Privatdetektiv Joe Pitt steht seit einem Jahr in den Diensten von
Terry Bird und seinem Clan, der Society. Als Mann fürs Grobe
beseitigt er für Terry unliebsame Konkurrenten. Doch irgendetwas
scheint sich in der Unterwelt von New York zusammenzubrauen und
auch auf Manhattan überzugreifen. Die Spur führt nach Brooklyn
...
Ein Muss für alle Mystery- und Vampirfans.
"Charlie Huston hat dem alten Vampirgenre frisches Blut
eingeimpft." Entertainment Weekly
"Huston hat sich eine eigene Welt geschaffen, die
seinesgleichen sucht." The Philadelphia Inquirer
»Charlie Huston hat dem alten Vampirgenre frisches Blut eingeimpft.« Entertainment Weekly
Charles Huston ist Roman- und Drehbuchautor. »Der Prügelknabe« war der Auftakt einer Trilogie um den liebenswerten Verlierertypen Hank Thompson. Die Filmrechte wurden nach Hollywood verkauft. Der Autor lebt mit seiner Frau, der Schauspielerin Virginia Louise Smith in Los Angeles.
Leseprobe zu "Das Blut von Brooklyn / Joe-Pitt-Serie Bd.3"
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Leseprobe zu "Das Blut von Brooklyn / Joe-Pitt-Serie Bd.3"
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Ich kann den Typen nicht ausstehen. Ich mag nicht, wie er riecht. Mir gefällt nicht, wie er aussieht. Seine Schuhe mag ich auch nicht. Ich könnte ihn mit einem Messer aufschlitzen, das Blut trinken, das aus der Wunde spritzt, und es würde mir nicht schmecken. Aber Terry hat gesagt, ich soll cool bleiben. Also lasse ich den Kerl am Leben.
Von nichts kommt nichts, sag ich immer.
Terry nickt und wedelt die dicken Zigarrenrauchschwaden weg, die vor seinem Gesicht hängen.
Ganz klar, ganz klar.
Der Kerl, den ich nicht leiden kann, zieht kräftig an seinem Stumpen.
Wenn die Docks bei euch mitmachen sollen, muss ich schon wissen, was für meine Leute drin ist. Hier geht's ja nicht nur um mich. Meine Leute haben mich zwar als Unterhändler gewählt, aber bei so wichtigen Sachen treffen sie die Entscheidung selbst. Und solang sie nicht wissen, was dabei rausspringt, entscheiden sie gar nichts.
Terry hustet hinter vorgehaltener Hand.
Nun, wie gesagt, unsere Art, solche Sachen zu regeln, ist, immer das große Ganze im Blick zu haben. Die Society ist kein, nun ja, Clan im traditionellen Sinn. Wir versuchen nicht einfach nur, uns irgendwie durchzuwursteln und nett zu allen zu sein. Wir wollen eine bessere Welt. Wir haben Ziele. Uns geht's darum, und da erzähle ich dir wohl nichts Neues, dass jeder, der mit dem Vyrus infiziert ist, bestimmte Rechte hat. Betrifft das auch die Leute, die gar nicht in der Society sind? Aber sicher. Bedeutet es, dass wir unser Ziel leichter erreichen, wenn wir solidarisch Hand in Hand kämpfen? Absolut. Worauf ich hinaus will ist, dass ihr, ob die Docks sich der Society nun anschließen oder nicht, auf jeden Fall davon profitiert, wenn wir eines Tages unsere Ketten abwerfen. Im Moment können wir dabei jede nur erdenkliche Unterstützung brauchen.
Der Boss der Docks nickt, überlegt und kaut dabei auf dem ausgefransten Ende seiner handgerollten dominikanischen Zigarre. Dann sieht er zu dem Schläger, den er als Leibwache mitgebracht hat.
Ich glaube, er will sagen, dass hier für uns nichts zu holen ist.
Der Gorilla umklammert den Baseballschläger, der auf seiner Schulter liegt, etwas fester.
Hört sich ganz so an.
Klingt, als hätte er nichts anzubieten. Der Gorilla nickt.
Hört sich verdammt so an.
Der Boss der Docks nimmt die Zigarre aus dem Mund und deutet damit auf Terry.
Ist das so, Bird?
Terry legt die Handflächen wie zum Gebet aneinander und führt die Fingerspitzen zum Kinn.
Was ich euch vermitteln will, ist, dass alle hiervon profitieren können. Ich, du, dein Mann hier, Joe, eure Mitglieder, die Society, die anderen Clans, die Unabhängigen und sogar die ganz normalen Leute da draußen, die noch nie vom Vyrus gehört haben. Eines Tages werden wir an die Öffentlichkeit treten und alle wissen lassen, dass es uns gibt. Wir werden die Welt dadurch bereichern, zu einem bunteren und überraschenderen Ort machen. Da hat jeder was davon, Mann. Wir alle, die wir Kinder von Mutter Erde sind.
Der Gorilla hebt einen Finger, als hätte ihm Terry gerade eine wichtige Einsicht vermittelt.
