Cristina und ihre Attrappe oder Was (nicht) in den Akten der Securitate steht - Müller, Herta

Herta Müller 

Cristina und ihre Attrappe oder Was (nicht) in den Akten der Securitate steht

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Cristina und ihre Attrappe oder Was (nicht) in den Akten der Securitate steht

"Der Geheimdienst Ceauescus, die Securitate, hat sich nicht aufgelöst, sondern nur umbenannt in SRI (Rumänischer Informationsdienst)". Erst zehn Jahre nach Einrichtung des rumänischen Pendants zur "Gauck-Behörde" und zahlreichen zermürbenden Anfragen und Bittgesuchen erhält Herta Müller Einsicht in ihre über 900 Seiten starke "Securitate-Akte" und muss feststellen, dass man diese in den vergangenen Jahren nicht nur frisiert, sondern regelrecht entkernt hat. Über die Schikanen, mit denen man sie in den siebziger Jahren beispielsweise zur Mitarbeit für die Securitate zu zwingen versuchte, lässt sich in den manipulierten Unterlagen über "Cristina" nichts mehr nachlesen. Eindrucksvoll beschreibt Herta Müller, wie sie und ihre Freunde selbst heute noch bei Besuchen in Rumänien vom SRI, dem heutigen rumänischen Geheimdienst, überwacht und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden.

Ein erschreckendes Bild über die Unterwanderung einer postdiktatorischen Gesellschaft, die sich auch heute noch nicht aus dem Griff ihrer Peiniger befreien kann.
"Der Geheimdienst Ceausescus, die Securitate, hat sich nicht aufgelöst, sondern nur umbenannt in SRI (Rumänischer Informationsdienst)". Erst zehn Jahre nach Einrichtung des rumänischen Pendants zur "Gauck-Behörde" und zahlreichen zermürbenden Anfragen und Bittgesuchen erhält Herta Müller Einsicht in ihre über 900 Seiten starke "Securitate-Akte" und muss feststellen, dass man diese in den vergangenen Jahren nicht nur frisiert, sondern regelrecht entkernt hat. Über die Schikanen, mit denen man sie in den siebziger Jahren beispielsweise zur Mitarbeit für die Securitate zu zwingen versuchte, lässt sich in den manipulierten Unterlagen über "Cristina" nichts mehr nachlesen.
Eindrucksvoll beschreibt Herta Müller, wie sie und ihre Freunde selbst heute noch bei Besuchen in Rumänien vom SRI, dem heutigen rumänischen Geheimdienst, überwacht und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden.


Produktinformation

  • Verlag: Wallstein
  • 2009
  • Ausstattung/Bilder: 2009. 44 S.
  • Seitenzahl: 48
  • Göttinger Sudelblätter
  • Deutsch
  • Abmessung: 213mm x 127mm x 8mm
  • Gewicht: 79g
  • ISBN-13: 9783835306288
  • ISBN-10: 3835306286
  • Best.Nr.: 27201339
»Der Essay ist eine Autobiografie der Verfolgung, ein Dokument als Beleg dafür, dass die Erniedrigungen in einem Unrechtsstaat nicht mit dem Sturz des Diktators und nicht vor den Grenzen demokratischer Staaten enden. Und er erzählt von der Literatur, die nie nur Literatur, sondern manchmal auch lebensrettend ist.« (Lothar Schröder, Rheinische Post, 30.10.2009) »Man versteht hier im Detail, wie eine Diktatur funktioniert und dass zuverlässige Freunde lebenswichtig waren, weil Liebe und Vertrauen besonders gefährliche, von der Macht systematisch vergiftete Bereiche waren.« (Nicole Henneberg, Basler Zeitung, 6.11.2009)
Herta Müller, geboren 1953 im deutschsprachigen Nitzkydorf/Rumänien, studierte 1973 - 76 deutsche und rumänische Philologie in Temeswar. Nach dem Studium arbeitete sie als Übersetzerin in einer Maschinenfabrik. Sie wurde entlassen, weil sie sich weigerte für den rumänischen Geheimdienst "Securitate" zu arbeiten. Ihr erstes Buch "Niederungen" lag danach 4 Jahre beim Verlag und wurde 1982 nur zensiert veröffentlicht. 1984 erschien es in der Originalfassung in Deutschland. Herta Müller konnte danach in Rumänien nicht mehr veröffentlichen und war immer wieder Verhören, Hausdurchsuchungen und Bedrohungen durch die Securitate ausgesetzt. 1987 Übersiedlung nach Deutschland. 1989 - 2001 Gastprofessuren an Universitäten in England, Amerika, Schweiz und Deutschland. Seit 1995 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt. Herta Müller wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. So erhielt sie 2006 den Würth-Preis für Europäische Literatur für ihr literarisches Gesamtwerk, den Walther-Hasenclever-Werkpreis sowie die Ehrengabe der Heine-Gesellschaft. 2009 erhielt Herta Müller den Nobelpreis für Literatur und den Franz-Werfel-Menschenrechtspreis. 2010 wurde ihr der Hoffmann-von-Fallersleben-Preis für zeitkritische Literatur verliehen und 2012 erhielt

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