Das Alphabet der Welt - Magris, Claudio

Claudio Magris 

Das Alphabet der Welt

Von Büchern und Menschen

Übersetzung: Gschwend, Ragni Maria
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Das Alphabet der Welt

Von Kindheit an ein großer Leser, erzählt der berühmte Schriftsteller Claudio Magris aus Italien von den Büchern, die seinen Werdegang begleiteten: von Salgari, dem italienischen Karl May ; der Odyssee , für Magris das Buch der Bücher; und natürlich dem Alten und Neuen Testament. Aber auch zu zeitgenössischen Werken und Literaturen außerhalb Europas führt ihn seine Neugier. Manche Bücher erlauben es, die Welt zu ordnen, andere enthüllen ihr zerstörerisches Chaos. Mit Leidenschaft und Beredsamkeit führt Magris uns in diesen Aufsätzen durch die Literatur der Welt.


Produktinformation

  • Verlag: Hanser
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 301 S.
  • Seitenzahl: 304
  • Edition Akzente
  • Best.Nr. des Verlages: 505/23759
  • Deutsch
  • Abmessung: 197mm x 128mm x 27mm
  • Gewicht: 390g
  • ISBN-13: 9783446237599
  • ISBN-10: 3446237593
  • Best.Nr.: 33334964

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Versammelt sind hier viele kürzere und einige längere Texte von Claudio Magris, die zum großen Teil an anderem Ort schon erschienen sind. Disparat scheint der Band dem Rezensenten Detlev Schöttker dennoch nicht. Das liege nicht zuletzt daran, dass Magris seinem großen Lebensthema, zu dem er schon mit 24 eine viel gerühmte Doktorarbeit vorlegte, auf Dauer treu blieb, nämlich "dem habsburgischen Mythos in der österreichischen Literatur". So geht es ums Österreichische und damit verbunden auch um Fragen der Epigonalität. In der Weltliteratur gehören zu den Lieblingen von Magris Autoren von Fontane bis Conrad und vor allem Rudyard Kipling. Dass Magris in seinen Texten zur Literatur von neueren Methoden in Wissenschaft und Theorie nicht angekränkelt ist, macht Schöttker - jedoch eher zustimmend - deutlich. Immer gehe es um das Verhältnis von "Literatur und Lebenswelt", einen "poetischen Realismus", der sich mit Existenzfragen des Menschen befasst.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 22.10.2011

Europäische Identität
Claudio Magris als Gast der EZB-Kulturtage

Er träumt von Europa. Aber die aktuelle Krise der EU wollte Claudio Magris im Frankfurter Literaturhaus nicht kommentieren. "Wir müssen irgendwann eine europäische Regierung haben", sagte der italienische Kulturwissenschaftler und Deutsche Friedenspreisträger von 2009 im Gespräch mit Florian Schwinn von hr2-kultur. Aber ein europäischer Finanzminister? Nein, dazu wollte sich der Gast der Kulturtage der Europäischen Zentralbank nicht äußern, weil ihm die wirtschaftspolitische Kompetenz fehle. Lieber wollte er über die Literatur sprechen und über die Liebe, sagte er und verwies auf seine Medaille als guter Familienvater. Schließlich war er ja auch gekommen, um über "Die Grenzen der Identität" zu sprechen: in der europäischen Literatur seit dem Bröseln der Identität im 19. Jahrhundert.

Mit Grenzen kennt er sich aus, denn er ist in der Grenzstadt Triest geboren und aufgewachsen und hat ihr auch als Germanistik-Professor die Treue gehalten. Mit der Zwiespältigkeit der Identität kennt er sich ebenfalls aus, denn er hat sich sehr intensiv mit E.T.A. Hoffmann, Italo …

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"Wunderbar klar und einfühlsam formulierte Beiträge..." Detlev Schöttker, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.10.11
Claudio Magris, 1939 in Triest geboren, lehrt deutsche Literatur in Triest. 2005 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur sowie 2008 den Kythera-Preis. 2009 wurde Claudio Magris mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet, 2010 bekam er den Europäischen Essay-Preis Charles Veillon.

Leseprobe zu "Das Alphabet der Welt"

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