Ja, verstehe. Der hat uns wirklich nichts anzubieten. Der Boss der Docks schiebt seinen Stuhl zurück, steht
auf, wirft den glimmenden Stumpen auf den Boden und tritt ihn aus.
Auf geht's, Gooch. Holen wir die Jungs und machen verdammt noch mal die Fliege.
Terry zuckt mit den Schultern und steht auf.
Ich muss ehrlich zugeben, dass ich etwas enttäuscht bin. Obwohl es nicht das erste Mal ist, dass man uns zurückweist.
Er streckt die Hand aus.
Aber vergesst nicht, dass wir trotzdem für euch kämpfen. Und wenn ihr es euch anders überlegt, heißen wir euch jederzeit mit offenen Armen willkommen.
Der Boss der Docks mustert Terry von unten bis oben, von den Birkenstocksandalen über die Hanfjeans und das PELZ IST MORD-T-Shirt bis zum ergrauten Pferdeschwanz.
Bird, du bist ein armer Irrer. Wir wollen mit dir und deinen Hippies und College-Kids und Schwuchteln nichts zu tun haben.
Er nimmt eine der Zigarren in die Hand, die aus der Brusttasche seines billigen Anzugs ragen, beißt das Ende ab und spuckt es Terry vor die Füße.
Und das werd ich auch Predo sagen, wenn ich ihn das nächste Mal sehe.
Er reißt ein Streichholz auf der Oberfläche des Küchentischs an und hält es gegen die Zigarrenspitze.
Die Docks sind ein ernsthafter Clan. Wenn wir uns entschließen, die Brücke zu überqueren, um jemandem den Rücken freizuhalten, dann kann man sich hundertprozentig auf uns verlassen. Wenn du für diese Sicherheit nichts anbieten kannst, dann zum Teufel mit dir. Predo weiß, was wir wert sind. Und er wird dementsprechend zahlen.
Er lässt das Streichholz fallen.
Scheiße, ich wollte euch eigentlich nur mal aus der Nähe betrachten. Aus Neugier. Wollte mich davon überzeugen, dass einer der Top-Clans jenseits des Flusses wirklich von einer Schwuchtel angeführt wird.
Terry zupft an dem Bärtchen unter seiner Unterlippe.
Nun, wenn du das so siehst, kann ich das leider nicht ändern. Dann ist es wahrscheinlich tatsächlich das Beste, wenn du mit der Koalition ins Bett steigst. Trotzdem, Mann, trotzdem wünsche ich dir Gesundheit und ein glückliches Leben.
Der Boss der Docks rollt mit den Augen und geht auf die Tür zu.
Leck mich, Bird. Terry blickt zu mir.
Joe, begleitest du die Herren bitte nach draußen? Ich halte ihnen die Tür auf.
Klar. Kein Problem.
Ich schließe die Tür hinter uns und führe den Boss und Gooch durch den Korridor zum Vorzimmer, wo er seine beiden anderen Jungs abgestellt hat.
Der Boss holt auf und läuft neben mir her.
Du siehst mir ganz normal aus. Wieso zum Henker hängst du mit diesem Clown da drin ab?
Ich lasse einen Fingerknöchel knacken.
Ist mein Job. Gooch lacht.
Dein Job? Die müssen dir das Geld ja nur so in den Arsch stopfen, damit du's bei dieser Freakshow aushältst.
Ich bleibe vor der Tür zum Vorzimmer stehen und lege die Hand auf die Klinke.
Bin ganz zufrieden.
Pech für dich.
Wenn Sie meinen.
Ich öffne die Tür und trete einen Schritt zur Seite, um dem Boss der Docks Platz zu machen.
Kundenbewertungen zu "Das Blut von Brooklyn / Joe-Pitt-Serie Bd.3"
1 Kundenbewertung
(Durchschnitt 3 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen
gut)
Hui, schlecht war es nicht, aber so toll wie die beiden ersten nun auch wieder nicht.
So richtig mitgekommen bin ich dieses mal irgendwie nicht. Es passiert einfach viel zu viel auf den paar Seiten.
Joe kümmert sich um seine, an HIV erkrankte, Freundin Evie, die bald sterben wird. Er überlegt sich sie zu wandeln. Später bringt er sie zur Enklave, da der Anführer dieses Clans ihm sagte, er könne erkennen, wer das Vyrus aufnehmen kann und wer nicht.
Der "Graf" aus Teil 2 taucht wieder auf, durchgeknallter als jemals zuvor, auvh er landet später bei der Enklave was sich noch als verheerend herausstellen wird.
Joe wird mit Lydia, von Terry nach Brooklyn geschickt um einen weiteren Clan anzuwerben, das Ganze gerät außer Kontrolle, er landet mitten in einem Kleinkrieg.
Was das Blut angeht, fließt es in diesem Teil weit häufiger, als in den vorherigen Bänden, geholfen hat es aber nichts.
Es ist ein durchaus gutes Buch, nett nebenbei zu lesen, mehr leider diesesmal nicht. An Joes Fassade wird die meiste Zeit nur gekratzt, zwischendurch bröckelt mal was ab und man hat einen echten Lichtblick. Schade nur, dass das nicht allzu häufig passiert ist.
7/10 Punkten!
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