen. Lässt sich doch das christliche Bild im ersten Jahrtausend seiner Geschichte als Stellvertreter oder Kultobjekt, Erinnerung oder Verweis verstehen - nur eben nicht als Kunst, deren Epoche streng genommen erst mit der Renaissance begonnen hat und heute vermutlich noch längst nicht zu Ende ist.
Diese Hauptthese von „Bild und Kult”, Beltings vor 15 Jahren erschienenem Hauptwerk, liefert dem Autor jetzt den Anknüpfungspunkt für weitere Überlegungen zu Geschichte und Status des Bildes in Europa seit der Spätantike. Unter dem Titel „Das echte Bild - Bildfragen als Glaubensfragen” bringt Belting ein Buch auf den Markt, in dem er auf ältere Forschungen zur Genese des christlichen Bildes zurückgreift, diese aber mit dem seither von ihm erhobenen Anspruch verknüpft, einen anthropologisch verankerten Bildbegriff zu etablieren. Kunstgeschichtliche …
21.12.2005
Weit holt Hans Belting aus, um über die Gegenwart des Bildes
medientheoretisch nachdenken zu können. Deshalb ist es, und der
Rezensent Eckhard Nordhofen ist damit sehr einverstanden, mit
postmodernen Thesen zur postmodernen Virtualisierung der
Wirklichkeit für Belting längst nicht getan. Vielmehr wird der im
"iconic turn" der Bildwissenschaften formulierte neue
Kult ums Bild eingespannt in eine theologisch fundierte
Bildanthropologie. Zentral ist dabei die Differenz zur
monotheistischen Schriftkultur, in der die Verwechselbarkeit von
Bild und Realität im nicht-ikonischen Schrift-Zeichen auf Abstand
gehalten wird. Dies ändert sich - im Westen - jedoch mit Christus,
also der Inkarnation des Göttlichen als Ebenbild Gottes. Zum
Grundmuster des christlich inspirierten Bildverständnisses wird so
das "vera icon" im Schweißtuch der Veronika, das
"echte Bild" des Gottessohnes, dem nun alle Bildlichkeit
nachmodelliert sein will. Hier wird die Differenz zum - theologisch
fundamentalistisch orientierten - Islam sehr wichtig, der "den
zweiten Medienwechsel von der Gottespräsenz im Buchstaben zur
Gottespräsenz im Menschenfleisch nicht mitgemacht" hat. Der
Rezensent Eckhard Nordhofen zeigt sich mit den Thesen Beltings
offenkundig einverstanden und von der Gelehrsamkeit des
Kunsthistorikers sehr beeindruckt. Die "aufgeklärte
Idolatrie" Beltings möchte er der aktuellen Medientheorie
deshalb nachdrücklich empfehlen.
© Perlentaucher Medien GmbH
Autorenporträt zu "Hans Belting"
Hans Belting wurde 1939 in Andernach geboren. Seit 1993 leitet er das Fach Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und lehrt außerdem als Honorarprofessor an der Universität Heidelberg. Er ist Mitglied des Ordens Pour le merite und mehrerer wissenschaftlicher Akademien im In- und Ausland.






















